Dlf 15.07.2026
03:58 Uhr

Krisenherd - US-Militär greift erneut Ziele im Iran an


Das US-Militär hat mit einer weiteren Angriffswelle auf den Iran begonnen.

Krisenherd - US-Militär greift erneut Ziele im Iran an
Das zuständige Regionalkommando begründete die Attacken wie schon zuletzt erneut mit dem Ziel, den Iran an dessen wiederholten Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und damit auch auf Zivilisten zu hindern. Eine Reaktion aus Teheran lag zunächst nicht vor. Bereits in den vergangenen Nächten hatten die US-Streitkräfte Ziele im Iran angegriffen, darunter etwa Abwehrsysteme, Raketen- und Drohnenstellungen sowie maritime Fähigkeiten. Die Revolutionsgarden reagierten daraufhin stets mit Gegenangriffen auf amerikanische Stützpunkte in anderen Ländern der Region. Ziele waren unter anderem Stellungen in Jordanien, Bahrain und Kuwait. Am späten Abend sollte die US-Armee zudem eine Seeblockade wieder herstellen, durch die iranische Häfen nicht mehr angelaufen werden können.

Neue Drohungen Trumps

Derweil drohte US-Präsident Trump für den Fall des Scheiterns weiterer Verhandlungen mit Teheran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken im Iran in der kommenden Woche. "Nächste Woche wird es für sie richtig schlimm, denn nächste Woche sind die Kraftwerke dran. Nächste Woche sind die Brücken dran", sagte Trump in einem Interview mit dem US-Sender Fox News und fügte hinzu: "Wir werden alle ihre Kraftwerke ausschalten. Wir werden alle ihre Brücken ausschalten, es sei denn, sie setzen sich an den Tisch und verhandeln."
Die USA und der Iran hatten Mitte Juni unter pakistanischer Vermittlung ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das binnen 60 Tagen zu einem finalen Friedensabkommen führen sollte. In der vergangenen Woche aber hatte Trump die ohnehin brüchige Waffenruhe zwischen Washington und Teheran für beendet erklärt, nachdem der Iran wiederholt Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackiert hatte.
Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.