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21.09.2026
14:22 Uhr
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Entscheidung zu Neubaustrecke Hannover-Hamburg verschoben +++ Skoda setzt auf Interims-Chef +++ Berentzen wird amerikanisch +++ Autobauer melden ungewöhnlich schwaches erstes Halbjahr +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog

Irische Behörde verhängt Strafe von 400 Millionen Euro gegen GoogleDas US-Unternehmen Google soll in der EU eine weitere Millionenstrafe wegen Datenschutzverstößen zahlen. Die irische Datenschutzbehörde (DPC) verhängte am Montag ein Bußgeld in Höhe von 403 Millionen Euro, weil Google zwischen Mai 2018 und Februar 2020 mit der Nutzung von Standortdaten seiner Nutzer gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung verstoßen habe. Google hat seinen EU-Sitz in Irland, weshalb die DPC für die Durchsetzung von EU-Recht gegenüber dem US-Unternehmen zuständig ist. Der stellvertretende Leiter der DPC, Graham Doyle, erklärte, dass Nutzern von Google-Diensten „möglicherweise nicht bewusst war, dass ihr Standort beispielsweise dazu genutzt wurde, sie durch Werbung zu beeinflussen oder Rückschlüsse auf ihre Interessen zu ziehen“. Verschärft worden seien diese Datenschutzverstöße dadurch, dass Google die Standortdaten „länger als nötig“ gespeichert habe.„In diesem Fall geht es um alte Richtlinien, die inzwischen aktualisiert wurden“, erklärte ein Sprecher von Google. „Seit 2019 haben wir unsere Vorgehensweisen erheblich weiterentwickelt und leistungsstarke Tools eingeführt, die die Verwaltung von Standortdaten vereinfachen.“ Die Geldstrafe ist die bislang vierthöchste der von der DPC verhängten Bußgelder gegen Google.
Entscheidung zu Neubaustrecke Hannover-Hamburg verschobenDie schwarz-rote Koalition verschiebt eine Entscheidung über eine Bahn-Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover. Union und SPD beantragten dies entsprechend, wie es in Koalitionskreisen hieß. Auch der NDR berichtete darüber.Geplant war, dass sich der Verkehrsausschuss an diesem Mittwoch mit der Neubaustrecke befasst und am Donnerstag der Bundestag. Die zuständigen Verkehrspolitiker der schwarz-roten Koalition im Bundestag hatten sich in einem Entwurf für eine Beschlussvorlage für einen Neubau statt eines Ausbaus ausgesprochen. Zugleich hieß es in der vergangenen Woche aus der Koalition, an dem Entwurf werde noch gearbeitet. Die Befassung im Bundestag gilt als ein wichtiger Schritt für eine Neubaustrecke, die in Niedersachsen umstritten ist.
Skoda setzt auf Interims-Chef Nach dem Abgang des Vorstandsvorsitzenden Klaus Zellmer wird die tschechische Automarke Škoda vorübergehend von einem kommissarischen Chef geführt. Wie aus informierten Kreisen verlautete, leitete der Finanzchef der Marke, Holger Peters, schon am Montag die Vorstandssitzung am Stammsitz in Mladá Boleslav. Das berichtet unser Korrespondent Christian Müßgens. Peters soll nun an der Spitze bleiben, bis Škoda und der Mutterkonzern Volkswagen einen neuen, dauerhaften Vorstandsvorsitzenden gefunden haben. Wann das passiert, war am Montagnachmittag zunächst offen. Die Ankündigung, dass Zellmer geht, soll auch intern recht überraschend gekommen sein, so dass die Nachfolge nicht direkt geklärt war.Wie am Sonntag bekanntgeworden war, wechselt der 59 Jahre alte VW-Manager Zellmer als Vorstandsvorsitzender zum Konkurrenten Volvo, wo er Håkan Samuelsson ablösen soll. Der Schritt sei spätestens für Oktober 2027 geplant, hieß es von Volvo. Wegen der Schutzklauseln, die für solche ranghohen Wechsel innerhalb der Branche greifen, war aber wohl unmittelbar klar, dass Zellmer nicht länger an der Spitze von Škoda stehen kann. Die tschechische Marke gehört innerhalb des VW-Konzerns im Moment zu den wenigen Erfolgsgeschichten und lag mit einer Rendite von gut acht Prozent zuletzt sogar vor den einstigen Gewinnbringern Porsche und Audi.Entsprechend positiv waren die Worte, die Škoda und VW ihrem scheidenden Manager am Montag mit auf den Weg gaben: Zellmer habe die Marke „durch eine Phase tiefgreifender Transformation, Internationalisierung und profitablen Wachstums“ geführt, hieß es. Unter seiner Führung habe das Unternehmen „Rekordergebnisse bei Absatz, Umsatz und Profitabilität“ erzielt. Zellmer war vor vier Jahren an die Spitze der tschechischen Marke gekommen und zwischenzeitlich schon für weitere Aufgaben im VW-Konzern gehandelt worden, etwa für die Führung von Porsche, die dann aber an einen anderen Manager ging.
