FAZ 24.09.2026
06:50 Uhr

(+) globale energiekrise: Südamerika auf dem Weg zur Erdölmacht


Wegen des Irankriegs spekulieren einige südamerikanische Länder darauf, sich als Öl- und Gaslieferanten zu positionieren. Langfristig könnten sie eine Alternative zu den traditionellen OPEC-Staaten werden.

(+) globale energiekrise: Südamerika auf dem Weg zur Erdölmacht

Die guten Nachrichten für den halbstaatlichen brasilianischen Erdölkonzern Petrobras reißen nicht ab: Erst kürzlich autorisierte das brasilianische Umweltinstitut Ibama drei weitere Explorationsbohrungen im Amazonas-Mündungsbecken. Damit ist das von Klimaschützern scharf kritisierte Vorhaben der Regierung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva nicht mehr aufzuhalten. „Wir lieben Brasilien, wir lieben Petrobras, wir wollen gut leben, gut arbeiten und gut studieren. Das funktioniert nur mit wirtschaftlichem Wachstum“, hatte Lula da Silva im Mai das Projekt gerechtfertigt.

Bei der Künstlichen Intelligenz geht es auf lange Sicht darum, wer die Innovationen der Welt vorantreibt. Hier habe Europa dank seiner wissenschaftlichen Exzellenz noch gute Chancen, meint ein früherer Botschafter.

China und die EU drehen weiter an der handelspolitischen Eskalationsschraube. Überrollt von der Exportwelle der Volksrepublik suchen die Europäer nach Antworten. Bei nächtlichen Beratungen auf dem EU-Gipfel ging es darum, ob künftig eine härtere Linie nötig ist.

Zukunftstechnologien erfordern immer mehr kritische Rohstoffe. Die aber liegen in den Händen weniger Länder. In Zeiten der geoökonomischen Machtpolitik achten diese mehr und mehr darauf, ihre Vorkommen für sich selber zu nutzen und als Druckmittel einzusetzen.

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