FAZ 04.08.2026
19:50 Uhr

Business-Ticker: Novo Nordisk steigert Quartalsgewinn und hebt Prognosen an


Anleger dennoch enttäuscht +++Dortmund bestellt neue Stadtbahnen absichtlich ohne Klimaanlage +++ Berenberg Bank verliert offenbar KI-Chef +++ Hugo Boss: Verhaltene Nachfrage belastet Umsatz +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Novo Nordisk steigert Quartalsgewinn und hebt Prognosen an

Fresenius steigert Quartalsumsatz und hebt Ergebnisprognose anDer Gesundheitskonzern Fresenius hebt ​seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Grund ⁠sei die starke operative Geschäftsentwicklung der Kerngeschäfte, teilte das im Dax gelistete Unternehmen am Dienstagabend mit. Die starke ‌operative Performance bei Fresenius Kabi und Fresenius Helios und ein verbessertes Zinsergebnis unterstützte die Ergebnisentwicklung. Auf Basis dieser Entwicklung ‌und den ‌Geschäftsaussichten für das zweite Halbjahr 2026 werde der Ausblick für das währungsbereinigte Wachstum des Kern-Ergebnisses je Aktie von bislang fünf bis ​zehn auf zehn bis ⁠15 Prozent angehoben.Im zweiten Quartal habe sich der Konzern-Umsatz organisch um sechs Prozent ​auf 5,864 Milliarden Euro erhöht, hieß es zudem. Das Ergebnis (Ebit) ⁠im Konzern ‌vor Sondereinflüssen stieg währungsbereinigt um zehn Prozent auf 719 Millionen Euro. Die Ebit-Marge habe sich um 60 Basispunkte ⁠auf 12,3 Prozent verbessert. ⁠Für das Geschäftsjahr 2026 werde im Konzern unverändert ein ⁠organisches ​Umsatzwachstum von ⁠vier bis sieben Prozent erwartet. ​Der Ausblick berücksichtige aber keine möglichen Extremszenarien, ‌die sich aus dem dynamischen geopolitischen und makro-ökonomischen Umfeld ​ergeben könnten. 

AMD enttäuscht mit Prognose – Aktie verliert nachbörslich acht ProzentDer Halbleiterhersteller AMD rechnet wegen der hohen Chipnachfrage im Zuge des KI-Booms weiter mit einem starken Wachstum. Allerdings dürfte das Tempo etwas nachlassen. Zudem hatten sich einige Analysten noch optimistischere Aussagen der AMD-Chefin Lisa Su, vor allem mit Blick auf die KI-Aussichten, erhofft. Im zweiten Quartal zog der Umsatz um rund die Hälfte auf 11,5 Milliarden US-Dollar an, wie das Unternehmen am Dienstagabend in Santa Clara mitteilte. Der operative Gewinn habe etwas mehr als drei Milliarden Dollar betragen – nach 897 Millionen vor einem Jahr.Im laufenden dritten Quartal rechnet AMD mit einem Anstieg des Umsatzes auf 12,7 bis 13,3 Milliarden Dollar. Beim Mittelwert der Spanne wäre dies ein Anstieg im Jahresvergleich um rund 41 Prozent beziehungsweise 13 Prozent mehr als im Vorquartal. Zudem soll die Bruttomarge im Quartalsvergleich bei 56 Prozent stagnieren. An der Börse sorgte die Prognose für Ernüchterung. Die AMD-Aktie fiel nachbörslich um acht Prozent auf 477 Dollar. Damit könnte das Papier die jüngste Konsolidierung vom Rekordhoch fortsetzen. 

Vonovia wertet Immobilien auf – doch Finanzierungskosten für den stark verschuldeten ‌Konzern steigenSteigende Preise für Wohnimmobilien spielen ​dem deutschen Branchenprimus Vonovia in die Karten. ⁠Der Bochumer Konzern verzeichnete bei der Neubewertung des Verkehrswerts seines Immobilienbestands ein Plus von 1,5 Prozent, ‌wie er am Mittwoch mitteilte. Zugleich lasten aber steigende Finanzierungskosten auf dem hoch verschuldeten Konzern. Vonovia ‌bekräftigte ‌seine Jahresprognosen.Im Tagesgeschäft verdiente Vonovia mehr: Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr um 2,4 Prozent auf ​rund 1,5 Milliarden Euro. ⁠Unter dem Strich verdiente Vonovia 771,6 (Vorjahr: 811,5) Millionen Euro. Die Mieten ​legten organisch um 3,6 Prozent zu. Doch der ⁠stark verschuldete ‌Konzern bekommt weiter höhere Finanzierungskosten zu spüren. „Die höheren Finanzierungskosten entsprechen unseren Erwartungen“, sagte Finanzvorstand Philip Grosse. Für das ⁠laufende Jahr ⁠2026 erwartet Vonovia weiter eine Steigerung des bereinigten ⁠operativen ​Gewinns (Ebitda) auf ⁠2,95 bis 3,05 Milliarden ​Euro – nach 2,8 Milliarden Euro ‌2025. 

