FAZ 22.09.2026
14:18 Uhr

Fußball-Transferticker: Schlusslicht Gladbach hat neuen Trainer gefunden


Wie wichtigsten Transfer-News im Fußball ▷ Transfermarkt, Vereinswechsel und Vertragsverlängerungen in der Bundesliga und international im Überblick bei der F.A.Z.

Fußball-Transferticker: Schlusslicht Gladbach hat neuen Trainer gefunden

André Breitenreiter ist neuer Cheftrainer des Drittligaklubs FC Hansa Rostock. Der Aufsichtsrat, der Vorstand und die sportliche Leitung hätten sich auf den 52-Jährigen als Nachfolger des vor einer Woche freigestellten Daniel Brinkmann verständigt, teilte der Verein mit. Breitenreiter sei „von Beginn an der Wunschkandidat des FC Hansa“ gewesen, hieß es in der Mitteilung. Zur Vertragsdauer wurden keine Angaben gemacht. Die Mecklenburger sind nach sieben Spieltagen Tabellensechster. Nach der Trennung von Brinkmann hatte der Verein in den vergangenen beiden Spielen unter Interimstrainer Yannic Thiel einen Sieg (3:2 gegen den VfB Stuttgart II) und ein Remis (1:1 bei Rot-Weiss Essen) erreicht. Ziel ist der Aufstieg in die zweite Liga. Am Donnerstag wird die Mannschaft erstmals unter dem neuen Trainer arbeiten. Zuletzt hatte Breitenreiter bis April 2025 Hannover 96 trainiert. Seine größten Trainererfolge waren die Bundesliga-Aufstiege 2014 mit dem SC Paderborn und 2017 mit Hannover 96 sowie der Gewinn der Schweizer Meisterschaft mit dem FC Zürich. Außerdem trainierte er Schalke 04, die TSG Hoffenheim und den damaligen englischen Zweitligaverein Huddersfield Town. Als Spieler war der frühere Stürmer für Hannover, den Hamburger SV, den VfL Wolfsburg und die SpVgg Unterhaching aktiv. 1992 gewann er mit Hannover 96 als Zweitligaklub den DFB-Pokal. (dpa)

Für Fußballtrainer Peter Zeidler ist nach nicht einmal fünf Monaten bei Grasshopper Zürich schon wieder Schluss. Der Schweizer Erstligaklub hat sich vom früheren Chefcoach des VfL Bochum getrennt, das gab der Rekordmeister zwei Tage nach dem 1:5 beim FC Luzern bekannt. Zeidler war Anfang Mai nach Zürich gekommen und hatte die Grasshoppers zum Klassenerhalt geführt, doch der Start in die neue Saison misslang. Mit nur zwei Siegen aus neun Spielen ist das Team Tabellenzehnter unter zwölf Super-League-Teilnehmern. „Nach eingehender Analyse der aktuellen sportlichen Situation ist der Verein zum Schluss gekommen, einen Wechsel auf der Position des Cheftrainers vorzunehmen und die sportliche Ausrichtung weiterzuentwickeln“, hieß es in der Mitteilung.Noch schneller war Zeidler (64) in Bochum entlassen worden. Nach sieben Niederlagen aus den ersten acht Pflichtspielen hatte der damalige Bundesligaverein 2024/25 die Reißleine gezogen. Der VfL stieg unter Nachfolger Dieter Hecking dennoch ab. (sid)

Luis de la Fuente soll bei Fußball-Weltmeister Spanien eine Ära prägen. Der Vorstand des nationalen Verbands (RFEF) beschloss am Montag einstimmig, den Vertrag mit dem 65 Jahre alten Nationaltrainer bis 2032 zu verlängern. „Wir sprechen hier vom erfolgreichsten Trainer in der Geschichte der Nationalmannschaft, und nach 14 Jahren bei uns verdient Luis de la Fuente eine lange Zukunft beim spanischen Fußballverband“, sagte Präsident Rafael Louzán.De la Fuente soll Spanien damit bei den Europameisterschaften 2028 und 2032 sowie bei den Weltmeisterschaft 2030 betreuen – das Turnier in vier Jahren findet zu einem Großteil in Spanien statt. „Wir streben ein Projekt an, das Stabilität und Vertrauen schafft. Dieser Vorschlag basiert auf dem Vertrauen in Luis de la Fuente und das von ihm geleitete sportliche Projekt, das einen mehrjährigen Zyklus von Wettbewerben und großen Turnieren vorsieht“, sagte Louzán.De la Fuente arbeitet seit 2013 für den Verband. Vor dem Triumph bei der WM 2026 im Finale gegen Argentinien (1:0 n.V.) hatte er die „Furia Roja“ 2024 bereits zum EM-Titel und zum Sieg in der Nations League 2023 geführt. Als Nachwuchstrainer gewann er 2019 mit der spanischen U21 und 2015 mit der U19 jeweils den EM-Titel. In der nun anstehenden Nations League trifft Spanien am Samstag zunächst auf den WM-Halbfinalisten England, danach noch auf Kroatien und Tschechien. (sid)

