Wenn es einen Preis geben würde für die heiterste Museumslandschaft der Welt, dann hätte die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel gute Chancen: Man wandert an kleinstädtischen alten Schweizer Häusern vorbei und in einen öffentlichen Park, sieht die Ausläufer des Schwarzwaldes und die spätsommerlich besonnten Weinberge und schreitet hinunter zu einem in die geschwungene Topographie eingebetteten Meisterwerk des Museumsbaus, das hinter einem Seerosenteich auftaucht: Vor fast drei Jahrzehnten hat Renzo Piano hier für die Kollektion des Kunsthändler- und Sammlerpaares Ernst und Hildy Beyeler ein Gebäude errichtet, das gleichzeitig etwas Tempelhaft-Erhabenes, aber auch Zurückgenommen-Heiteres hat. Aus den von Oberlicht erhellten Räumen des Baus, der an einen vergrößerten kaliforischen Mid-Century-Bungalow erinnert, hat man einen Blick in die Natur, aber nirgendwo fallen Schlaglichter auf die Kunstwerke, dafür sorgt der weite Dachüberstand.
