FAZ 14.03.2026
13:03 Uhr

Liveblog Irankrieg: Israelische Truppen töten Dutzende Hizbullah-Milizionäre


Auch Waffenlager und Kommandozentren seine zerstört worden +++ Indien drängt auf sichere Passage weiterer Tanker +++ Iran lässt zwei indische Schiffe durch Straße von Hormus +++  alle Entwicklungen im Liveblog

Liveblog Irankrieg: Israelische Truppen töten Dutzende Hizbullah-Milizionäre

Sechs tote US-Soldaten bei Absturz im IrakDas US-Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben sechs bei einem Flugzeugabsturz im Irak getötete US-Soldaten ⁠identifiziert. Ein feindlicher oder versehentlicher Beschuss sei nicht die Ursache gewesen, hieß es. Die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, eine von Iran unterstützte Miliz, hatte dagegen erklärt, sie habe das Flugzeug abgeschossen. Zunächst hatte das US-Militär den ‌Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder bestätigt und nach den beiden anderen suchen lassen. Die Soldaten waren an Bord eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135, das zur Unterstützung von US-Angriffen auf Iran im Einsatz war. ‌An dem Absturz war dem Militär ‌zufolge ein weiteres Flugzeug beteiligt. Die Untersuchung des Vorfalls dauert an.

Trump droht mit weiteren Angriffen auf iranische Insel KhargDie USA könnten die Insel „nur zum Spaß noch ein ‌paar Mal treffen“, hat Donald Trump in einem Interview mit dem Sender NBC News gesagt. Die bisherigen Angriffe hätten den größten Teil der Insel „total ‌zerstört“. Der US-Präsident zeigte sich ‌zugleich offen für eine Verhandlungslösung zur Beendigung des Konflikts. Er sei jedoch noch nicht bereit, ein Abkommen mit Iran zu schließen, da „die Bedingungen ​noch nicht gut genug sind“. Berichte ⁠über den Tod des neuen obersten Führers  Modschtaba Khamenei nannte Trump „ein Gerücht“.

Nach Angriff ⁠auf Raffinerie Lanaz ⁠in nordirakischer Stadt Erbil ​bleibt Betrieb ausgesetztEin durch den Drohnenangriff ‌ausgelöster Brand sei inzwischen unter Kontrolle, teilten Vertreter des Ministeriums für Bodenschätze ​der kurdischen Regionalregierung mit. Der Betrieb ​bleibe ausgesetzt, bis das Ausmaß des Schadens begutachtet sei.

Drei iranische Fußballerinnen verzichten auf Asyl in AustralienDrei weitere Mitglieder des iranischen Frauenfußball-Nationalteams haben Australien wieder verlassen. Das teilte der australische Innenminister Tony Burke mit. Demnach hätten die drei Frauen entschieden, in ihr vom Krieg stark beeinträchtigtes Heimatland zurückzukehren.Das Schicksal des iranischen Teams hatte in dieser Woche für großen Wirbel gesorgt. Nach ihrem Ausscheiden bei Asien-Cup hatten zunächst fünf Spielerinnen Asyl in Australien beantragt. Eine weitere Spielerin und ein Mitglied aus dem Betreuerstab folgten dem Schritt kurz vor der Abreise am Mittwoch, eine der Frauen änderte aber in letzter Minute noch ihre Meinung. 

Schweiz lehnt zwei Überfluggesuche der USA abDie Schweiz hat nach eigenen Angaben zwei Überfluggesuche der USA im Zusammenhang mit dem Irankrieg abgelehnt. Drei weitere Gesuche seien genehmigt worden, teilt die Schweizer Regierung mit. Sie begründete die Ablehnungen mit der Neutralität des Landes. Demzufolge seien Überflüge von Konfliktparteien verboten, die einem militärischen Zweck dienten. Erlaubt seien hingegen humanitäre und ​medizinische Transporte sowie Flüge ohne Konfliktbezug. 

Irans Außenminister äußert sich zu Khamenei Nach US-Angaben über eine Verletzung des neuen obersten Führers Irans hat der Außenminister des Landes betont, dass es „kein Problem“ bei Modschtaba Khamenei gebe. „Es gibt kein Problem mit dem neuen obersten Führer“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag dem US-Sender MS Now. „Er erfüllt seine Pflichten gemäß der Verfassung und wird dies auch weiterhin tun.“ US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag erklärt, Khamenei sei „verletzt und wahrscheinlich entstellt“.Medienberichten zufolge wurde Modschtaba Khamenei am ersten Tag des Iran-Krieges am 28. Februar bei einem Luftangriff auf Teheran verletzt, bei dem sein Vater Ayatollah Ali Khamenei getötet wurde. Modschtaba Khamenei wurde daraufhin am 8. März als Nachfolger seines Vaters zum politischen und geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt.Nach seiner Ernennung hatte er am Donnerstag seine erste Botschaft veröffentlicht. Diese trug er jedoch nicht persönlich vor und trat auch nicht in der Öffentlichkeit auf, sondern sie wurde von einer Journalistin im Staatsfernsehen verlesen. Dass sich der 56-jährige nicht öffentlich äußerte, löste Spekulationen über seinen Verbleib aus.