Grünenthal kauft Krebsmedikament Stivarga von BayerDer Aachener Arzneimittelhersteller Grünenthal übernimmt für bis zu 375 Millionen Euro das Krebsmedikament Stivarga von Bayer. Das Geschäft soll nach Zustimmung der Behörden Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das Mittel wird in Tablettenform gegen bestimmte fortgeschrittene Krebserkrankungen wie Darm- und Leberkrebs eingesetzt und ist in mehr als 90 Ländern zugelassen.Für Bayer war der Umsatz mit Stivarga zuletzt rückläufig. Im Jahr 2025 sanken die Erlöse mit dem Medikament um 27 Prozent auf 338 Millionen Euro. Das lag vor allem an deutlichen Rückgängen in China, wo staatliche Großeinkäufe für einen hohen Preisdruck sorgen. Der Patentschutz für das Mittel läuft voraussichtlich 2029 in der Europäischen Union und 2030 in den USA aus. Grünenthal rechnet damit, dass Stivarga 2027 bis zu 100 Millionen Euro zum operativen Gewinn (Ebitda) beisteuern wird.
Kühne+Nagel winkt durch Amazon-Deal Milliardenumsatz Der Schweizer Logistikkonzern Kühne+Nagel (K+N) baut seine Zusammenarbeit mit dem US-Technologiekonzern Amazon aus. Die langfristige Vereinbarung umfasse auch die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS), teilte Kühne+Nagel am Montag mit. Dabei geht es um Logistikdienstleistungen für die AWS-Infrastruktur, vom Bau und der Inbetriebnahme der Anlagen bis hin zur Wartung und Modernisierung.Die Vereinbarung hat einer mit der Angelegenheit vertrauten Person zufolge das Potenzial, das jährliche Geschäftsvolumen zwischen den beiden Unternehmen auf mehrere Milliarden Dollar zu steigern. Gegenwärtig liege der Umsatz von K+N mit Amazon in einem höheren dreistelligen Millionen-Dollar-Bereich, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Ein großer Teil des zusätzlichen Geschäfts dürfte demnach auf Komponenten für die KI-Infrastruktur entfallen, die aus Asien in andere Regionen der Welt geliefert werden. Kühne+Nagel erwirtschaftete 2025 einen Nettoumsatz von 24,5 Milliarden Franken. Die Kooperation wird der Mitteilung zufolge durch eine finanzielle Vereinbarung untermauert. Demnach erhält Amazon eine Kaufoption auf K+N-Aktien. Falls K+N innerhalb von sieben Jahren gewisse Meilensteine erreicht, kann Amazon dem Insider zufolge K+N-Aktien zum gegenwärtigen Kurs erwerben. Amazon habe also ein Interesse, K+N hohe Aufträge zu erteilen. Kühne+Nagel trage dabei kein Risiko. Die K+N-Aktien aus dem Eigenbestand seien mithilfe eines Finanzdienstleisters bereits abgesichert worden.
