FAZ 20.03.2026
14:43 Uhr

(+) Brutalismus in den Alpen: Masterplan für den Schnee


Brutalistische Architektur in französischen Skiorten Val Thorens und Les Menuires ist nachhaltig.

(+) Brutalismus in den Alpen: Masterplan für den Schnee

Die Sonne brennt. Man könnte Schirme aufstellen, aber sie würden die Sicht versperren: auf die Schneesportler, die direkt vor den Loungemöbeln die Piste La Val Tho hinabschwingen, auf die tief verschneiten Hänge im Talschluss des Vallée de Belleville, auf die Gipfel der umliegenden Dreitausender, das darüber flirrende Zentralgestirn und den kobaltblauen Himmel. Stattdessen hält man auf der Terrasse des Hotels Altapura Strohhüte für all jene Gäste bereit, die ihre Drinks weder unter dem Skihelm schwitzend noch barhäuptig einen Sonnenstich riskierend genießen wollen. Es ist ein äußerst angenehmer Service, den in den Gründungstagen des französischen Wintersportorts Val Thorens wohl niemand auf dem Schirm hatte.

Die nordische Welt erleben, solange die Winter noch kalt sind: Wer auf dem Schiff zwischen Lyngenfjord und den Lofoten unterwegs ist, um Polarlichter zu sehen, sollte nicht nur wegen der Fotos eine Kamera dabeihaben.

Das Seefelder Plateau zwischen Karwendel und Wetterstein gilt als Hochburg des nordischen Skisports in Österreich. Doch eine längere Tradition hat hier das Winterwandern, und das ist jetzt beliebter denn je.

St. Moritz ist ein Refugium der Reichen. Hinter der schillernden Fassade verbirgt sich jedoch mehr, als die Dichte an Pelzmänteln, schnellen Autos und Luxushotels vermuten lässt. Die Serie „Superlative der Alpen“.

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