DHL stockt Aktienrückkaufprogramm auf – Mittelzuflüsse aus US-Zoll-RückzahlungenDer Logistikkonzern DHL will etwas mehr Aktien zurückkaufen als bislang geplant. Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr habe der Vorstand beschlossen, das im Jahr 2022 gestartete Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen Euro auf bis zu 6,5 Milliarden Euro aufzustocken und bis zum Jahresende 2027 zu verlängern, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in Bonn mit. Bisher sollte das aktuelle Programm im laufenden Jahr enden.Die Bonner hatten bereits vor knapp einem Monat erste Eckdaten für das abgelaufene zweite Quartal bekannt gegeben, die von einem kräftigen Sprung des operativen Gewinns zeugten. In diesem Zuge wurde auch die Jahresprognose erhöht. Wie nun bekannt wurde, erhielt die DHL im abgelaufenen Quartal unter anderem Rückzahlungen im Zusammenhang mit den US-Zollmaßnahmen, was den Barmittelfluss positiv beeinflusste. Er lag mit 569 Millionen Euro mehr als 70 Prozent über dem Vorjahreswert und höher als Analysten erwartet hatten. 

Bundesstaat New Jersey verklagt Amazon wegen MachtmissbrauchsDer US-Bundesstaat New Jersey verklagt den Internetriesen Amazon.com wegen Missbrauchs von Marktmacht. ‌Generalstaatsanwältin Jennifer Davenport warf dem Konzern vor, mithilfe ‌seiner ‌marktbeherrschenden Stellung den Lieferfahrern seiner Logistikpartner niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen zu diktieren. Auch verstoße Amazon mit seiner Einstellpraxis und seiner gewerkschaftsfeindlichen Strategie gegen Gesetze. 

Ifo-Institut: Unternehmen sehen Teilkrankschreibung kritischFast die Hälfte der Unternehmen in Deutschland hält die künftige Möglichkeit zur Teilkrankschreibung einer Umfrage zufolge nicht für sinnvoll. Nur etwa jedes vierte Unternehmen fände es hilfreich, wenn sich Beschäftigte künftig auch teilweise krankmelden und so in geringerem Umfang arbeiten könnten, erklärte das Ifo-Institut in München am Dienstag in Berufung auf eine Personalleiterbefragung mit Randstad. Weitere 25 Prozent der Unternehmen stünden der Neuerung neutral gegenüber.„Die meisten Unternehmen befürchten eine schwierige Abgrenzung zwischen arbeitsfähig und arbeitsunfähig“, erklärte Ifo-Forscher Jonas Hennrich. „Außerdem erwarten sie einen zusätzlichen organisatorischen Aufwand.“ Die Hälfte der Unternehmen rechnet den Angaben nach nicht mit „wesentlichen positiven“ Auswirkungen. Je ein Drittel erhoffe sich durch die Teilkrankschreibung kürzere Fehlzeiten oder eine schnellere Rückkehr von erkrankten Beschäftigten, wie aus der Befragung weiter hervorging. 21 Prozent der Firmen halten es für möglich, dass erkrankte Fachkräfte trotz ihrer gesundheitlichen Herausforderungen länger arbeiten und zwölf Prozent halten mit dem Instrument eine flexiblere Personalplanung für möglich.Für eine Teilkrankschreibung können Ärzte künftig bei einer länger andauernden Erkrankung eines Beschäftigten eine teilweise Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 25, 50 oder 75 Prozent der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit feststellen. Dementsprechend können Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren. Die Regelung sieht die Zustimmung von Arbeitgeber und Versicherten vor. 

Trotz Hitze: Dortmund bestellt neue Stadtbahnen absichtlich ohne KlimaanlageVolle Bahnen zu Stoßzeiten und das bei 30 Grad. Schon das ist für viele Menschen schwer auszuhalten. Die Dortmunder Stadtwerke haben nun jedoch bewusst neue Straßenbahnen ohne Klimaanlage bestellt. Die sollen 70 Millionen Euro günstiger sein, wie der WDR berichtet. Das Geld würde stattdessen in zusätzliche Fahrzeuge investiert. Die Stadtwerke wollen damit Strom sparen. Der Betriebsleiter des Verkehrsbetriebs gesteht im Gespräch mit dem WDR ein, dass es sich um „Komforteinbuße“ handele. Die Begründung: Die meisten Fahrgäste würden nur wenige Haltestellen fahren und viele Fahrten führten durch Tunnel.Dortmund ist damit nicht allein. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) argumentieren, Energie und Geld sparen zu wollen. Die BVG nennt auf ihrer Webseite noch einen weiteren Grund: „Klimaanlagen für Bahnen brauchen enorm viel Platz. Bei der U-Bahn ist eine sonst übliche Anbringung von Klimaanlagen auf dem Dach nicht möglich.“ 