Berentzen wird amerikanischDer traditionsreiche niedersächsische Spirituosen-Hersteller Berentzen steht vor dem Verkauf in die USA. Das in Deutschland vor allem für den Whisky-Likör „Southern Comfort“ bekannte Familienunternehmen Sazerac bietet 53,3 Millionen Euro für das Unternehmen aus Haselünne im Emsland, wie beide Parteien am Montag mitteilten. Die US-Amerikaner, die mehr als 500 Alkohol-Marken ihr Eigen nennen, wollen mit Berentzen den Zugang zum europäischen Markt erschließen und könnten die Abfüllanlagen von Berentzen nutzen. „Wir sind zuversichtlich, dass der geplante Zusammenschluss uns in die Lage versetzt, Spirituosenprodukte für ganz Europa und darüber hinaus mit größerer Flexibilität und Schnelligkeit herzustellen und zu vertreiben – sowohl von Marken der Berentzen-Gruppe und Sazerac als auch von Handelsmarkenkonzepten“, sagte Sazerac-Chef Jake Wenz.Berentzen leidet unter der rückläufigen Nachfrage nach alkoholischen Getränken. Spirituosen wie der namensgebende Apfelkorn, Puschkin-Wodka oder Bommerlunder machten vergangenes Jahr nur noch knapp zwei Drittel des Konzernumsatzes von 163 Millionen Euro aus. Der Rest entfällt auf Mineralwasser, Saft und Limonade. Mit 2,4 Millionen Euro schaffte Berentzen 2025 die Rückkehr in die Gewinnzone.Der Berentzen-Vorstand stellte sich hinter die Pläne. Es gehe darum, eine „führende Spirituosenplattform in Europa“ zu schaffen. Bei Innovationen, im Vertrieb und bei der Internationalisierung könne Sazerac als kapitalstarker Partner einen entscheidenden Unterschied machen, erklärten die Vorstände Oliver Schwegmann und Ralf Brühöfner. Die Übernahme sei eine große Chance. Bedingung ist allerdings, dass Sazerac mehr als 50 Prozent der Anteile übernehmen kann. Berentzen soll danach von der Börse genommen werden. Die Berentzen-Aktien sind fast vollständig im Streubesitz. Die Offerte liegt mit 5,55 Euro je Aktie um fast zwei Drittel über dem Berentzen-Kurs, bevor in der vergangenen Woche die ersten Spekulationen über ein solches Angebot aufgekommen waren.Sazerac wurde 1850 in New Orleans gegründet und hat seinen Firmensitz in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Familienunternehmen einen Umsatz von sechs Milliarden Dollar. Anfang des Jahres hatte Sazerac ein 15 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot für den börsennotierten Rivalen Brown-Forman („Jack Daniels\") gemacht, war damit aber abgeblitzt. Mehr Erfolg hatte Sazerac vor einer Woche in Großbritannien: Dort kauften die Amerikaner die Wodka-Marke „Au Vodka“, Insidern zufolge für mehr als 300 Millionen Pfund (350 Millionen Euro).
Deutsche Autobauer fallen bei Umsatz und Gewinn zurückDie deutschen Autohersteller haben einer Studie von EY zufolge im ersten Halbjahr weiter an Boden verloren. BMW, Mercedes und Volkswagen kommen zwar zusammen noch auf Erlöse von gut 284 Milliarden Euro und damit auf 1,5 Milliarden Euro mehr als die zweitplatzierten japanischen Hersteller, wie aus der Erhebung der Beratungsgesellschaft EY hervorgeht, die am Sonntag veröffentlicht wurde. Das sind aber 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr und sogar sieben Prozent weniger als im Rekordjahr 2023. Amerikanische, japanische, chinesische und südkoreanische Hersteller erzielten der Erhebung zufolge dagegen jeweils Umsatzrekorde für ein erstes Halbjahr.Beim Gewinn fahren die deutschen Hersteller der Konkurrenz hinterher. Die drei Unternehmen erwirtschafteten zusammen einen Gewinn von gut 13 Milliarden Euro, das ist der zweitniedrigste Wert seit 2017. Lediglich im ersten Pandemiejahr 2020 sei der Gewinn in einem ersten Halbjahr noch niedriger ausgefallen. Insgesamt kamen die 19 größten Autobauer der Welt zusammen auf einen Gewinn von 43,7 Milliarden Euro, das ist nur der siebthöchste Wert im Untersuchungszeitraum. Weniger war es jeweils im ersten Halbjahr 2019, 2020 und 2025.
Trump plant „KI-Zaren“ und lehnt KI-Warnungen ab US-Präsident Donald Trump hat sich abermals ablehnend zu Sicherheitswarnungen wegen der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) geäußert. Kritiker der Technologie wollten „die Dezimierung oder Zerstörung von KI“, schrieb Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. „Ich, als Präsident der Vereinigten Staaten, werde nicht untätig danebenstehen und das zulassen.“Seine Regierung werde „das Wachstum dieser unglaublichen Industrie in keinster Weise behindern oder drosseln“. Stattdessen werde sie diese „hegen, ihr helfen und auf sie aufpassen, während sie wächst!“, schrieb der US-Präsident weiter. Zugleich kündigte Trump die Schaffung einer „AI Force“ an, ohne jedoch Angaben zu deren Aufgaben zu machen. „Sehr bald“ werde er zudem die Nominierung eines KI-Koordinators beziehungsweise „KI-Zaren“ verkünden. Auf Missbrauch werde man achten; dieser lasse sich nach Trumps Darstellung sehr leicht mit dem bestehenden Straf- und Zivilrecht regeln. Das Präsidialamt nahm zu den Plänen zunächst nicht Stellung.Anfang der Woche hatte Trump erklärt, es gebe eine „kranke Verschwörung“ gegen KI und Rechenzentren. Dabei wies er Forderungen nach neuen bundesweiten KI-Regeln zurück und betonte, die USA bräuchten für die Regulierung der Technologie lediglich einen starken Präsidenten. Zudem wollen US-Vertreter das Thema KI bei einem Treffen Trumps mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in der kommenden Woche ansprechen. Washington und Peking betrachten Fortschritte bei der KI als entscheidend für ihre wirtschaftliche und militärische Wettbewerbsfähigkeit. Sie sind sich jedoch uneins über den Zugang zu hochmodernen Chips, Vorwürfe des Technologiediebstahls und die Regulierung der Branche.
