Dlf 06.09.2026
20:29 Uhr

Landtagswahl - Hochrechnung in Sachsen-Anhalt: AfD bei 44 Prozent - CDU halbiert Ergebnis - BSW könnte knapp in den Landtag einziehen


Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine Partei eine Landtagswahl gewonnen, die der Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem einstuft. Die AfD in Sachsen-Anhalt wird der jüngsten Hochrechnung zufolge mit 44,2 Prozent stärkste Kraft - und hat damit ihr Ergebnis aus der letzten Wahl mehr als verdoppelt. Die CDU halbierte in etwa ihre Stimmenzahl und wird derzeit bei 18 Prozent gesehen.

Landtagswahl - Hochrechnung in Sachsen-Anhalt: AfD bei 44 Prozent - CDU halbiert Ergebnis - BSW könnte knapp in den Landtag einziehen
Die Partei Die Linke sowie die SPD liegen in der Hochrechnung bei jeweils 9 Prozent. Die Grünen stehen mit leichten Gewinnen bei 8,6 Prozent und das BSW bei 5,1 Prozent. Nicht mehr im Landtag vertreten ist die an der bisherigen Regierung beteiligte FDP, die auf 2,3 Prozent kommt.
Für die Regierungsbildung bedeutet dies, dass die AfD auf einen Koalitionspartner angewiesen wäre - alle anderen Parteien lehnen ein Bündnis jedoch ab. Der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Siegmund, schloss eine AfD-geführte Minderheitsregierung aus. Die Spitzenkandidatin des BSW, Wittig, deutete an, es gebe "spezifische Projekte", die sich ihre Partei mit der AfD gut vorstellen könne. Mit Blick auf eine Wahl des Ministerpräsidenten sagte sie, sie wolle weder für Siegmund noch für den bisherigen Regierungschef Schulze von der CDU stimmen, sondern für einen überparteilichen Kandidaten.
Rund 1,7 Millionen Menschen waren in Sachsen-Anhalt zur Stimmabgabe aufgerufen. 76,5 Prozent von ihnen machten davon Gebrauch. Bei der letzten Wahl waren es rund 60 Prozent.
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Diese Nachricht wurde am 06.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.