Spanien ist neuer Fußball-Weltmeister! Im Finale gegen Argentinien siegte das Team von Trainer Luis de la Fuente nach Verlängerung 1:0.
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19.07.2026 19:12 Uhr |

Spanien ist neuer Fußball-Weltmeister! Im Finale gegen Argentinien siegte das Team von Trainer Luis de la Fuente nach Verlängerung 1:0.
Zum ersten Mal bei einem WM-Finale gibt es zwischen den Halbzeiten eine Show auf dem Rasen. Die Pause dauert dafür geschlagene 12 Minuten länger als es das Regelwerk eigentlich vorsieht:
Kurz vor dem Anpfiff des WM-Finals ist US-Präsident Donald Trump im MetLife Stadium eingetroffen. Nach seiner Landung mit einem Hubschrauber in East Rutherford vor den Toren New Yorks nahm Trump zum Abschluss der Zeremonie mit seiner Ehefrau Melania und FIFA-Präsident Gianni Infantino in der Loge Platz, als ihn die Kamera während der Nationalhymne einfing, gab es vereinzelt Pfiffe und „USA“-Rufe.In der Anfangsphase zeigten die TV-Bilder, wie Brasiliens früherer Weltmeister Ronaldo Trump den Goldpokal brachte. Der tätschelte die Trophäe, die er nach dem Spiel dem Kapitän des Siegers überreichen sollte.Trump hatte die Stadien während des Turniers gemieden, war aber durch den Skandal um die zurückgenommene Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun lange präsent. Der 80-Jährige hatte Infantino angerufen und um die Annullierung der Roten Karte gebeten. Die Disziplinarkommission des Weltverbands FIFA setzte die Sperre tatsächlich zur Bewährung aus. Es folgte ein Sturm der Entrüstung, Balogun kam im Achtelfinale gegen Belgien zum Einsatz, doch die USA verloren das Spiel deutlich (1:4). (Sid)
Was bleibt von dieser Fußball-WM? Christopher Meltzer hat dazu diese Meinung:
Der ehemalige Fußball-Weltmeister Per Mertesacker ist in Gesprächen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und könnte demnächst als Geschäftsführer des Verbandes zum Chef des designierten Bundestrainers Jürgen Klopp werden. Auf diesem Posten könnte er Andreas Rettig, der seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängert, folgen.„Man muss dem DFB eins lassen: Der Kontakt zu mir ist irgendwie nie abgerissen. In der letzten Woche ist nochmal ein bisschen Dynamik reingekommen. Wir unterhalten uns sozusagen. Aber es gibt noch nichts zu verkünden“, sagte Mertesacker im ZDF.Die Priorität liege für den Moment bei der Verpflichtung von Klopp, der als Nationaltrainer auf den bei der WM gescheiterten Julian Nagelsmann folgen soll. Das ZDF hatte seine Übertragung vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien in East Rutherford mit der Nachricht von Mertesacker eröffnet und ihn direkt nach dem Geschäftsführer-Posten befragt. Der 41-Jährige, sein früherer Weltmeister-Kollege Christoph Kramer und Moderator Jochen Breyer waren für das 104. und letzte Spiel erstmals bei dieser WM im Stadion vor Ort. (dpa)
Mit Lionel Messi in der Startelf und in Bestbesetzung geht Weltmeister Argentinien das Endspiel der Fußball-WM gegen Spanien an. Auf dem Kapitän ruhen die Hoffnungen auf die erfolgreiche Titelverteidigung und den insgesamt vierten Triumph. Europameister Spanien will dies verhindern, Trainer Luis de la Fuente setzt dafür in East Rutherford am Sonntag (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, bei MagentaTV und im ZDF) wie gewohnt unter anderem auf Lamine Yamal und Kapitän Rodri.Argentiniens Trainer Lionel Scaloni verändert seine Mannschaft im Vergleich zum dramatischen 2:1 im Halbfinale gegen England auf drei Positionen. Gonzalo Montiel, Rodrigo De Paul und der frühere Stuttgarter Nicolás González beginnen. De la Fuente vertraut hingegen der Mannschaft, die im Halbfinale überzeugend gegen den Top-Favoriten Frankreich gewonnen hatte. Im Turnierverlauf hat Spanien mit Torhüter Unai Simón bislang nur einen Gegentreffer kassiert.Messi ist der erst zweite Spieler überhaupt, der in drei WM-Finals auf dem Platz steht. 