FAZ 19.09.2026
21:38 Uhr

(+) Biennale in Lyon: Was kann die Kunst in „solchen Zeiten“?


Die 18. Ausgabe der Lyon-Biennale trägt den Titel „To pass from one dream to another“. Was nach Eskapismus klingt, ist genau das Gegenteil: Es geht um die aktuellen Fragen unserer Gegenwart und Zukunft.

(+) Biennale in Lyon: Was kann die Kunst in „solchen Zeiten“?

Eigentlich wird die Frage sowieso ziemlich oft gestellt, in letzter Zeit kommt es einem aber so vor, als wäre sie noch präsenter und noch ein bisschen lauter geworden: Was kann die Kunst eigentlich in „solchen Zeiten“ noch? Die Antworten sind normalerweise eher allgemein. Die Kunst sei die höchste Form der Hoffnung, so Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie in Berlin, der nicht müde wird, Gerhard Richter zu zitieren. Kunst sei dazu da, Denkräume offen zu halten, sagen andere. Ein Ausdruck von Freiheit.

Wie wurde Renaud Camus von einer Galionsfigur der französischen Schwulenszene zum Spiritus Rector rechtsextremer Bewegungen überall auf der Welt? Ein Blick in seine Tagebücher, Briefe und Mails gibt Antworten.

Claudia Kampmann widmet sich Adolf von Harnacks Einfluss auf die theologische Berufungspolitik im wilhelminischen Kaiserreich. Die begriffsscharfe Untersuchung bietet auch Neues zur preußischen Schulgeschichte.

An diesem Wochenende beginnt das Oktoberfest in München. Ein Glück, dass man bei Stefanie Sargnagel jetzt schon nachlesen kann, wie es wird. Ein Spaziergang in die abgrundtiefe Wirklichkeit der Wiesn.

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