KI-Fehler hätte laut CNN-Bericht fast zu US-Militäreinsatz gegen chinesisches Schiff geführtEin mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellter, fehlerhafter US-Geheimdienstbericht hätte laut einem Medienbericht fast dazu geführt, dass inmitten des Iran-Kriegs das US-Militär ein chinesisches Schiff gestürmt hätte. Der Sender CNN zitierte am Freitag mit dem Vorfall vertraute Kreise, wonach die Geheimdienstinformationen über eine angebliche Ladung des Schiffes mit Komponenten für Atomwaffen „komplett falsch“ gewesen seien, aber im Frühjahr „fast einen Krieg verursacht“ hätten, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet.Dem CNN-Bericht zufolge hatten sich US-Soldaten bereits darauf vorbereitet, das Schiff zu entern. Aus einigen Kreisen hieß es, Flugzeuge der Luftwaffe seien bereits in der Luft gewesen. Der Einsatz im Mittleren Osten wurde demnach abgebrochen, nachdem Beamte herausgefunden hatten, dass ein von einem Analysten genutzter KI-Chatbot die Ladung des Schiffes falsch identifiziert habe.
Open AI-Chef Altman spricht vor UN-Sicherheitsrat über KI-RisikenSam Altman, der das amerikanische KI-Unternehmen Open AI führt, wird in der kommenden Woche vor dem UN-Sicherheitsrat in New York sprechen. Während der für Mittwoch angesetzten Sitzung am Rande der UN-Vollversammlung soll es um Künstliche Intelligenz (KI) und internationale Sicherheit gehen. Altman werde persönlich an der öffentlichen Sitzung teilnehmen, sagte ein Sprecher von Open AI gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.In seinen Äußerungen werde er sich voraussichtlich auf die Notwendigkeit internationaler Koordination und gemeinsamer Sicherheitsstandards konzentrieren. Geleitet wird das Treffen vom französischen Außenminister Jean-Noël Barrot, da Frankreich im September den Vorsitz des 15-köpfigen Gremiums innehat.
Googles KI Gemini hackte ebenfalls andere UnternehmenAuch Googles KI-Software Gemini hat sich bei Tests ihrer Cybersicherheitsfähigkeiten in Computersysteme anderer Unternehmen gehackt. Der Internet-Riese ist der vierte Entwickler Künstlicher Intelligenz (KI), dessen Programme mit einem solchen Verhalten auffielen, nach OpenAI, Anthropic und dem Facebook-Konzern Meta. Google machte die schon Monate zurückliegenden Vorfälle erst nach einer Nachfrage der Zeitung „Wall Street Journal“ öffentlich.
On steigt mit Kylian Mbappé ins Fußballgeschäft ein Der Schweizer Sportartikelhersteller On, der bisher vor allem für seine Laufschuhe bekannt ist, nimmt Anlauf, um künftig auch im großen Fußballgeschäft mitzumischen. Dafür hat man sich prominente Hilfe gesichert. Der französische Superstar Kylian Mbappé soll seine Ideen und seine Erfahrung in die Entwicklung von Fußballschuhen und Trikots einbringen und als globaler Markenbotschafter fungieren. Der Spieler von Real Madrid war bisher bei dem amerikanischen Sportartikelgiganten Nike unter Vertrag. Dieser ist jedoch in diesem Sommer ausgelaufen.Die Bezahlung enthalte auch „Eigenkapitalkomponenten“, teilte On mit. Mit anderen Worten: Mbappé wird (in vermutlich kleinem Umfang) an dem Unternehmen beteiligt. Das Manöver erinnert an den Einstieg in das Geschäft mit Tennisschuhen und -kleidung, für das man vor paar Jahren Roger Federer an Bord holte. Die Schweizer Tennislegende beteiligte sich an dem Unternehmen, das seinerzeit noch nicht an der Börse notiert war.Wie On außerdem mitteilt, wird der ehemalige französische Nationalspieler Thierry Henry Direktor der neu geschaffenen Abteilung Fußball. Die ersten Fußballartikel sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen.
