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15.08.2026
05:54 Uhr
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VAE: Angriff auf Schiff von staatlichem Ölkonzern in der Straße von Hormus +++ Vier Tote bei Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf den Hafen von Mucha +++ Trump: Übernahme der Meerenge nach einem Sieg über Iran +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iran: Ölteppich nahe der Insel GeschmNach Monaten der Gefechte um die Schifffahrt in der Straße von Hormus kämpft der Iran nach eigenen Angaben gegen eine Ölverschmutzung im Meer nahe der Insel Gheschm. Erste Maßnahmen zur Eindämmung eines Ölteppichs seien eingeleitet, berichtete die iranische Zeitung „Etemad“.Bereits am Freitag hatte der staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, dass 3,2 Hektar eigene Küste sowie neun Hektar der Küstengewässer betroffen seien. Es seien unter anderem Mangrovenwäldern betroffen. Vorher hatte es von offiziellen Stellen noch geheißen, die Ölverschmutzung sei bereits eingedämmt.In dem Irna-Bericht hieß es, auch Brutgebiete für Meeresschildkröten seien betroffen. Man gehe davon aus, dass die Ölverschmutzung vom Meer aus an die Küste getrieben worden sei. Die genaue Ursache sei bisher nicht ausgemacht, hieß es bei „Etemad“.Um faktisch die Schifffahrt durch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus zu blockieren, hatten Streitkräfte der Islamischen Republik seit Ausbruch des Irankriegs viele Frachter attackiert. Die USA reagierten mit einer Seeblockade für iranische Schiffe und feuerten ebenfalls mehrfach auf sie, um sie manövrierunfähig zu machen.Auch an der Küste Omans breitet sich ein Ölteppich aus. Dort war der Tanker „Caroline Bezengi“ auf Grund gelaufen, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird und unter EU-Sanktionen steht. Er droht nach Experteneinschätzung auseinanderzubrechen. Ob die Ölverschmutzung an der iranischen Küste mit der „Caroline Bezengi“ in Zusammenhang steht, war zunächst unklar.
Tote in Südlibanon nach Angriff IsraelsBei einem israelischen Luftangriff in Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut mindestens sieben Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. Demnach wurde ein Haus in den Außenbezirken der Stadt Ansar getroffen.Die israelische Armee bestätigte den Militäreinsatz. Ziel sei ein Stützpunkt der „Hizbullah-Terrororganisation“ gewesen. Der Angriff erfolgte laut israelischem Militär als Reaktion auf einen vorherigen Beschuss von Soldaten am Ali-al-Taher-Pass. Dieser liegt in einer von Israel einseitig erklärten „Sicherheitszone“ in Südlibanon.Ein vor Ort anwesender dpa-Fotograf berichtete, auch Anwohner hätten von einem Hizbullah-Stützpunkt gesprochen. Aufnahmen in einigen Bereichen des zerstörten Hauses, von einem zerstörten Auto und einem gegenüberliegenden, bewaldeten Tal seien verboten worden.Israel und die Hizbullah werfen sich gegenseitig regelmäßig Verstöße gegen eine Waffenruhe vor. Israel hat nach eigenen Angaben einseitig eine „Sicherheitszone“ in Südlibanon verfügt, um Angriffe der Hizbullah auf den Norden des Landes zu verhindern. Das von Israel kontrollierte Areal umfasst nach geografischen Berechnungen libanesischer Medien rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes.
Araghtschi: Iran hat noch nicht über Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA entschiedenIran hat nach den Worten seines Außenministers Abbas Araghtschi noch nicht über eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA entschieden. Der Austausch von Botschaften über Qatar und Pakistan sei nicht mit Verhandlungen gleichzusetzen, sagt Araghtschi dem iranischen Nachrichtenportal Shahrara News. Gespräche mit dem Oman konzentrierten sich auf die Festlegung einer Seeroute durch die Straße von Hormus. Die USA müssten zuerst Bedingungen für eine Wiederherstellung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge erfüllen.
