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04.08.2026
12:08 Uhr
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Schifffahrt eingeschränkt +++ DWD erwartet Abkühlung ab Mittwoch – zuvor Temperaturen bis zu 39 Grad und Gewitter +++ Großfeuer in den Niederlanden nahe deutscher Grenze +++ alle Entwicklungen im Liveblog

„Angespannte Stunden“ für Feuerwehrleute in den NiederlandenDer Waldbrand in einem niederländischen Naturschutzgebiet nahe der deutschen Grenze hat sich über ein Gebiet von rund hundert Hektar ausgebreitet. Hunderte Feuerwehrleute kämpften am Dienstag unterstützt von Löschhubschraubern gegen die Flammen im Naturschutzgebiet Boschhuizerbergen nahe Oostrum im Südosten der Niederlande. Bis zum frühen Nachmittag war der Brand weiterhin außer Kontrolle, dichte Rauchwolken hingen über dem Gebiet in der Provinz Limburg. Ein nahegelegener Campingplatz wurde geräumt, mehrere Straßen waren gesperrt. Den Löschmannschaften stünden „angespannte“ Stunden bevor, zitierte die Nachrichtenagentur ANP einen Sprecher der Verwaltung von Limburg. Wegen wechselnder Windböen müssten sie ihren Einsatz „ständig anpassen“. ANP zufolge breiteten sich die Rauchwolken mit dem Wind Richtung Norden bis in die Nachbarprovinzen Gelderland, Overijssel und Friesland aus, auch Deutschland könne betroffen sein.Ausgebrochen war das Feuer am Montagnachmittag aus zunächst ungeklärter Ursache. Zahlreiche europäische Länder sind derzeit mit Hitze, Dürre und Waldbränden konfrontiert.
„Wir sind dabei, das Äquivalent einer Eiszeit zu schaffen, nur mit Feuer\"Flammen fressen sich durch Südeuropa: Der Historiker Stephen Pyne sieht darin die Quittung für die fossile Hybris der Moderne. Er erklärt im Gespräch, weshalb das reflexhafte Rufen nach mehr Löschflugzeugen in die Irre führt:
Nabu fordert mehr natürliche WasserspeicherMit Blick auf das Niedrigwasser in vielen deutschen Flüssen fordert der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) mehr natürliche Wasserspeicher. „Unsere Flüsse trocknen nicht nur aus, weil es zu wenig regnet. Wir haben über Jahrzehnte die natürlichen Wasserspeicher unserer Landschaft zerstört“, erklärte der Leiter des Nabu-Instituts für Fluss- und Auenökologie, Rocco Buchta, am Dienstag in Berlin: „Moore wurden entwässert, Wälder verloren ihre Speicherfähigkeit und viele Auen wurden von den Flüssen abgeschnitten.“Früher hätten diese Ökosysteme wie ein riesiger Schwamm gewirkt, der Wasser zurückhält und langsam wieder abgibt. Heute rausche Wasser nach Starkregen schneller ab und fehle den Flüssen in langen Trockenphasen, fügte Buchta hinzu: „Wenn wir unsere Gewässer widerstandsfähiger machen wollen, müssen wir deshalb nicht nur über Wasserverbrauch sprechen, sondern unsere Landschaft wieder in die Lage versetzen, Wasser zu speichern“. Dies schütze nicht nur gegen Dürre, sondern auch gegen Hochwassergefahren.
Frankreich verzeichnet seinen bislang heißesten JuliDer Juli war in Frankreich der bislang heißeste Monat seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen vor mehr als 125 Jahren. Die Durchschnittstemperatur lag bei 24,9 Grad Celsius und damit über dem bisherigen Rekordwert vom August 2003 (24,8 Grad), wie der französische Wetterdienst am Dienstag mitteilte. Durchschnittlich war es 3,8 Grad heißer als im Mittel der Periode zwischen 1991 und 2020.Gleichzeitig war der Juli deutlich zu trocken, das Regendefizit lag laut Wetterdienst Météo-France bei 70 Prozent. Die Trockenheit hat schwere Auswirkungen auf die Landwirtschaft und erhöht die Waldbrandgefahr. Ende Juli hatte ein riesiger Waldbrand nahe Bordeaux im Südwesten Frankreichs tausende Hektar Vegetation vernichtet.
