FAZ 07.09.2026
14:36 Uhr

(+) Kolumne „Hanks Welt“: Warum ist es so schwer, reich zu werden?


In Amerika gibt es wieder eine Elite schwerreicher Männer. Als Milliardäre werden sie bewundert, beneidet, angefeindet. Für alle anderen wird der Weg nach oben immer länger.

(+) Kolumne „Hanks Welt“: Warum ist es so schwer, reich zu werden?

Milliardäre stehen im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Sie werden bewundert, beneidet, angefeindet. Das ist nicht neu. „Robber Barons“, Raubritter, nannte man im späten 19. Jahrhundert John D. Rockefeller (Standard Oil), Andrew Carnegie (Stahl) oder Cornelius Vanderbilt (Eisenbahnen). Alles Männer, die durch die Industrialisierung zu damals unvorstellbarem Reichtum gekommen waren. Und die der Gesellschaft viel zurückgegeben haben – auch aus Dankbarkeit für ihr Lebensglück: Universitäten, medizinische Stiftungen, Museen und Konzerthallen. Die Zeit der US-Oligarchen war auch die Zeit der Philanthropen. Sie waren Raubritter und Gutmenschen zugleich.

Wir erleben einen epochalen Umbruch. Der Übergang in die KI-Ära wird zu den unruhigsten Phasen der Menschheitsgeschichte gehören. Bislang bereiten wir uns nicht ausreichend darauf vor. Was uns droht – und was zu tun ist.

Was geschieht, wenn KI-gesteuerte Agenten die amerikanische Notenbank besser verstehen als diese die KI? Und niemand mehr weiß, warum sich Kurse bewegen?

Seit die Labour-Regierung 20 Prozent Mehrwertsteuer von Privatschulen erhebt, haben diese schon 30.000 Schüler verloren. Mehr als 100 Schulen mussten schließen. Auch einige Internate wackeln.

Freier Autor in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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