Vier Tote bei Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf den Hafen von MuchaBei einem Raketenangriff der von Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mucha am Roten Meer sind mindestens vier Zivilisten getötet worden. Dies teilt die international anerkannte Regierung des Jemen mit. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtet zudem unter Berufung auf Militärkreise, die Huthis hätten Mucha mit sechs Raketen getroffen, wobei vier Zivilisten getötet und mehrere Fischerboote in Brand gesetzt worden seien. Die Huthi-Rebellen erklären ihrerseits, sie hätten mit ballistischen Raketen Waffen und Kriegsschiffe angegriffen, die zu den von Saudi-Arabien unterstützten Truppen gehörten.
VAE: Angriff auf Schiff von staatlichem Ölkonzern in der Straße von HormusDie staatliche Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die Abu Dhabi National Oil Company, meldet einen Angriff auf eines ihrer Schiffe in der Straße von Hormus. Bei dem Vorfall am Freitag habe es keine Verletzten gegeben, teilt das Unternehmen mit.
Iran: Straße von Hormus bleibt unter unserer KontrolleIran lässt sich nach den Worten von Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi nicht von Drohungen oder Machtdemonstrationen der USA einschüchtern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus werde nur unter der Kontrolle Irans gesperrt oder freigegeben, teilt Gharibabadi auf der Kurznachrichtenplattform X mit. Er reagiert damit auf US-Präsident Donald Trump, der angekündigt hat, die Meerenge zu US-Territorium zu erklären. Es war zunächst unklar, wie ernst Trump diese Ankündigung meinte.
Trump: Werde Straße von Hormus „bald“ zum US-Territorium erklärenUS-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigenen Angaben „bald“ zu einem Territorium der Vereinigten Staaten erklären. „Nachdem wir Iran besiegt haben (...), werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte er am Freitag mit einem Schmunzeln bei einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York. Trump hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass die USA die für den Welthandel äußerst wichtige Meerenge kontrollieren; Iran wiederum gibt an, einen Großteil der Wasserstraße unter seine Kontrolle gebracht zu haben.
Niedriger Ölpreis laut Vance derzeit wichtigstes Ziel im Iran-KriegUS-Vizepräsident JD Vance hat einen niedrigen Ölpreis als derzeit wichtigstes Ziel seines Landes im Iran-Krieg bezeichnet. Das zweitwichtigste Ziel sei es, dass der Iran nie in den Besitz von Atomwaffen gelange, sagte Vance dem Fernsehsender Fox News. Bisher hatte Präsident Donald Trump immer erklärt, der Grund für den Beginn des Krieges sei die Verhinderung von Atomwaffen in den Händen Teherans.„Ich weiß, dass der Ölpreis heute gefallen ist und weit unter den Höchstständen aus der Anfangsphase des Konflikts liegt“, sagte Vance. „Das ist das oberste Ziel: Öl und Gas für die US-Bürger im ganzen Land günstig zu halten.“ Weiter sagte der Vizepräsident: „Und das zweite Ziel ist es natürlich, sicherzustellen, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangt.“ Vance zeigte sich überzeugt, „dass wir dabei sind, beide Ziele zu erreichen“.
USA wollen Iran laut Bessent wirtschaftlich isolierenDie USA werden US-Finanzminister Scott Bessent zufolge beispiellose Maßnahmen gegen Iran ergreifen. „Wir werden Maßnahmen anwenden, wie sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolierung eines Landes noch nie dagewesen sind“, sagte Bessent in der TV-Sendung „Rob Schmitt Tonight“ des US-Senders Newsmax. Für die kommende Woche kündigte er weitere Erklärungen an. „Es wird eine Kombination aus einer wirtschaftlichen Isolierung sein (...) und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus, die verhindern wird, dass irgendetwas in die iranischen Häfen hinein- oder herausgelangt“, sagte der Minister.
Emirate melden iranische Angriffe auf zwei Schiffe in Straße von HormusIran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen. Diese gehörten dem staatlichen Ölkonzern Adnoc, teilte das Außenministerium in Abu Dhabi mit. Bei dem „feindlichen iranischen Angriff“ sei niemand verletzt worden.Der staatliche Ölkonzern Adnoc erklärte, zwei seiner Schiffe seien am Donnerstagabend „während der Durchfahrt“ durch die Straße von Hormus angegriffen worden. Die Lage sei „unter Kontrolle gebracht“ worden.Das Außenministerium kritisierte das iranische Vorgehen scharf: „Angriffe auf die Handelsschifffahrt und die Ausnutzung der Straße von Hormus als Instrument für wirtschaftlichen Zwang oder Erpressung stellen Piraterie-Akte dar, die von der Islamischen Revolutionsgarde Irans begangen werden“, hieß es in der Erklärung. Dies sei „eine unmittelbare Bedrohung für die Stabilität der Region und ihre Bevölkerung sowie für die weltweite Energiesicherheit“.
