Den Recherchen zufolge befand sich die Drohne in der Nähe von Frachtmaschinen einer ukrainischen Fluggesellschaft. Eines der Flugzeuge sei mit Munition für die ukrainische Armee beladen gewesen, hieß es. Das Bundesinnenministerium dementierte die Angaben allerdings laut Medienberichten in einer Obleute-Runde des Bundestags.
Die Drohne war in der Nacht auf Mittwoch vom Flughafenpersonal entdeckt worden. Bei einem weiteren Vorfall in der Nähe stieß eine Frachtmaschine mit einem unbekannten Flugobjekt zusammengestoßen und wurde leicht beschädigt. Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein Fracht-Drehkreuz auch für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland.
Wer hinter dem Vorfall steckt, ist noch unklar. Bundesinnenminister Dobrindt sprach von einem "hybriden Anschlagsszenario". Dabei schloss er auch "fremde Mächte" als Drahtzieher nicht aus. Zudem betonte der CSU-Politiker, der sehr ernste sicherheitsrelevante Vorfall zeige eine neue Gefahrenqualität. Dobrindt hatte sich gestern Abend mit den Chefs der deutschen Sicherheitsbehörden zu einer Lagebesprechung getroffen.
Dobrindt lädt Ostsee-Anrainerstaaten und östliche EU-Länder zu Gipfel Ende des Monat
Die Grünen forderten wegen des Vorfalls eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates. Fraktionschefin Dröge sagte der Nachrichtenagentur dpa, das Gremium müsse umgehend über notwendige Konsequenzen beraten.
Bundesinnenminister Dobrindt lud seine Amtskollegen der osteuropäischen EU-Länder und der Ostsee-Anrainerstaaten zu einem Treffen in der Marineschule Mürwik in Flensburg Ende des Monats ein. Dabei soll es laut Angaben des Ministeriums um eine gemeinsame Verteidigungsstrategie gegen unbemannte Flugsysteme gehen.
Wie steht es um die innere Sicherheit und die Drohnenerkennung und -abwehr in Deutschland? Ein Interview mit dem Sicherheitsexperten Nico Lange aus dem Deutschlandfunk-Programm hören Sie
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Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
