Die Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Özdemir kommt laut infratest dimap auf 31,8 Prozent der Stimmen. Auf die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Hagel entfallen demnach 29,3 Prozent. Bei der Forschungsgruppe Wahlen ist der Abstand etwas knapper: Dort liegen die Grünen mit 31,7 Prozent knapp anderthalb Punkte vor der CDU. Die AfD wird den Hochrechnungen zufolge drittstärkste Kraft - laut infratest dimap mit 17,6 Prozent.
Die SPD kommt noch auf 5,5 Prozent der Stimmen. Bei FDP und Linke ist der Einzug in den Stuttgarter Landtag mit jeweils 4,5 Prozent ungewiss.
+++ Die AfD-Co-Vorsitzende Weidel sieht ihre Partei als Wahlsieger.
"Wir sind sehr zufrieden", sagte sie in der ARD. Es laufe auf eine Verdoppelung des vorherigen Ergebnisses hinaus.
+++ Grünen-Co-Parteichef Banaszak sieht seine Partei durch das Abschneiden in Baden-Württemberg im Aufwind.
"Dieses Ergebnis bringt uns so einen Rückenwind", sagte er in der ARD. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lang sprach von einem "historischen Ergebnis".
+++ Unionsfraktionschef Spahn sieht ein knappes Rennen.
Spahn sagte im ZDF, am Abend könne noch viel passieren. Er betonte, die CDU habe im Vergleich zur Landtagswahl 2021 dazugewonnen. Der Spitzenkandidat der Grünen, Özdemir, habe so stark abgeschnitten, weil er "alles versteckt" habe, was grün sei.
+++ Die Prognose von Forschungsgruppe Wahlen sieht ebenfalls die Grünen vor der CDU.
Demnach kommen die Grünen auf 31,5 Prozent, die CDU auf 30,5 Prozent. Die AfD verdoppelt ihr Ergebnis und erhält 18 Prozent. Die SPD stürzt auf ein historisches Tief und liegt bei 5,5 Prozent. FDP und Linke würden mit 4,5 Prozent den Einzug in den Landtag in Stuttgart verpassen.
+++ Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg liegen laut Prognose von infratest dimap die Grünen vorne.
Die Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Özdemir kommt auf 32 Prozent der Stimmen. Auf die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Hagel entfallen 29 Prozent. Die AfD wird demnach drittstärkste Kraft - mit 17,5 Prozent. Die SPD verzeichnet starke Verluste und kommt noch auf 5,5 Prozent der Stimmen. Auf FDP und Linke entfallen jeweils 4,5 Prozent und auf die Freien Wähler 2,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt laut Prognose bei 71,5 Prozent.
+++ Eine hohe Wahlbeteiligung zeichnet sich ab.
Bis 14 Uhr gaben rund 41,3 Prozent der Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab, wie Landeswahlleiterin Cornelia Nesch in Stuttgart mitteilte. Bei der Landtagswahl 2021 hatte die Wahlbeteiligung der Urnenwähler zum selben Zeitpunkt bei 30,6 Prozent gelegen - allerdings gab es damals wegen der Corona-Pandemie deutlich mehr Briefwähler.
+++ So war das Ergebnis bei der Landtagswahl 2021:
Grüne: 32,6 Prozent, CDU: 24,1 Prozent, SPD: 11 Prozent, FDP: 10,5 Prozent, AfD: 9,7 Prozent, Die Linke: 3,6 Prozent.
+++ Manuel Hagel hat seine Stimme abgegeben.
Auch CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Manuel Hagel hat seine Stimme für die Landtagswahl abgegeben. Der 37-Jährige kam in Begleitung seiner Frau Franziska ins Wahllokal in Ehingen (Alb-Donau-Kreis).
+++ Cem Özdemir hat gewählt.
Der Grünen-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat in einem Wahllokal in Stuttgart seine Stimme abgegeben. Auch der Spitzenkandidat der AfD, Markus Frohnmaier, hat gewählt. Er gab seine Stimme in Weil der Stadt im Kreis Böblingen ab.
+++ Die Wahllokale sind seit 8 Uhr geöffnet.