Berenberg Bank verliert offenbar ihren KI-ChefDie Hamburger Privatbank Berenberg, deren Chefs im Juni von der Bafin abgesetzt wurden, verliert offenbar einen zentralen Mitarbeiter. Nico Baum, der Head of AI und Head of Solutions, hat sich demnach entschieden, Berenberg zu verlassen. Das habe er auf Nachfrage der Finanznachrichtenagentur Bloomberg bestätigt.Baum ist seit Juli 2018 bei Berenberg tätig. In seiner Funktion verantwortet er Forschung und Entwicklung von KI sowie die übergreifende KI-Transformation. Zuvor hatte er nach Angaben der Bank ein Asset-Management-Fintech mit Fokus auf künstliche Intelligenz und Big-Data-Analytics mit aufgebaut. Seine Karriere begann er im Investmentbanking einer anderen deutschen Bank mit Stationen in Frankfurt, London und Hongkong. Ein Sprecher von Berenberg wollte auf Anfrage von Bloomberg keinen Kommentar abgeben. 

AMS-Osram zollt dem Umbau weiter TributDer Sensoren- und Halbleiterhersteller AMS Osram hat im zweiten Quartal einen höheren Umsatz erzielt, musste beim operativen Gewinn aber einen Rückgang hinnehmen. Das Unternehmen übertraf jedoch die Analystenerwartungen. Zugleich trieb AMS Osram den Umbau zu einem Halbleiterunternehmen voran. Die in der Schweiz notierte Aktie legte vorbörslich mehr als sechs Prozent zu.Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 805 Millionen Euro nach 775 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Getragen wurde das Wachstum von einem starken Halbleitergeschäft in den Bereichen Automotive und Industrie sowie einem robusten Geschäft mit Autolampen. Die Entwicklung glich den Wegfall der Umsätze aus dem verkauften Speziallampengeschäft weitgehend aus.

LEG Immobilien profitiert von höheren Mieten – wichtige Kennziffer könnte Rekord knackenDer Immobilienkonzern LEG profitiert weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Wohnungen in den Ballungszentren. Die Nettokaltmiete wuchs im ersten Halbjahr im Jahresvergleich um 3,4 Prozent auf 473,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Die Miete pro Quadratmeter auf vergleichbarer Fläche stieg von 6,96 Euro pro Quadratmeter auf 7,21 Euro.Die für das Unternehmen wesentliche Ergebniskennziffer AFFO (Mittelzufluss aus der operativen Tätigkeit bereinigt um aktivierte Investitionen) ging jedoch um 12,7 Prozent auf 110,5 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen begründete dies mit höheren Investitionen. Diese seien in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 202 Millionen Euro gestiegen. Im laufenden Jahr peilt der Konzern weiterhin einen AFFO von 220 bis 240 Millionen Euro an – das wäre ein neuer Rekord. 

Verhaltene Nachfrage lastet auf Umsatz und Ergebnis von Hugo BossEine maue Konsumstimmung insbesondere in der europäischen Region sowie der laufende Konzernumbau haben auch das zweite Quartal des Modekonzerns Hugo Boss belastet. Der Umsatz ging im Jahresvergleich insgesamt um zehn Prozent auf 905 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Dienstag in Metzingen mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Minus neun Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um 28 Prozent auf 59 Millionen Euro. Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter verdiente Hugo Boss mit 33 Millionen Euro, 29 Prozent weniger.Die Jahresprognose bestätigte Hugo Boss dennoch. So erwartet das Management weiter einen Umsatzrückgang auf währungsbereinigter Basis im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll 300 bis 350 Millionen Euro erreichen. Hugo Boss befindet sich nach einer schwachen Entwicklung im Umbau und sieht sich dabei einem Übernahmeangebot seines Großaktionärs Frasers gegenüber. Das Unternehmen hält den gebotenen Preis jedoch für zu niedrig. Das Angebot läuft noch bis 13. August. 