2014 in Brasilien hatte er gegen Deutschland verloren und 2022 in Qatar den Titel geholt. Zuvor hatte der Brasilianer Cafu (1994, 1998 und 2002) diese Rekordmarke allein gehalten.Messi kann außerdem auf den Goldenen Schuh des besten Torschützen hoffen. Er steht bei acht Treffern, der Franzose Kylian Mbappé hat zehn Tore erzielt. Die beiden duellieren sich außerdem um die Bestmarke des besten WM-Torschützen überhaupt. Auch hier hat Mbappé derzeit die Nase vorn (22:21). (sid)
Fußballfans haben vor dem WM-Finale in East Rutherford nahe New York eine Aktion vorbereitet, um US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino bildstark einen Denkzettel zu verpassen. In New York wurden auf dem Weg Richtung Metlife-Stadium Rote Karten verteilt, die Fans am Abend (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, bei MagentaTV und im ZDF) beim Endspiel zwischen Spanien und Argentinien zeigen können.Auf den Roten Karten war ein QR-Code zu sehen, der auf die Plattform finalredcard.com verlinkt. „Wenn Trump und Infantino am 19. Juli die Trophäe überreichen, halten Sie diese Rote Karte in Richtung Spielfeld“, heißt es auf der Plattform. Dazu ist in Anlehnung an den Videobeweis bei der WM zu lesen: „Nach der Prüfung hinsichtlich politischer Korruption und Amtsmissbrauchs lautet die Entscheidung: Rote Karte.“FIFA-Boss Infantino und US-Präsident Trump stehen seit zwei Wochen massiv in der Kritik, nachdem US-Stürmer Folarin Balogun seine Sperre trotz Roter Karte für das Achtelfinale gegen Belgien erlassen bekommen hatte. Die in der jüngeren WM-Geschichte beispiellose Aufhebung der Sperre folgte auf einen Anruf Trumps bei Infantino. Balogun spielte in Seattle, konnte das 1:4 gegen Belgien aber nicht verhindern. (dpa)
Für den früheren Nationalspieler Thomas Müller sind Erfolge deutscher Nachwuchsmannschaften „auf Pump“ gekauft. Die EM-Finals mit der U19 oder U21 bilden laut Müller nicht die Realität ab. „Mir kommt es so vor, dass die individuelle Entwicklung weniger wichtig ist als der mannschaftliche Erfolg“, meinte Müller bei MagentaTV. So werde mehr Wert auf Taktik und Disziplin gelegt.„Ich habe das Gefühl, wir erkaufen das mit Spielern, die älter sind und als Mannschaft gut funktionieren. Wir lassen nicht den Spieler spielen, in dem wir mehr Potenzial sehen“, ergänzte der 36-Jährige vor dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien in den USA.Neben Müller stand Jürgen Klopp, sehr wahrscheinlich zukünftiger Bundestrainer, und versuchte, seine Sicht der Dinge mitzuteilen. Man müsse, sagte Klopp, den Fußball der Gegenwart und der Zukunft sehen. Für die Zukunft gebe es nur einen Weg: „Wir müssen Kinder zum Sport und zum Fußball bringen“, sagte er, warnte darüber hinaus aber vor zu einfachen Schlüssen: „Wir kreieren hier nur Schlagzeilen, aber nichts davon trifft den Kern.“ (sid)
Der Telekom ist mit dem Erwerb der TV-Rechte für die Fußball-WM 2030 ein abermaliger Coup gelungen. Das Bonner Unternehmen wird somit wie schon bei der EM 2024 und der WM 2026 alle Turnierspiele auf MagentaTV übertragen, einen Teil davon wohl exklusiv. Das gab die Telekom kurz vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien bekannt.