Palantir ist ebenso erfolgreich wie umstritten. Das amerikanische Unternehmen ist auf Software zur Analyse großer Datenmengen spezialisiert. Es wurde 2003 gegründet, und sein wichtigster Kunde ist die amerikanische Regierung. Die Geschäfte laufen derzeit glänzend, der Aktienkurs hat sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Palantir wird oft vorgeworfen, sich mit seiner Software zum Werkzeug für staatliche Überwachung oder auch die Abschiebung von Einwanderern zu machen. Dieses Misstrauen hat auch in Deutschland eine Debatte darüber befeuert, ob hiesige Polizeibehörden die Software einsetzen sollten. Oft wird Palantir vor allem mit dem deutschstämmigen Investor Peter Thiel in Verbindung gebracht. Er hat das Unternehmen mitgegründet und steht bis heute an der Spitze des Verwaltungsrats. Aber Vorstandschef und damit verantwortlich für das Tagesgeschäft ist Alex Karp. Der amerikanische Journalist Michael Steinberger hat jetzt ein Buch über Karp mit dem Titel „Der Unsichtbare“ herausgebracht.
