Der wegen Planung eines Terroranschlags verurteilte ehemalige Bundeswehrsoldat Franco A. steht noch einmal vor Gericht. Vor dem Landgericht Darmstadt muss der 37 Jahre alte Mann sich wegen Widerstands gegen Polizisten in einem besonders schweren Fall verantworten. Diesen hat er der Anklage zufolge bei seiner Festnahme im Jahr 2022 geleistet. Zwei Beamten wollten ihn den Ermittlungen zufolge an einer S-Bahn-Station in Offenbach kontrollieren. Der Angeklagte habe die Durchsuchung seiner Tasche verweigert und sei geflohen. Die Polizisten hätten ihn eingeholt und zu Boden gebracht, der Verdächtige habe sich gewehrt und zu einer Stichwaffe gegriffen. Erst als zwei weitere Streifen hinzugekommen seien, sei der Mann überwältigt worden. Der Prozess soll im Juni beginnen, angesetzt sind drei Verhandlungstage. Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte den damaligen Oberleutnant Franco A. 2022 wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat schuldig gesprochen und eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verhängt. Dem Urteil zufolge hatte er gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffen- und das Sprengstoffgesetz verstoßen sowie Unterschlagung und Betrug begangen. Nach Überzeugung der Richter plante er ab 2016 aus einer nationalistischen, rassistischen, antisemitischen und demokratiefeindlichen Gesinnung heraus einen Anschlag. Von Ende 2015 an gab er sich dem Urteil zufolge in einer zweiten Identität als syrischer Flüchtling aus. Der Bundesgerichtshof hatte 2023 eine Revision des Angeklagten abgewiesen, damit wurde das Urteil des Oberlandesgerichts rechtskräftig.