„Wir bleiben am Ball. Mit der EURO 2028 und jetzt auch der WM 2030 haben wir die nächsten beiden Fußball-Großereignisse bei MagentaTV im Programm“, wird Arnim Butzen, TV-Chef der Telekom, in einer Pressemitteilung zitiert.ARD und ZDF äußerten sich zunächst nicht zu dem Deal. 2022 und 2026 waren die öffentlich-rechtliche Sender über verschiedene Konstrukte von Sublizenzen mit im TV-Boot. Ein ähnliches Modell könnte es auch für das Turnier in vier Jahren geben.Die WM 2030 wird in sechs Ländern ausgetragen. Wie viele Spiele stattfinden, ist noch offen, eine weitere Aufblähung des Teilnehmerfeldes von 48 auf 64 Mannschaften ist möglich.Die zurückliegende WM 2026 bewertete die Telekom derweil als vollen Erfolg. „Es war für uns eine Fußball-Weltmeisterschaft der Rekorde. Wir haben mehr als 200 Millionen Zuschauer erreicht und gleichzeitig deutlich mehr Kunden gewinnen können, als erwartet“, sagte Rodrigo Diehl, im Vorstand der Telekom für das Deutschland-Geschäft verantwortlich.Auch bei der Weltmeisterschaft der Frauen 2027 in Brasilien und bei der Männer-EM 2028 in Großbritannien und Irland werden alle Spiele bei MagentaTV übertragen. Für die kommende Europameisterschaft hat die Telekom Sublizenzen von ARD und ZDF erworben. Bei der diesjährigen WM hingegen hatten die öffentlich-rechtlichen Sender für ein Rechtepaket von insgesamt 60 Spielen laut Medienberichten zusammen 152 Millionen Euro an die Telekom gezahlt. (sid)
Tausende Fußball-Fans aus Argentinien haben vor dem WM-Finale gegen Spanien die Innenstadt von New York fest im Griff. Während nur wenige Anhänger der Iberer rund um den Times Square zu sehen waren, brachten die Fans von Lionel Messi und Co. am letzten WM-Tag noch einmal einen Hauch von Karneval in die Stadt. Dort war das WM-Fieber nach dem Aus von Ko-Gastgeber USA zuletzt spürbar abgekühlt.„Ich bin sehr nervös, denn ich liebe Argentinien. Es ist das Finale. Es ist wahrscheinlich das letzte für Messi. Vielleicht ist es also unser Tag“, sagte die 30 Jahre alte Florencia Luzinin der Nachrichtenagentur AFP und fügte an: „Wir sind ein paar Spaniern begegnet, aber ich beachte sie gar nicht.“ Luzinin war eine von Tausenden blau-weiß gestreiften Argentinien-Fans, die vor dem Endspiel – das jenseits des Hudson River in New Jersey stattfindet – in die belebten Touristenzentren von Manhattan strömten.Ein Ausbruch der Legionärskrankheit, heftige Unwetter und Rauch von den kanadischen Waldbränden hatten viele Menschen im „Big Apple“ zuletzt abgelenkt. Kurz vor Anpfiff hatte sich zumindest die Luftqualität im MetLife-Stadion wieder normalisiert.Der Großteil der argentinischen Fans versammelte sich im Laufe des Tages am Times Square, dem inoffiziellen Treffpunkt für das Turnier, und ließen die WM-Stimmung wieder aufleben. Der Bahnhof Penn Station verwandelte sich in ein Meer aus argentinischen Trikots – die meisten mit dem Namen Messi versehen – und sogar zwei Hunde waren in die Farben gekleidet.Spanische Fans tummelten sich derweil rund um den Madison Square Garden, viele hielten eine Nachbildung des WM-Pokals in den Händen. Spanien-Fan Alessandra Pichler (27) tippte auf einen 3:1-Sieg ihrer Mannschaft. „Ich finde, die USA haben bei der Ausrichtung all der Spiele, die ich besucht habe, großartige Arbeit geleistet. Ich bin sehr beeindruckt“, fügte sie hinzu. (sid)
Wer ist favorisiert im WM-Finale? Die F.A.Z.-Prognose gibt Aufschluss:
Keine Rauchschwaden, kein Regen: Das WM-Finale zwischen Titelverteidiger Argentinien und Europameister Spanien wird bei besten Wetterbedingungen stattfinden. Fans und Teams reisten am Sonntag bei 25 Grad und strahlendem Sonnenschein an, für den Nachmittag (Anpfiff im MetLife Stadium um 15.00 Uhr Ortszeit/21.00 Uhr MESZ) sind in East Rutherford vor den Toren New Yorks Temperaturen bis zu 27 Grad Celsius und eine leichte Brise vorhergesagt.Noch am Freitag war die Skyline Manhattans zeitweise in orangefarbene Rauchschwaden gehüllt, die zahlreichen Waldbrände in Kanada setzten auch New York trotz mehreren tausend Kilometer Entfernung zu. Sorgen, das mit Spannung erwartete WM-Finale sei in Gefahr, bewahrheiteten sich nicht. Vor der Arena bildeten sich wegen der enormen Sicherheitsvorkehrungen allerdings lange Schlangen. Für das Mega-Event haben sich US-Präsident Donald Trump und viele weitere Prominente aus Politik und Showbusiness angekündigt. (sid)