Wirtschaftsprüfung EY bekommt neuen Chef Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Jan Brorhilker ist vom Aufsichtsrat des Unternehmens zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung von EY Deutschland bestellt worden. Brorhilker folgt zum 1. Januar 2027 auf Henrik Ahlers, teilte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY am Freitag mit. Ahlers leitet EY Deutschland seit April 2021. Er hatte damals zunächst mit Jean-Yves Jégourel das Ruder übernommen, als sein Vorgänger Hubert Barth nach dem Wirecard-Skandal auf einen anderen Posten im EY-Netzwerk wechselte. Für Brorhilker steht laut EY die Weiterentwicklung der gesamten Gruppe im Fokus, also aller Geschäftsbereiche, in denen EY tätig ist. Brorhilker ist seit 2020 Mitglied der EY-Geschäftsführung und leitete in den vergangenen vier Jahren den Bereich Assurance, also die Wirtschaftsprüfung. Ahlers bezeichnet seinen Nachfolger in der Mitteilung als klugen Strategen und erfahrenen Manager. „Wir sind überzeugt, dass er EY in eine erfolgreiche Zukunft führen wird“, sagte er.
Neuer Chef für PlaymobilNach dem Abgang von Bahri Kurter beim Playmobil-Hersteller Horst Brandstätter Group hat das Unternehmen den Manager Lars Wagner neu in das Gremium berufen. Gemeinsam mit René Feser und Matthias Fauser werde das Unternehmen damit vom 1. Oktober an von drei gleichberechtigten Vorständen geleitet, teilte ein Unternehmenssprecher in Zirndorf mit. Wagner hatte früher unter anderem für Walt Disney und für Warner gearbeitet und war in leitender Position auch bereits im Unternehmensgefüge Brandstätter aktiv.Die Spielzeugmarke Playmobil befindet sich in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser. Erst vor wenigen Wochen war die Produktion in Deutschland eingestellt und ins Ausland verlagert worden. Zu den Gründen für die personelle Veränderung an der Unternehmensspitze machte Brandstätter weiterhin keine Angaben. Die für ihre Spielfiguren und Spielwelten bekannte Marke Playmobil kämpft seit Längerem mit sinkenden Umsätzen. 700 Stellen wurden in dem Zuge im In- und Ausland abgebaut. Ende Juni hatte der Hersteller sein einziges deutsches Werk im mittelfränkischen Dietenhofen geschlossen. 350 Beschäftigte verloren ihren Job. Playmobil wird damit nur noch in Malta und Tschechien produziert.
Buffett gibt bei Berkshire auch Verwaltungsrats-Chefposten aufWenige Wochen nach seinem 96. Geburtstag zieht sich Star-Investor Warren Buffett bei seiner börsennotierten Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway weiter zurück. Buffett habe den Posten als Verwaltungsratschef an seinen Sohn Howard Buffett übergeben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Warren Buffett werde als „Chairman emeritus“ aber Mitglied des Verwaltungsrats bleiben und „seine geschätzte Meinung und Ansicht“ weiter zur Verfügung stellen. Mit einer konservativen, auf Substanzwerten aufgebauten Anlagestrategie hatte Buffett die frühere Textilfirma Berkshire Hathaway zu einem der zehn wertvollsten Unternehmen weltweit entwickelt. Heute ist die Beteiligungsfirma an der New Yorker Börse 1,1 Billionen Dollar wert.Zum Jahreswechsel hatte Warren Buffett bereits das Amt des Vorstandschefs an Greg Abel übergeben. „Meine Erwartungen an ihn waren von Anfang an unermesslich, und er hat sie übertroffen“, bilanzierte Buffett in einem Brief an die Aktionäre. „Deshalb ist die Zeit reif, um den Übergang abzuschließen.“ Er habe seit 1965 für Berkshire gearbeitet, „und ich habe immer noch den besten Job der Welt“, schrieb er. Aber „Gevatter Zeit gewinnt immer. Er war gleichwohl großzügig mit mir.“Buffetts Sohn Howard ist seit 1993 für Berkshire Hathaway tätig und hatte das Unternehmen in zahlreichen Aufsichts- und Verwaltungsräten vertreten. „Das ist eine längere Lehrzeit als ich sie hatte, bevor ich mit 34 die Zügel in die Hand nahm“, schrieb Warren Buffett. „Greg leitet das Unternehmen, Howard wird auf seine Kultur und seine Werte achten.“ Howard Buffett leitet seit 1999 auch eine nach ihm benannte Stiftung, die sich um die weltweite Ernährungssicherheit und die Beilegung von Konflikten bemüht.