Toyota hebt trotz Gewinnrückgang im Quartal Jahresziel anToyota blickt trotz eines erneuten Gewinnrückgangs im ​Quartal zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Der weltgrößte Autobauer rechne nun ⁠mit einem operativen Gewinn von 3,4 Billionen Yen (18,8 Milliarden Euro), teilte der japanische Konzern am Dienstag mit. Zuvor hatte die Prognose bei ‌3,0 Billionen Yen gelegen. Als Grund nannte Toyota neben dem schwächeren Yen auch größere Marketinganstrengungen sowie alternative Logistikrouten in den Nahen ‌Osten. Im ersten Geschäftsquartal ‌von April bis Juni fiel der operative Gewinn jedoch das fünfte Mal in Folge. Er sank um neun Prozent auf 1,06 Billionen Yen, ​womit Toyota die Erwartungen ⁠von Analysten verfehlte. Grund für den Rückgang seien vor allem schleppende Verkäufe in China gewesen. ​Die Toyota-Aktie gab um 2,3 Prozent nach.Toyota hob zudem sein weltweites Absatzziel ⁠für das bis ‌Ende März laufende Geschäftsjahr um 100.000 auf 9,7 Millionen Fahrzeuge an. Der Konzern verwies dabei auf eine solide Nachfrage in Nordamerika und ⁠Europa. Die möglichen ⁠finanziellen Folgen des schweren Erdbebens auf der japanischen Insel Kyushu im vergangenen ⁠Monat ​sind in ⁠der neuen Jahresprognose allerdings noch nicht ​berücksichtigt. Das Beben hatte die Produktion ‌bei Zulieferern gestört und Toyota gezwungen, die Fertigung in vier heimischen Werken ​vorübergehend einzustellen.

Schwieriges Marktumfeld: Gewinn von Evonik sinkt um ein DrittelDer Spezialchemiekonzern Evonik sieht sich trotz Zuwächsen im zweiten Quartal in einem weiterhin schwierigen Umfeld. Wie bereits bekannt, profitierte der MDax-Konzern von Lieferengpässen der Konkurrenz aus Asien, die europäischen Anbietern zuvor das Leben zunehmend schwer gemacht hatte. Diese litt wegen des Iran-Krieges und der teilweisen Sperrung der Straße von Hormus unter Versorgungsproblemen bei Röhol. In diesem Umfeld konnte Evonik den Jahresgewinnausblick Ende Juni anheben. Vorstandschef Christian Kullmann betonte nun aber am Dienstag zur Vorlage der endgültigen Resultate des zweiten Quartals, dass er sich „über einen warmen Sommerregen“ freue, sich an den fundamentalen Problemen unserer Branche allerdings nichts geändert habe.Bei einem Umsatzwachstum um 11 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro steigert Evonik das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Jahresvergleich um rund ein Viertel auf 630 Millionen Euro; Ende Juni war von 600 bis 650 Millionen die Rede gewesen. Der Gewinn unter dem Strich sank um fast ein Drittel auf 84 Millionen Euro. Wegen des schwierigen Umfelds setzt Evonik aktuell ein Effizienzprogramm um, inklusive Stellenabbau. 2026 strebt Kullmann einen bereinigten operativen Gewinn zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro an. Damit soll im laufenden Jahr nun in jedem Fall ein Anstieg erzielt werden nach rund 1,9 Milliarden Euro 2025. 

HSBC nimmt Aktienrückkäufe wieder auf – und steigert Gewinn um 23 Prozent Europas größte Bank HSBC ​hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr ⁠dank höherer Zinsen und eines starken Vermögensverwaltungsgeschäfts um 23 Prozent gesteigert. Die britische Bank kündigte zudem an, den Rückkauf eigener Aktien wieder aufzunehmen und das bisherige Ziel bei den Einsparungen zu erhöhen. Im zweiten Quartal legte der Gewinn vor Steuern um 60 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar zu, wie das Geldhaus am Dienstag in Hongkong und London mitteilte. Die um Sonder- und Währungseffekte bereinigten Erträge stiegen um rund sieben Prozent auf 19 Milliarden Dollar (16,5 Mrd Euro). Damit übertraf die Bank die Erwartungen bei diesen beiden Kenngrößen.  HSBC-Chef Georges Elhedery geht außerdem jetzt davon aus, dass die jährlichen Kosten wegen des Sparkurses um 2 Milliarden Dollar sinken werden. Bisher hatte er mit 1,5 Milliarden Dollar gerechnet. Seit seinem Antritt an der HSBC-Spitze im Jahr 2024 hat Elhedery einen radikalen Umbau der Bank eingeleitet. Er strich tausende Jobs und stieß mehrere Geschäftsbereiche ab oder machte sie dicht. Die HSBC erzielt den größten Teil ihrer Erträge und Gewinne in Asien. Elhedery setzt auf den Ausbau des Geschäfts dort.Zuletzt hatte die Bank in Hongkong die Komplettübernahme der dortigen Tochter für 14 Milliarden Dollar angekündigt. Deswegen kaufte die HSBC in den vergangenen Monaten keine eigenen Aktien zurück. Jetzt fühlt sich die Bank wieder mit genügend Kapital ausgestattet, um eigene Anteile vom Markt zu nehmen. Das neue Programm zum Aktienrückkauf hat ein Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar.