FAZ 08.05.2026
10:39 Uhr

(+) Im Sog von Social Media: Öfter offline sein – aber die Versuchung bleibt groß


Kriegsbilder neben Thailand-Urlaub, Matcha Latte neben Vergewaltigungsrecherchen: Social Media tut mir nicht gut, aber fesselt mich  stundenlang. Ist der einzige Ausweg, die Apps vom Handy zu löschen?

(+) Im Sog von Social Media: Öfter offline sein – aber die Versuchung bleibt groß

Zweieinhalb Stunden. Das ist mein Ziel. Nicht für den nächsten Halbmarathon, sondern für meine tägliche Bildschirmzeit am Handy. Wie beim Sport oder Lernen versuche ich mir ein konkretes Ziel zu setzen, um es sukzessive zu erreichen. Doch jeden Montag ploppt die ernüchternde Bilanz auf: „Deine durchschnittliche Bildschirmzeit vergangene Woche lag bei vier Stunden und fünfzehn Minuten am Tag.“ Wenn’s gut läuft, sind es auch mal dreieinhalb Stunden. Ein Großteil der Zeit fällt auf soziale Medien.

Kann sein, dass Kinder vor Social Media geschützt werden müssen. Aber was machen wir mit all den Alten, die nicht mal imstande sind, ein KI-Video zu erkennen?

Die sozialen Medien haben das vergangene Vierteljahrhundert geprägt wie keine andere Innovation. Doch ihre Bedeutung wächst nicht mehr.

Zugeben, weniger zu wissen, Offenheit vorleben, nicht ständig präsent sein:  Drei Führungskräfte sprechen darüber, wie sie versuchen, sich vorbildlich zu verhalten – und welche Hürden sie dabei bewältigen müssen.

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