Der FC Bayern München erweitert den Kreis seiner namhaften Markenbotschafter um seinen zweimaligen Champions-League-Sieger Javi Martínez. Der spanische Weltmeister von 2010 lief von 2012 bis 2021 für den deutschen Rekordmeister auf. In die Zeit des heute 38-Jährigen fielen unter anderem die Triple-Gewinne 2013 und 2020. Bei den Bayern hat es Tradition, verdiente Spieler wie Giovane Elber, Claudio Pizarro, Roy Makaay oder Stefan Effenberg auch nach der Profikarriere an den Verein zu binden. Martínez feierte seine neue Rolle nach Bayern-Angaben bei einem besonderen Event am Freitagabend in München. „Jedes Mal, wenn ich nach München zurückkomme, fühlt es sich für mich an wie nach Hause zu kommen. Ich bin unglaublich stolz, nun den Verein als Markenbotschafter auf der ganzen Welt zu vertreten“, äußerte Martínez in der Vereinsmitteilung. (dpa)

Großer Name für die zweite Liga: Sandro Wagner (38) wird neuer Trainer von Hannover 96. Das bestätigte der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Kind dem SID am Samstag. „Wir sind durch“, sagte der 82-Jährige auf Anfrage. Wagner, ehemaliger Nationalspieler und Assistent des früheren Bundestrainers Julian Nagelsmann, erhält bei den Niedersachsen nach Sky-Informationen einen Vertrag bis 2028 und soll den Tabellen-15. zurück ins Rennen um den Aufstieg führen.Wagner soll laut Sky allerdings erst am kommenden Montag erstmals das Training leiten. Beim Spiel am Sonntag gegen den VfL Bochum (13.30 Uhr/Sky) würde der ehemalige Bundesliga-Coach damit noch nicht an der Seitenlinie stehen. Wagner galt früh als Top-Kandidat für die Nachfolge des am vergangenen Montag freigestellten Christian Titz.Für Wagner ist sein Trainer-Comeback eine große Chance, doch der Druck in Hannover ist ebenfalls groß – schließlich träumt der ambitionierte Traditionsverein seit dem Abstieg 2019 von der Rückkehr in die Bundesliga. Wagner hatte nach dem Ende seiner Profi-Karriere seine Trainerlaufbahn bei der SpVgg Unterhaching begonnen, mit dem Klub schaffte er 2023 den Aufstieg in die 3. Liga. Dann ging er als Co-Trainer von Ex-Bundestrainer Nagelsmann in die Lehre, zuletzt war Wagner Cheftrainer des FC Augsburg. Dort endete seine Amtszeit allerdings nach nur elf Spielen schon wieder. (sid)

Der Hamburger SV hat den Vertrag mit Trainer Merlin Polzin verlängert. Der Verein band den 35-Jährigen langfristig an sich, wie der HSV einen Tag vor dem Spiel am Samstag gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr/Sky und RTL) mitteilte. Auch Polzins Partner Loic Favé (33) sowie die Ko-Trainer Richard Krohn (31) und Max Bergmann (28) erhielt neue Verträge. Über die Länge der Kontrakte machte der HSV keine Angaben. Laut Medienberichten gelten die neuen Arbeitspapiere bis Juni 2029.Trotz der sportlich größten Krise seit der Bundesliga-Rückkehr 2025 mit null Punkten und 0:12 Toren, darunter zwei 0:5-Niederlagen gegen den FSV Mainz 05 und bei RB Leipzig, kommt die Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrags von Polzin nicht überraschend. Sowohl der Trainer als auch die neue Sportvorständin Kathleen Krüger hatten zuletzt stets betont, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Ende 2024 war Polzin nach der Trennung von Steffen Baumgart erst zum Interims- und dann zum Cheftrainer aufgestiegen. Im Mai 2025 führte der gebürtige Hamburger den HSV zurück in die Bundesliga und hielt mit der Mannschaft in der vergangenen Saison souverän die Klasse. Ähnlich wie in der Vorsaison misslang dem HSV in dieser Spielzeit der Saisonstart mit einer erneut neu formierten Mannschaft. (dpa)

