Die Proteste dauern indes weiter an: Es kam erneut zu zahlreichen Gewaltakten: In Paris brannten die Eingangsbereiche von zwei Schulen. Im Großraum der Hauptstadt kam es an 55 Schulen zu gewaltsamen Ausschreitungen. In Lyon wurden an zehn Schulen unter anderem Böller gezündet und Mülltonnen in Brand gesteckt. Geffray zufolge bleiben auch heute rund 400 Gymnasien geschlossen.
Schon in den vergangenen Tagen hatte es vielerorts Ausschreitungen gegeben. Anlass für die Proteste sind die schlechten Zustände an den französischen Schulen mit maroder Infrastruktur und Personalmangel. Auch an Universitäten wird inzwischen demonstriert.
Appell: Kinder von gewaltsamen Aktionen abhalten
Geffray appellierte an die Eltern, ihre Kinder von gewaltsamen Aktionen und Blockaden abzuhalten. Der französische Justizminister Darmanin drohte, Eltern könnten für die durch ihre Kinder entstandenen Schäden finanziell herangezogen werden.
Regierung macht Mélenchon-Partei verantwortlich
Die französische Regierung bezichtigte die linkspopulistische Partei "La France Insoumise" mit ihrem Chef Mélenchon, zu den Protesten angestiftet zu haben. Darauf würden Geheimdiensterkenntnisse schließen lassen. Die Partei wies den Vorwurf zurück.
Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
