Dlf 22.08.2026
09:13 Uhr

Besuch in Kiew - Wadephul sichert Ukraine Unterstützung zu


Wenige Tage vor dem Unabhängigkeitstag der Ukraine ist Deutschlands Außenminister Wadephul zu politischen Gesprächen in Kiew eingetroffen. Nach seiner Ankunft in der ukrainischen Hauptstadt sicherte er dem Land die weitere Unterstützung Deutschlands zu.

Besuch in Kiew - Wadephul sichert Ukraine Unterstützung zu
Ein 19-jähriger Deutscher ist in Österreich bei einem Kletterunfall am Großglockner 40 Meter tief in den Tod gestürzt (Symbolbild). Matthias Röder/dpa
Russland habe die Ukraine in den vergangenen Monaten "auf das Härteste" angegriffen. Wadephul warf Moskau "wahllosen Mord an Zivilisten" vor und sagte, die täglichen Bilder der Zerstörung dürften niemanden kalt lassen. Er sei sich aber sicher, dass die Ukraine die militärische Auseinandersetzung gewinnen werde.
Wadephul ist seit seinem Amtsantritt das vierte Mal in der Ukraine. Anlass ist diesmal auch der Unabhängigkeitstag des Landes am kommenden Montag. Vor 35 Jahren hatte sich die Ukraine von der damals noch existierenden Sowjetunion losgesagt.
Wadephul teilte nach seiner Ankunft mit, er wolle mit möglichst vielen Menschen sprechen - vor allem darüber, wie Deutschland die Ukraine gezielt unterstützen könne. Der deutsche Außenminister betonte zugleich, man könne von der Ukraine viel lernen. Er verwies dabei erneut auf die technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit - etwa bei der gemeinsamen Entwicklung von Drohnen.

Weitere Angriffe in der Nacht

In der vergangenen Nacht griffen die russischen Streitkräfte erneut die Ukraine an. Dabei sei in der Hauptstadt Kiew mindestens ein Mensch getötet worden, teilten die Behörden mit. Es gebe zudem Verletzte. Durch den Beschuss sei ein Feuer in einer Lagerhalle ausgebrochen. Drohnenangriffe wurden auch aus dem südukrainischen Saporischschja gemeldet. Dort kam ebenfalls eine Person ums Leben. Erst gestern starben beim Beschuss eines Einkaufszentrum in der Stadt Krywyj Rih mindestens 16 Menschen.
Bei einem ukrainischen Angriff auf die russische Region Perm wurde laut dem zuständigen Regionalgouverneur eine Industrieanlage beschädigt. Genauere Angaben machte er nicht. In der Region befindet sich eine große Ölraffinerie
Diese Nachricht wurde am 22.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.