Geplante Gebühr für Straße von Hormus: Iran verweist auf UmweltschädenIran verweist bei seinem Plan, für die Durchfahrt der Straße von Hormus künftig eine Gebühr zu kassieren, auf die von passierenden Schiffen verursachten Umweltschäden. Die massive und über Jahrzehnte entstandene Verschmutzung des Persischen Golfs und des Golfs von Oman hätten in Iran Schäden in Höhe von Billionen Dollar verursacht, behauptete der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, auf der Plattform X. Die Parteien, die vom Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus profitierten, hätten eine rechtliche und moralische Verpflichtung, zur Behebung der Umweltschäden beizutragen, schrieb er weiter. Die Verbesserung der Umweltbedingungen müsse wesentlich für jede künftige Verwaltung der wichtigen Wasserstraße sein. Welche Umweltschutzmaßnahmen ihm vorschwebten, erläuterte der Sprecher allerdings nicht.
Trump: „Straße von Hormus gehört uns“Noch immer fahren wenig Handelsschiffe durch die von Iran faktisch blockierte Straße von Hormus – doch die US-Regierung behauptet weiter, die volle Kontrolle über die Meerenge zu haben. „Sie gehört uns“, sagte Präsident Donald Trump vor Reportern. Irgendwann würden die Iraner „vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt“. Aber die USA befänden sich im Moment in einer sehr guten Position. „Wir haben die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus. Sie haben keine Kontrolle.“Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte am Abend auf der Plattform X berichtet, die Angriffe und Schikanen durch die iranischen Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an – und seien der Beweis, dass Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten behaupten und den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Es bestehe weiterhin das Risiko von treibenden oder nicht kartierten Minen. Handelsschiffe verkehrten weiter nur auf reduziertem Niveau. Trump sagte weiter, er vertraue Iran nicht. „Sie haben mich ständig belogen.“ Die Islamische Republik sei dank des von den USA geführten Krieges nicht länger der „Tyrann im Nahen Osten“.
US-Hubschrauber beschießt Tanker in Golf von OmanDas US-Militär hat einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die amerikanische Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Ein Helikopter des Typs MH-60 habe zwei Hellfire-Raketen auf das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff „M/V Vela Nova“ gefeuert, als es auf einen iranischen Hafen zusteuern wollte, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Zuvor habe die Besatzung „wiederholte Warnungen“ ignoriert. Zunächst war unklar, ob bei dem Vorfall Menschen verletzt oder getötet wurden.Zuvor hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) von einem Zwischenfall im Golf von Oman berichtet. Dabei seien ein Containerschiff und Streitkräfte ohne Nennung eines Landes involviert, hieß es.Die USA blockieren seit Mitte Juli wieder iranische Häfen und Küstengebiete. Ziel der Blockade ist es unter anderem, Teheran Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren. Schiffen wird nicht erlaubt, iranische Häfen anzusteuern oder von dort abzulegen. In der Folge war es immer wieder zu Beschuss von Schiffen gekommen, auch wurden Tanker zu einer Kursänderung gedrängt.
Jemen: Tote nach Huthi-Angriff auf Schiff nahe Rotem MeerBei einem Angriff der Huthi-Miliz auf ein Schiff nahe der Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer sind nach Angaben der jemenitischen Regierung drei Besatzungsmitglieder getötet worden. Ein Schiff sei am Dienstag von einer ballistischen Rakete getroffen worden und daraufhin in Brand geraten, sagte der stellvertretende Informationsminister Fajad al-Numan der Deutschen Presse-Agentur. Eine regierungsnahe Truppe hatte zuvor über den Angriff berichtet. Die drei Getöteten stammten demnach aus Pakistan und Indonesien. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu den Berichten.Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen hatte sich zuletzt erneut zugespitzt. Die Huthi greifen in dem Rahmen auch immer wieder Schiffe im Roten Meer und der für den internationalen Handel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab an.