„Wir wollen jeden Funken unter Kontrolle bringen\"Entspannung in Griechenland: Nachdem Hunderte Feuerwehrleute die vierte Nacht in Folge gegen die Flammen gekämpft haben, sind die Wald- und Buschbrände westlich von Athen weitgehend unter Kontrolle. Entwarnung gibt es jedoch nicht. Besonders kritisch sind einem Sprecher der Feuerwehr zufolge die heißen Mittagsstunden. „Gestern haben wir beobachtet, dass sich von Mittag an aus Glutnestern wieder Brände entwickelten, weil die Temperatur stieg und die Luftfeuchtigkeit abnahm“, sagte Giannis Artopoios dem Sender ERTnews. Dieses Phänomen wolle man nun mit bis zu 30 Löschhubschraubern und -flugzeugen bekämpfen.Problematisch sei die riesige Ausbreitung der ursprünglichen Brände, sagte Artopoios. In den ersten Tagen der Feuer hätten die äußerst starken Winde die Flammen rasend schnell vorangetrieben. Gleichzeitig sei wegen der stürmischen Böen keine Unterstützung aus der Luft möglich gewesen. Nun müsse man mit dem großen Ausmaß zurechtkommen, mit den weit verteilten Glutnestern in teils unzugänglichem Gebiet. „Wir wollen jeden Funken unter Kontrolle bringen, aber das wird dauern“, sagte der Sprecher.An den Einsätzen sind rund 520 Feuerwehrleute beteiligt, darunter auch 46 Rettungskräfte aus Frankreich und Rumänien, sowie Hunderte Freiwillige. Zudem unterstützt das Militär mit schwerem Räumgerät, um schützende Schneisen zu schlagen und den Einsatzkräften in dicht bewachsenen Regionen den Weg freizuräumen.
Nach diesem sehr heißen Dienstag mit teils kräftigen Gewittern wird ab Mittwoch ein wenig Linderung in Sicht sein. Dann würden die Temperaturen etwas nach unten gehen, sagt Meteorologe Felix Dietzsch vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. „Am Donnerstag werden dann nur noch etwa vom Oberrhein bis in die Lausitz die 30 Grad erreicht. Nördlich und südlich davon liegen die Werte meist zwischen 22 und 27 Grad. Dann werden auch die Nächte wieder deutlich angenehmer.“Aber zunächst einmal stehe der Dienstag ganz im Zeichen der Hitze: „Mit lokal bis zu 39 Grad wird es wohl im Bereich Südhessens bis nach Mainfranken am heißesten“, sagt der Meteorologe. Generell würden in der Mitte und im Süden Werte von 35 bis 38 Grad erreicht. „Etwas kühler - falls man es so nennen kann - ist es im Norden bei 27 bis 32 Grad.“ Am angenehmsten sei es direkt an der Küste mit etwa 25 bis 30 Grad.Dazu komme die nächste Runde unwetterartiger Gewitter. Der eigentliche Fokus richte sich am Nachmittag auf den Westen und Südwesten. „Insbesondere vom Schwarzwald aus entwickeln sich einige kräftige Gewitter mit erhöhtem Unwetterpotential“, sagt Dietzsch. Die Hauptgefahren seien mögliche Überschwemmungen durch heftigen Starkregen, aber auch Hagel und schwere Sturmböen oder orkanartige Böen. Und auch abseits davon würden sich in der gesamten Westhälfte einige kräftige Gewitter entwickeln, die zumindest ähnliches Unwetterpotential erreichen könnten.In der Nacht zum Mittwoch erwartet der DWD fast im gesamten Land eine tropische Nacht. „Verbreitet werden tropische Tiefstwerte von nicht unter 20 Grad erwartet, sieht man einmal von den Mittelgebirgen ab. Da hilft selbst das nächtliche Durchlüften kaum noch“, erklärt der Meteorologe.Die weiteren Prognosen im Überblick:Am Mittwoch zeigt sich der Himmel wechselnd bewölkt, dabei treten laut DWD vor allem im Südosten und Osten teils kräftige Schauer und Gewitter auf - dabei bestehe Unwettergefahr. In Nordseenähe werden maximal um 25, im Südosten und Osten bis 35 Grad erreicht.Am Donnerstag ist es dann laut der Vorhersage im Südosten wolkig mit Schauern oder kräftigen Gewittern. Sonst bleibt es wechselnd wolkig mit längeren sonnigen Abschnitten und meist niederschlagsfrei. Die Höchstwerte liegen zwischen 26 und 32, im Nordwesten werden um die 24 Grad erreicht.Am Freitag ziehen im Norden dichtere Wolkenfelder auf. Den Angaben zufolge ist vereinzelt etwas Regen möglich. Sonst wird es heiter bis wechselnd bewölkt, im Südwesten scheint auch länger die Sonne. Nur in den Bayrischen Alpen bestehe ein geringes Schauer- und Gewitterrisiko. Die Temperaturen erreichen im Norden 18 bis 22, sonst 24 bis 29 Grad