Thomas Reis kehrt überraschend schnell in die Türkei zurück. Der ehemalige Trainer des VfL Bochum und von Schalke 04 steht künftig an der Seitenlinie des ambitionierten türkischen Erstligaklubs Trabzonspor. Das bestätigte der Klub am Donnerstag. Der 52-jährige Reis hatte erst vor rund zwei Monaten den entthronten bulgarischen Dauermeister Ludogorez Rasgrad übernommen und war dort in neun Ligaspielen ungeschlagen geblieben. Die Qualifikation zur Conference League wurde jedoch verpasst. Reis hatte zuvor in der Türkei Samsunspor trainiert. Nachdem er den Verein im Sommer 2025 überraschend auf Platz drei in der Liga und anschließend durch die Ligaphase der Conference League geführt hatte, war er dort im Februar entlassen worden. Trabzonspor liegt nach einem mäßigen Start nach fünf Spielen nur auf Platz neun. (sid)

Holger Seitz ist neuer Cheftrainer der SpVgg Unterhaching. Der langjährige Nachwuchscoach des FC Bayern München übernimmt beim Regionalligaklub von Interimstrainer Janek Frensch. Vereinspräsident Manfred Schwabl nannte den 51-Jährigen „einen Trainer, der die Regionalliga Bayern sehr gut kennt und über viele Jahre bewiesen hat, dass er junge Spieler entwickeln und an den Herrenbereich heranführen kann.“Seitz war von 2015 bis Ende der vorigen Saison für mehrere Nachwuchsteams des FC Bayern verantwortlich, zuletzt dreieinhalb Jahre als Coach der Amateure in der Regionalliga. Der ehemalige Bayern-Profi Dante folgte ihm im Sommer nach.Seitz dankte den Bossen der Bayern und von Haching für den Wechsel. Den Vorstadtverein habe er „schon immer als äußerst sympathisch und authentisch wahrgenommen“, wie er in einer Mitteilung sagte. „Unser gemeinsames Ziel ist es, ohne Zeitdruck und mit ruhiger Hand eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen, die in den kommenden Jahren wieder das Potenzial hat, um den Aufstieg in die 3. Liga mitzuspielen. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen.“ (dpa) 

Der ehemalige Bundesligaprofi Axel Witsel hat nach 19 Jahren seinen Rücktritt aus der belgischen Fußball-Nationalmannschaft verkündet. Es sei „an der Zeit, Platz für die Youngster und die neue Generation zu machen“, schrieb der 37-Jährige in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken. Der ehemalige Spieler von Borussia Dortmund bestritt bei der WM im Sommer sein 140. und letztes Länderspiel im Viertelfinale gegen Spanien (1:2).„Ich habe niemals erwartet, so viel zu erreichen, als ich mit gerade mal 18 Jahren angefangen habe“, schrieb Witsel, der aktuell beim OGC Nizza in der französischen Ligue 1 unter Vertrag steht. Der Mittelfeldspieler hatte sein Debüt 2008 gegeben und war einer der zuverlässigen Akteure in Belgiens „goldener Generation“ um Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku. Insgesamt bestritt Witsel die zweitmeisten Länderspiele für sein Land hinter Jan Vertonghen (157). (sid)

Die SpVgg Greuther Fürth hat den Vertrag mit Omar Sillah per vereinsseitiger Option vorzeitig bis mindestens 30. Juni 2028 verlängert. Das teilte der Fußball-Zweitligaverein mit. In der Länderspielpause sollen die ersten Gespräche mit dem 23 Jahre alten Angreifer und seinem Berater über eine Vertragsverlängerung fortgeführt werden. „Mit der gezogenen Option signalisieren wir aber schon jetzt: Wir sind von seiner weiteren Entwicklung fest überzeugt“, sagte Daniel Meyer, Geschäftsführer Sport.Laut Meyer gab es im Sommer Anfragen für Sillah. „Diese haben aber nicht dem entsprochen, was wir in Omar sehen. Omar bringt außergewöhnliche Werte mit und gehört in den Analysen und Vergleichen von Scouting-Portalen bereits zur Spitzengruppe der zweiten Liga“, erklärte der Geschäftsführer. Nach zwölf Spielen für die SpVgg (1 Tor) und 13 Einsätzen auf Leihbasis in der 3. Liga für Alemannia Aachen vergangene Saison machte Sillah im Sommer einen großen Entwicklungsschritt. „Omar ist ein absolutes Arbeitstier und verbringt auch neben den Mannschaftseinheiten viel Zeit mit unserem Individual-Trainer auf dem Platz. Dass sich seine Entwicklung so positiv vollzieht, ist alles andere als Zufall“, sagte Cheftrainer Heiko Vogel, der Sillah bisher in jedem Ligaspiel einwechselte. (dpa)

