FAZ 22.07.2026
13:23 Uhr

(+) „Oranjegefühl“ in den Niederlanden: Sind einheimische Chefs besser für Großkonzerne?


Niederländische Großkonzerne werden zunehmend von Ausländern geführt – bald auch der Bierbrauer Heineken und der Einzelhandelskonzern Ahold Delhaize. Die Debatte keimt auf: Schwindet das „Oranjegefühl“?

(+) „Oranjegefühl“ in den Niederlanden: Sind einheimische Chefs besser für Großkonzerne?

Der Fernsehzuschauer kann dem Reklamefilm kaum entkommen, so häufig wie er neuerdings über den Bildschirm flimmert. Der Onlinelieferant Bol hat in den Niederlanden eine Kampagne lanciert. Er wirbt außer auf dem Bildschirm auch im Radio und auf Plakaten – und sogar auf einer der großen Flussfähren in Amsterdam. Bol ist das niederländische Pendant von Amazon, sein Maskottchen Billie mit dem großen blauen Kugelkopf wirbt um die Sympathie der Kunden. Der virtuelle Laden versucht in der Kampagne seinen Namen sogar als Verb in der Sprache zu etablieren: „bollen“, also „bei Bol einkaufen“, so wie Nutzer am Computer „googeln“, wenn sie Informationen im Internet suchen.

Am 31. Juli endet die Abgabefrist für die Steuererklärung. Inzwischen können Millionen Steuerpflichtige die vorausgefüllte Erklärung per App an das Finanzamt schicken. Doch wer sie ungeprüft abschickt, verschenkt möglicherweise Steuervorteile.

Oft unterstützen Eltern eines der Kinder beim Kauf einer Immobilie. Beim anderen Kind soll das dann auf das Erbe angerechnet werden. Das ist in manchen Fällen nicht so einfach.

Unsere Rechtsordnung verdammt die Leihmutterschaft im Inland – und schaut weg, wenn Paare dafür ins Ausland fahren. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, wäre eine ehrliche Debatte nötig.

Redakteur in der Wirtschaft.

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