Die letzten Umfragen und Trends deuten auf ein enges Rennen hin. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU mit Spitzenkandidat Hagel und den Grünen. Sie hatten in den Umfragen zuletzt stark dazugewonnen. Starke Zuwächse werden für die AfD erwartet, während der SPD ein historisch schlechtes Ergebnis droht. FDP und Linke müssen um ihren Einzug in den Landtag zittern.
+++ Es entscheiden rund 7,7 Millionen Menschen über die neuen Kräfteverhältnisse in Stuttgart.
Das vorläufige Endergebnis wird für den späten Abend erwartet. Alle Parteien haben eine Koalition mit der AfD bereits ausgeschlossen.
+++ Die Ära Winfried Kretschmann geht zu Ende.
Der 77-jährige Grüne führte gut 15 Jahre lang die Regierungsgeschäfte – so lange wie kein anderer Regierungschef in Baden-Württemberg. Er war der erste und bisher einzige Ministerpräsident von den Grünen.
+++ Die Spitzenkandidatinnen- und Kandidaten sind:
- Cem Özdemir (Grüne): Der 60-Jährige war von 2008 bis 2018 Bundesvorsitzender der Grünen und von Januar 2021 bis Mai 2025 Bundesagrarminister.
- Manuel Hagel (CDU): Der 37-jährige Landesvorsitzende seiner Partei wäre der jüngste Ministerpräsident seit Bestehen der Bundesrepublik. Der gelernte Bankkaufmann sitzt seit zehn Jahren im Stuttgarter Landtag, zuletzt als Fraktionschef.
- Markus Frohnmaier (AfD): Der 35-Jährige will zwar Ministerpräsident werden, nicht aber in den Landtag. Frohnmaier hat ein Bundestagsmandat und ist dort stellvertretender Fraktionschef. Er war Bundesvorsitzender der inzwischen aufgelösten AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative.
- Andreas Stoch (SPD): Der 56-Jährige ist seit zehn Jahren SPD-Landtagsfraktionschef und seit 2018 auch Landesvorsitzender. In der ersten Legislaturperiode Kretschmanns war er Kultusminister.
- Hans-Ulrich Rülke (FDP): Der 64-Jährige ist seit vielen Jahren Landtagsfraktionschef und mittlerweile auch Landesvorsitzender. Baden-Württemberg ist übrigens das einzige Bundesland, in dem die FDP stets im Landtag vertreten war.
- Amelie Vollmer, Mersedeh Ghazaei und Kim Sophie Bohnen (Die Linke): Auf Listenplatz eins steht Bohnen. Die 26-Jährige stammt aus Schleswig-Holstein. Sie arbeitet seit der vergangenen Bundestagswahl als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Linken-Bundestagsfraktion. Die 23 Jahre alte Vollmer arbeitet als Büroangestellte, seit 2023 ist sie im Landesvorstand der Partei. Die 28-jährige Ghazaei studiert an der Universität Stuttgart.
+++ Baden-Württemberg ist das flächenmäßig drittgrößte deutsche Bundesland mit gut 11 Millionen Einwohnern.
Große Konzerne wie die Autohersteller Daimler und Porsche, der Fahrzeugzulieferer Bosch oder der Softwarekonzern SAP haben ihre Zentralen in Baden-Württemberg. Es gilt auch als Land des Mittelstands. Die starke Abhängigkeit der Wirtschaft vom Export und die kriselnde Autoindustrie hatten Einfluss auf die Themensetzung im Wahlkampf. Das Thema Wirtschaft wurde von den Wahlberechtigten als das wichtigste Thema genannt.
Die ersten Hochrechnungen, Reaktionen aus Landes- und Bundespolitik, Analysen und Interviews sowie Reaktionen aus den Parteizentralen: Der Deutschlandfunk informiert Sie in einer Sondersendung am Wahlabend von 17.55 bis 20 Uhr, von 21.05 bis 21.15 Uhr und von 22.05 bis 22.15 Uhr. In unserer Nachrichten-App halten wir Sie zudem in unserem Newsblog auf dem Laufenden.
Diese Nachricht wurde am 08.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