Vier Stunden im ICE In Nordrhein-Westfalen haben lokale Unwetter schon in der Nacht mehrere Züge ausgebremst. So mussten Fahrgäste bei Schwelm mehr als vier Stunden in einem ICE ausharren, weil ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war. Nachdem der Baum entfernt worden war, wurde der Zug mit Hilfe einer Diesellok über den inzwischen stromlosen Streckenabschnitt gezogen, ehe er selbst wieder weiterfahren konnte.Die Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Aachen ist wegen eines Unwetter-Oberleitungsschadens hingegen weiterhin gesperrt. Dort waren am Montagabend zwischen Rheydt und Lindern Bäume auf die Gleise gestürzt. Zwei Regionalzüge kamen zum Stehen. „Fahrgäste konnten die Züge mit Unterstützung der Rettungskräfte vor Ort sicher verlassen und ihre Reise anschließend mit Bussen fortsetzen“, erklärte ein Bahnsprecher am Vormittag.
Zu wenig Wasser im Starnberger SeeAuch an den bayerischen Seen machen sich die Auswirkungen von Hitze und Trockenheit bemerkbar: Weil der Wasserstand des Starnberger Sees derzeit so niedrig ist, werden dort bis auf weiteres die Landestege Berg, Possenhofen, Bernried und Ambach nicht angefahren, wie die Bayerische Seenschifffahrt mitteilte.Zwar sollen die Rundfahrten auf dem See planmäßig stattfinden, angefahren werden jedoch ausschließlich die Landestege Starnberg, Leoni, Tutzing und Seeshaupt. Der Schifffahrtsbetrieb auf dem Königssee, dem Tegernsee und dem Ammersee ist den Angaben zufolge von den Einschränkungen nicht betroffen und findet weiterhin uneingeschränkt nach Fahrplan statt.Aufgrund der starken Wärmebelastung herrscht weiterhin hohe Waldbrandgefahr im Freistaat. Die Regierung von Niederbayern ordnete vier weitere Beobachtungsflüge für Dienstag und Mittwoch an, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen.
Ein besonderes Stück Freibad-Kultur Die Schnellschwimmer-Bahn im Freibad ist eine kleine, nasse Welt für sich, schreibt unser Autor Philipp Schulte. Dort begegnen sich Athleten und Selbstüberschätzer. Ein Besuch am Beckenrand:
Wie kann man Obdachlosen bei Hitze helfen?Wenn das Thermometer wieder auf über 30 Grad Celsius klettert, sind obdachlose Menschen auf dem Land und in den Städten besonders gefährdet. Weil sie kaum einen Ort haben, an dem sie sich zurückziehen können, drohen ihnen gesundheitliche Schäden. Die Diakonie ruft dazu auf, bei großer Hitze besonders auf Menschen ohne Wohnung zu achten. Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke von der Diakonie in Niedersachsen hat fünf Tipps für den Alltag:Wasser anbieten: Fragen Sie höflich, ob jemand etwas zu trinken braucht. Eine Flasche Wasser kann Leben retten.Schattenplätze empfehlen: Weisen Sie auf schattige Orte oder kühlere öffentliche Gebäude hin, etwa Bibliotheken oder Kirchen.Nicht wegsehen: Zeigen Sie Mitgefühl, sprechen Sie Menschen freundlich an. Viele sind dankbar für Aufmerksamkeit und ein kurzes Gespräch.Auf Notlagen achten: Wenn jemand desorientiert wirkt oder reglos in der Sonne liegt, rufen Sie im Zweifel den Notruf (112).Hilfsmittel spenden: Wer mag, kann Hilfsmittel gegen Hitze für obdachlose Menschen spenden. Besonders gefragt sind Sonnencreme, Sonnenhüte, leichte Kleidung, nährstoffreiche Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel gegen Dehydration sowie Sommerschlafsäcke und Isomatten. Wohlfahrtsverbände wie Diakonie und Caritas nehmen die Spenden entgegen und leiten sie an obdachlose Menschen weiter.
Höchste Hitzewarnstufe in SeoulInmitten einer anhaltenden Hitzewelle hat der koreanische Wetterdienst erstmals in diesem Jahr die höchste Hitzewarnstufe für die Hauptstadt Seoul ausgerufen. Am Dienstagmittag Ortszeit haben die Temperaturen in Seoul 38 Grad erreicht, in der Nacht wird es laut Prognosen nur bis 29 Grad abkühlen. Die Bevölkerung wurde unterdessen aufgefordert, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten und ausreichend Wasser zu trinken. In Seoul haben die Behörden zudem rund 4.000 öffentliche Einrichtungen als Hitzeschutzräume ausgewiesen, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Die Hauptstadt hat 9,6 Millionen Bewohner, in der Metropolregion Seoul leben mehr als 25 Millionen Menschen - rund die Hälfte der Bevölkerung des Landes.
Bis zu 38 Grad am DienstagDeutschland steht am Dienstag ein sehr heißer Tag bevor – und zugleich ein Wetterumschwung mit teils heftigen Gewittern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet verbreitet mit 30 bis 38 Grad, nur in Küstennähe bleibt es mit 25 bis 30 Grad etwas weniger heiß.Im Nordosten und Osten kann es laut Vorhersage schon am Morgen mit Schauern und Gewittern losgehen. In vielen anderen Regionen beginnt der Tag zunächst freundlich, doch im Laufe des Vormittags und besonders am Nachmittag wachsen Quellwolken rasch zu kräftigen Gewittern heran. Dabei besteht Unwettergefahr, unter anderem durch heftigen Starkregen mit teils mehr als 25 Litern je Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und schweren Sturm und orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten von 90 bis 120 Kilometern pro Stunde. Am Abend können von Südwesten her weitere Gewitter aufziehen.In der Nacht zum Mittwoch sind laut DWD zunächst weiterhin Schauer und Gewitter möglich, teils auch noch kräftig. In der zweiten Nachthälfte sollen die Gewitter dann nach und nach Richtung Nordosten abziehen und schwächer werden. Die Temperaturen sinken auf 22 bis 16 Grad.In weiten Teilen Deutschlands bleibt die Waldbrandgefahr zudem hoch.
Waldbrände in Europa und USA: Zehntausende müssen fliehen Immer wieder werden Orte evakuiert, brennen Wälder und Häuser, verenden Nutz- und Wildtiere: Westlich der griechischen Hauptstadt Athen sind weiterhin unzählige kleine und große Brandherde aktiv. Auch andere Regionen kommen nicht zur Ruhe. In den Niederlanden brennt es in einem Naturschutzgebiet, im US-Bundesstaat Washington kämpfen Tausende Feuerwehrleute gegen Großbrände, rund 65.000 Menschen mussten sich dort bislang vor den Flammen in Sicherheit bringen. In Frankreich bleibt die Alarmbereitschaft hoch - in Spanien hingegen entspannt sich die Lage.GriechenlandDreiundzwanzig Löschflugzeuge und elf Löschhubschrauber, dazu Hunderte Einsatzkräfte am Boden - und doch sind die Wald- und Buschbrände westlich von Athen bislang nicht in den Griff zu bekommen. Die sehr starken Winde hatten die Flammen am Wochenende so weit ausgebreitet, dass die Rettungskräfte nun immer wieder auch in Regionen anrücken müssen, wo Glutnester neu entflammen. Satellitenbilder zeigen unzählige Brandherde auf einer Fläche von gut 30 mal 30 Kilometern.Elf Ortschaften mussten im Laufe des Montags evakuiert werden, darunter der Küstenort Psatha am Golf von Korinth, wo die Flammen anschließend auch Häuser erreichten. Auf dem Meer halten sich Boote der Küstenwache und private Bootsbesitzer für mögliche Rettungseinsätze bereit. Überall in der Region ist zudem die Polizei im Einsatz: Immer wieder werden Straßen gesperrt und der Verkehr muss umgeleitet werden.Schätzungen zufolge sind bislang 8.000 Hektar verbrannt, also eine Fläche von 80 Quadratkilometern - fast so groß wie die Stadt Weimar. Die Waldbrandgefahr bleibt hoch - auf Stufe vier von fünf in der betroffenen Region.US-Bundesstaat WashingtonIm Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA haben