Türkei prüft Widersprüche bei RaketenabschüssenDie Türkei prüft laut Außenminister Hakan Fidan Widersprüche zwischen iranischen Angaben und vorliegenden technischen Daten zu den Raketen, die auf die Türkei abgefeuert wurden. Der Iran habe jede Verantwortung zurückgewiesen, sagt Fidan bei einer Pressekonferenz. Die türkischen Behörden verfügten über technische Daten zu den auf ​die Türkei abgefeuerten Raketen und würden die Unstimmigkeiten gegenüber iranischen Vertretern zur Sprache bringen.

Trump: „Viele Länder\" werden Straße von Hormus absichernUS-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe „vieler Länder“ für die sichere Fahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt. „Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten“, schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Er ergänzte, dass „hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von der Einschränkung betroffen sind, Schiffe entsenden werden.Wie konkret die Pläne sind, blieb unklar. Trump versprach, die Straße von Hormus werde so oder so bald wieder „OFFEN, SICHER und FREI“ sein. Zuvor hatte er vor Journalisten gesagt, dass US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde „bald“ beginnen. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die Preise in die Höhe.Nach einer Beratung von G7-Staaten hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor Tagen davon gesprochen, dass die Staatengruppe eine Mission zur Eskortierung von Öltankern und Frachtschiffen durch Kriegsschiffe vorbereiten wolle. Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Italien.

Iran droht mit Angriffen auf US-UnternehmenIran kündigt an, US-Unternehmen in der Region anzugreifen, sollte seine Energieinfrastruktur ins Visier genommen werden. Iran werde mit Vorsicht vorgehen, um Angriffe auf besiedelte Gebiete zu vermeiden, sagt Außenminister Abbas Araghtschi staatlichen Medien zufolge.

Zwei Verletzte bei Raketenangriffen im Süden IsraelsBei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind in der Stadt Eilat im Süden des Landes zwei Menschen verletzt worden. Ein 12 Jahre alter Junge sei mäßig schwer verletzt worden, berichteten israelische Medien unter Berufung auf Angaben des behandelnden Krankenhauses. Zuvor hatte der Rettungsdienst Magen Davon Adom mitgeteilt, der Junge sei schwer verletzt worden. Ein 39 Jahre alter Mann sei mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden und vier weitere Menschen wegen Angstzuständen behandelt worden. In der Stadt gab es mehrere Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen.In Eilat – vor allem bei Israelis und vor dem Krieg auch bei ausländischen Touristen als Urlaubsort am Roten Meer beliebt – waren seit Kriegsbeginn im Vergleich zum Zentrum und Norden des Landes wenige Angriffe aus Iran gemeldet worden. Nach Angaben des israelischen Fernsehsenders N12 heulten in Eilat am Samstag zweimal die Sirenen wegen Raketenalarmen.

Reeder von Merz-Absage zu Hormus-Einsatz enttäuschtDer Verband Deutscher Reeder (VDR) hat sein Befremden über die klare Absage der Bundesregierung an eine deutsche Beteiligung zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus geäußert. Deutschland sollte entsprechende internationale Bemühungen „aktiv begleiten und alle Optionen prüfen, die zu einem wirksamen Schutz von Schiffen und Besatzungen beitragen können“, teilte der VDR in Hamburg mit.„Ein bloßes Vertrauen darauf, dass es zu keinen Zwischenfällen kommt, kann angesichts der aktuellen Lage keine tragfähige Strategie sein“, so die Reeder weiter.Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Freitag klargestellt, dass es für ihn im Augenblick „keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken“, gebe. Deutschland sei nicht Teil dieses Krieges „und wir wollen es auch nicht werden“, betonte er. „Und insofern sind alle unsere Bemühungen darauf gerichtet, den Krieg zu beenden.“

Iran lässt indische Tanker passierenNach der Freigabe der Straße von Hormus für zwei indische Schiffe durch Iran dringt die Regierung in Neu-Delhi auf die sichere Passage auch der ​übrigen Schiffe unter indischer Flagge im Persischen Golf. 22 solche Schiffe lägen noch westlich der Straße von Hormus, teilt die indische Regierung mit. Unter ihnen seien vier Öl- und sieben Gastanker. Die Meerenge vor der iranischen Küste verbindet den Persischen Golf und den Golf von Oman, durch den der Schiffsverkehr auch nach ⁠Asien geht. Durch den Krieg ist er praktisch zum Erliegen gekommen. Der Iran hat jedoch die indischen Gastanker „Shivalik“ und „Nanda Devi“ passieren lassen. Beide hätten 92.000 Tonnen Flüssiggas (LPG) geladen, teilt die indische Regierung weiter mit. 

US-Armee: mehr als 90 Ziele auf Kharg angegriffenDie amerikanischen Streitkräfte haben in der Nacht auf Samstag mehr als 90 militärische Ziele auf der iranischen Insel Kharg erfolgreich angegriffen. Die Ölinfrastruktur sei dabei verschont ​geblieben, teilte das US-Zentralkommando nun mit. Demnach wurden Lager für Seeminen, Raketenbunker und zahlreiche weitere militärische Einrichtungen zerstört.