Eine Hauptstadt trägt Rot und Gelb: Wenige Stunden vor dem WM-Finale gegen Argentinien steigt in der spanischen Metropole Madrid die Anspannung. In allen Stadtteilen versammelten sich ab dem Nachmittag in Trikots oder Fahnen gehüllte Fans auf Plätzen, in Bars und bei Public-Viewing-Veranstaltungen. Sie alle hoffen, Zeuge des zweiten WM-Titels der Nationalmannschaft (nach 2010) zu werden.Straßenverkäufer machten gute Geschäfte mit Spanien-Trikots und -Flaggen, während Bars ihre Terrassen und Innenräume passend zum Spiel in den Nationalfarben dekorierten. „Ich finde, wir haben ein hervorragendes Turnier gespielt, und das werden wir gegen Argentinien beweisen“, sagte etwa der 23 Jahre alte Fan Javier Fernandez der Nachrichtenagentur AFP, bevor er das Spiel gemeinsam mit Freunden in einer Bar verfolgte.In Madrid waren zwei Fan-Zonen unter freiem Himmel eingerichtet worden, damit Tausende Fans das Spiel auf Großleinwänden verfolgen können. Eine dritte befindet sich im klimatisierten „Movistar“-Zentrum, dem wichtigsten Veranstaltungsort der Stadt für große Konzerte und Sportereignisse. Stadtbusse auf wichtigen Linien waren mit Spanien-Flaggen dekoriert worden, eine U-Bahn wurde im leuchtenden Rot der Nationalmannschaft lackiert und mit Bildern von Trainer Luis de la Fuente sowie Spielern wie dem Jungstar Lamine Yamal, Nico Williams und Pedri versehen. Einzelhändler wie El Corte Inglés, Carrefour, Leroy Merlin und Ikea kündigten an, ihre Filialen früher zu schließen, damit die Mitarbeitenden das Spiel verfolgen können. (sid)
FIFA-Präsident Gianni Infantino ist während der Fußball-Weltmeisterschaft eine Strecke von fast zweieinhalb Erdumrundungen geflogen. Laut einer Recherche der Nachrichtenagentur AP legte der Schweizer Präsident des Weltverbandes vom 9. Juni und damit zwei Tage vor WM-Beginn an bis zum Finaltag 95.403 Kilometer im Flugzeug zurück. Am Äquator beträgt der Erdumfang rund 40.000 Kilometer. Die FIFA äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.Nach AP-Angaben besuchte Infantino 43 der insgesamt 104 WM-Spiele. Demnach nutzte der 56-Jährige dafür wohl eine Maschine vom Typ Gulfstream G650 aus der Flotte der Charterabteilung des WM-Sponsors Qatar Airways, die der Schweizer schon in den vergangenen Jahren genutzt hatte. Für die Verfolgung der Flugbewegungen wertete AP die Daten der Seite „FlightAware“ aus sowie Fotos aus verschiedenen Quellen.Der Auflistung zufolge war Infantino in jedem der 16 Stadien in den USA, Kanada und Mexiko mindestens einmal. Gleich fünfmal verfolgte er Spiele auf der Tribüne des WM-Stadions in Miami. Dabei landete die getrackte Gulfstream auf 21 Flughäfen. Die längste Strecke legte der FIFA-Chef mit 5:44 Stunden auf dem Flug am 15. Juni von Miami nach Seattle zurück, die kürzeste mit 28 Minuten von Seattle ins kanadische Vancouver am 6. Juli. Die FIFA hat sich in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet, CO2-Emissionen bei Weltmeisterschaften und damit verbundener Aktivitäten bis 2030 zu halbieren und bis 2040 klimaneutral zu werden. Laut „Spiegel“ hat allein der mutmaßlich von Infantino genutzte Jet vom 11. Juni bis 16. Juli insgesamt im Rahmen der WM knapp 813 Tonnen CO2 ausgestoßen. (dpa)