drei Großbrände ganze Wohngebiete verwüstet. Gent Welsh von der Nationalgarde in dem Westküstenstaat verglich die Zerstörung in der betroffenen Region rund um die Stadt Spokane mit einem „Kriegsgebiet“. Behördenangaben zufolge brannten dort mehr als 700 Häuser und andere Gebäude ab. Verletzte oder Tote seien bislang aber nicht gemeldet worden, hieß es am Montag (Ortszeit).Die Feuer seien vermutlich die „schlimmste Naturkatastrophe“ in dieser Region, sagte Washingtons Gouverneur Bob Ferguson. Dave Upthegrove, Beauftragter für staatliche Ländereien, sprach von einer „historischen Waldbrandsaison“, die schon relativ früh im Sommer verheerende Ausmaße erreicht habe. Seinen Angaben zufolge brennen derzeit in dem Bundesstaat 17 größere Feuer auf einer Fläche von über 100.000 Hektar Land. Rund 5.000 Einsatzkräfte kämpften in dem Bundesstaat gegen die Brände an.Allein im Raum Spokane waren mehr als 65.000 Menschen dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen - mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Die Ursache für die Brände wird derzeit noch untersucht. Am Montag sei ein 37-Jähriger festgenommen worden, teilte das örtliche Sheriff-Büro mit. Ihm werde Brandstiftung vorgeworfen.NiederlandeIm Osten der Niederlande nahe der deutschen Grenze wütet seit Montag in einem Naturschutzgebiet ein Großfeuer. Die Feuerwehr ist nach Angaben der Behörden mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den Brand in De Rosmolen bei der Ortschaft Oostrum zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Drei Löschhubschrauber der Armee sind im Einsatz. Ein Campingplatz mit etwa 300 Urlaubern wurde vorsorglich evakuiert. Der Bahnverkehr zwischen Nimwegen und Venray wurde eingestellt. Anwohner wurden aufgefordert, wegen des starken Rauches Türen und Fenster geschlossen zu halten.FrankreichIn Frankreich warnt der Wetterdienst für heute vor einer erhöhten Waldbrandgefahr im Nordwesten des Landes. Auch in Mittelmeerregionen bleibe die Gefahr hoch, weil die Vegetation dort extrem ausgetrocknet sei und weiterhin starke Hitze herrsche, hieß es in einer Mitteilung. Die Gefahr dürfte demnach wegen zunehmender Winde im Verlauf der Woche erneut auf die höchste Alarmstufe ansteigen.Generell sind die meisten Feuer unter Kontrolle, die Lage im Land gilt als stabil. Angespannt bleibt die Situation vor allem im südfranzösischen Département Var, wo 1.500 Feuerwehrleute gegen das Ausbreiten eines wieder aufgeflammten Brandes kämpfen. Die Wetterbedingungen bergen das Risiko einer ungünstigen Entwicklung, wie die Präfektur mitteilte. Sie erhielt zudem die Warnstufe 1 wegen Luftverschmutzung aufrecht.Bei Bordeaux, wo der in dieser Saison bislang schlimmste Brand gewütet hatte, durften Bewohnerinnen und Bewohner weiterer evakuierter - und teils schwer zerstörter - Orte wieder zurück nach Hause. Im Ort Le Porge an der Atlantikküste fand zuvor noch ein Einsatz zur Minenräumung statt, da der Kampfmittelräumdienst ein Arsenal von Weltkriegsmunition entdeckt hatte. Nach Angaben der Präfektur vom Montagabend wurden fast 400 Granaten und Munition geborgen.SpanienIm Vergleich zu den vergangenen Wochen hat sich die Lage in Spanien weiter entspannt. Nach Angaben des Waldbrandportals „Incendios Forestales“ waren am Abend landesweit 47 Wald- und Vegetationsbrände aktiv. Es handelte sich überwiegend um kleinere Feuer. Die meisten davon wurden aus den Regionen Kastilien und León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha gemeldet.Die Großbrände rund um die Hauptstadt Madrid, welche die Feuerwehr des beliebten Urlaubslandes Ende Juli in Atem gehalten hatten, lodern zum Teil noch weiter, sind aber unter Kontrolle. Eine weitere gute Nachricht: Dank des Endes der vierten Hitzewelle dieses Sommers ist die Waldbrandgefahr in Spanien landesweit zurückgegangen, wie der Wetterdienst Aemet mitteilte.