FAZ 10.08.2026
08:08 Uhr

(+) Ackern auf Insta: „Denkt doch mal am Sonntag an uns, wenn ihr herzhaft in eure Brötchen beißt“


Agrarinfluencerinnen machen Landwirtschaft verständlich für jedermann – und ernten damit Hunderttausende Follower. Was macht sie so erfolgreich?

(+) Ackern auf Insta: „Denkt doch mal am Sonntag an uns, wenn ihr herzhaft in eure Brötchen beißt“

Aus der Tür des rot geklinkerten Bauernhauses purzeln Wilma und Asta. Die Dackeldamen springen aufgeregt herum. Marie Hoffmann zieht sich Gummistiefel an. Den Hof, zu dem eine Scheune, ein Stall und zwölf Walliser Schwarznasenschafe gehören, hat Hoffmann im vergangenen Jahr gekauft. Bilderbuchlandleben, umgeben von wogenden Feldern und langen Alleen. Irgendwann einmal soll das Anwesen ein tragender landwirtschaftlicher Betrieb werden. Bis dahin arbeitet seine Besitzerin vor allem als Agrarinfluencerin. Über sieben Plattformen hinweg folgen ihr fast zwei Millionen Personen, allein auf Instagram sind es rund 950.000.

Einen Vergewaltigungs-Prozess in dieser Dimension hat selbst das Landgericht Berlin noch nicht erlebt: Der Elektriker Frank S. könnte Dutzende Frauen sediert, missbraucht und gefilmt haben. 22 Taten gibt er zu.

Frauen menstruieren im Schnitt mehr als 400 Mal in ihrem Leben. Ein Forschungsprojekt will dieses Blut nutzen, um Hinweise auf Krankheiten zu erkennen – zum Beispiel Endometriose. Das Interesse ist enorm.

Leonora Messing war 15, als sie ihr Heimatdorf im Harz verließ, um sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen. Ein Gespräch mit ihrem Vater über das Unerklärliche, das Leben seiner Tochter als Drittfrau und ihre mögliche Rückkehr.

Redakteurin im Ressort „Technik und Motor“.

Schlagworte: