Überkapazitäten und Personalabbau, schwindende Marktanteile und ein scheinbar endloser Stau bei der Softwareentwicklung. Im Volkswagenkonzern existieren zurzeit viele Baustellen, keine davon bereitet dem Vorstand gute Laune. Doch auf die hier schauen sie mit einer gewissen Vorfreude: In Blythewood stampfen sie gerade eine Fabrik aus dem Boden, in der ein altes Modell bei einer neuen Marke seine neue Heimat findet und VW in den USA wieder zu einer festen Größe machen soll. Scout, von 1960 bis 1980 vom Landmaschinenhersteller International Harvester als Urvater des SUV gebaut und über Navistar in die Markenschatulle der Wolfsburger gerutscht, wird zur jüngsten Marke im Konzern. Die soll mit dem Leiterrahmen-Geländewagen Traveler und dem baugleichen Pick-up Terra aus South Carolina den US-Markt endlich dort angreifen, wo Detroit mit F-150, Silverado und Ram 1500 nach wie vor die größten Geschäfte macht.