Der FC Bayern hat den Vertrag mit seinem Sportdirektor Christoph Freund verlängert und seine Führungsriege damit für die nächsten Jahre komplettiert. Der 49 Jahre alte Österreicher unterschrieb wie Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl bis Ende Juni 2029. Auch Trainer Vincent Kompany ist noch rund drei Jahre an den Klub gebunden. Freund war im Sommer 2023 von RB Salzburg gekommen, nachdem er dort über 17 Jahre in der sportlichen Leitung tätig gewesen war.Er sprach vom deutschen Fußball-Rekordmeister als „Herzensangelegenheit“. Auf der gemeinsamen „spannenden Reise“ habe man sich „noch viel vorgenommen. Es ist ungemein erfüllend, hier gemeinsam immer wieder neue Impulse zu setzen, um den FC Bayern weiter dort zu halten, wo ihn unsere Fans und wir alle sehen wollen: Ganz, ganz oben.“ (sid) 

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Domenico Tedesco (41) ist nicht mehr Coach des FC Bologna. Der kriselnde Serie-A-Klub gab die Trennung am Mittwoch bekannt und reagierte damit auf den schwachen Saisonstart mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen. Tedescos Nachfolger wird Raffaele Palladino, der einen Vertrag bis 2029 beim Tabellen-16. erhält.Nach seiner Entlassung bei Fenerbahçe Istanbul im April hatte Tedesco Bologna erst in diesem Sommer übernommen, doch schon früh hatten italienische Medien über eine wachsende Unzufriedenheit in der Vereinsführung mit dem Coach berichtet. Nun reagierte der Klub nach dem 0:1 zuletzt bei der SSC Neapel. In der Bundesliga hatte Tedesco Schalke 04 sowie RB Leipzig trainiert, vor seiner Zeit in Istanbul war er belgischer Nationaltrainer. (sid)

Kolumbiens Fußballstar James Rodríguez hat seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet. Der 35 Jahre alte Kapitän verkündete seinen Rückzug am Dienstag nach 15 Jahren inklusive drei Weltmeisterschaften. „Ich gehe mit Gelassenheit, weil ich weiß, dass ich absolut alles gegeben habe“, sagte der frühere Bayern-Profi mit Tränen in den Augen in einem in den Sozialen Medien veröffentlichten Video.Den Höhepunkt seiner internationalen Laufbahn erlebte Rodríguez bei der WM 2014 in Brasilien. Damals führte er Los Cafeteros erstmals bis ins Viertelfinale des Turniers. Mit seinen sechs Treffern sicherte er sich zudem den Goldenen Schuh als bester Torschütze der Endrunde.Bei der diesjährigen WM, die für Kolumbien im Achtelfinale gegen die Schweiz (3:4 i.E.) endete, blieb er ohne Torerfolg und stand sportlich im Schatten seines Teamkollegen Luis Díaz von Bayern München. In der vergangenen Woche schloss sich Rodríguez dem kolumbianischen Klub Atlético Nacional an. (sid)

Kurz vor dem Europa-League-Auftakt hat sich Bayer Leverkusens Gegner NK Celje von seinem Trainer Vitor Campelos getrennt. Sein bereits benannter Nachfolger Zoran Zeljkovic wird am Mittwochabend (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League, bei RTL und Sky) beim Start in die Ligaphase in Leverkusen auf der Bank sitzen. Der Portugiese Campelos hatte den slowenischen Meister erst im März als Nachfolger des mittlerweile bei Eintracht Frankfurt entlassenen Trainers Albert Riera übernommen.Celje steckt derzeit in einer sportlichen Krise. In den vergangenen fünf Pflichtspielen kassierte der Klub vier Niederlagen, zuletzt mit 1:2 bei Bravo Ljubljana. In der Liga, an der zehn Klubs teilnehmen, rutschte der Titelverteidiger am 9. Spieltag auf Platz sieben ab. Neu-Trainer Zeljkovic kommt vom Ligakonkurrenten FC Koper in die 40.000-Einwohner-Stadt. Der Slowene war bereits zwischen 2017 und 2018 Ko-Trainer in Celje. (dpa)