FAZ 24.09.2026
08:58 Uhr

(+) Trump empfängt Xi: Rotes Telefon 2.0


Xi und Trump müssen bei ihrem Treffen viele Konfliktthemen besprechen – eines davon der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Wettbewerb, sondern auch um Rüstungskontrolle.

(+) Trump empfängt Xi: Rotes Telefon 2.0

Der Auftakt zum Treffen von Chinas Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in den USA war so pompös wie erwartet: Der rote Teppich wurde ausgerollt, persönliche Begrüßung durch den US-Präsidenten und seine Frau, Kinder überreichten Blumen und die Nationalhymne wurde von Bombern begleitet, die über die Zeremonie flogen. Auch die Volksrepublik hatte vorher eine kleine Charmeoffensive gespielt und ein Video in sozialen Netzwerken veröffentlicht, in dem das Außenministerium die Fortschritte im Verhältnis zwischen den beiden Staaten lobte. Man will gut gestimmt in ein Treffen gehen, bei dem viele Konflikte auf dem Tisch liegen. Die Entscheidung in einem dieser Punkte – die US-Zusatzzölle auf chinesische Produkte – wurde zumindest um weitere zwei Monate geschoben.

Bei der Künstlichen Intelligenz geht es auf lange Sicht darum, wer die Innovationen der Welt vorantreibt. Hier habe Europa dank seiner wissenschaftlichen Exzellenz noch gute Chancen, meint ein früherer Botschafter.

China und die EU drehen weiter an der handelspolitischen Eskalationsschraube. Überrollt von der Exportwelle der Volksrepublik suchen die Europäer nach Antworten. Bei nächtlichen Beratungen auf dem EU-Gipfel ging es darum, ob künftig eine härtere Linie nötig ist.

Zukunftstechnologien erfordern immer mehr kritische Rohstoffe. Die aber liegen in den Händen weniger Länder. In Zeiten der geoökonomischen Machtpolitik achten diese mehr und mehr darauf, ihre Vorkommen für sich selber zu nutzen und als Druckmittel einzusetzen.

Redakteurin in der Wirtschaft.

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