FAZ 15.03.2026
08:20 Uhr

Liveblog Irankrieg: Selenskyj: Russland beliefert Iran mit Shahed-Drohnen


Sollen für Angriffe auf US-Stützpunkte eingesetzt worden sein +++ Israel tötet Dutzende Hizbullah-Milizionäre +++ Trump: Werden mit Partnern Straße von Hormus sicher halten +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Liveblog Irankrieg: Selenskyj: Russland beliefert Iran mit Shahed-Drohnen

Teheran weist Gerüchte über Khameneis Gesundheitszustand zurückDer iranische Außenminister hat Gerüchte über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers des Landes, Modschtaba Khamenei, zurückgewiesen. Khamenei erfreue sich bester Gesundheit und habe die Lage im Griff, sagte der iranische Chefdiplomat Abbas Araghtschi nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna. Die USA hatten am Freitag mitgeteilt, dass Khamenei nach ihren Kenntnissen verletzt sei. Details wurden nicht genannt. 

Revolutionsgarden drohen Netanjahu mit TodDie iranischen Revolutionsgarden haben dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu mit dem Tode gedroht. Sollte Netanjahu noch leben, werde man ihn verfolgen und töten, berichteten die Nachrichtenagenturen Fars und Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Elitestreitkräfte.

Angriffe auf Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen EmirateSaudi-Arabien hat nach eigenen Angaben insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Weitere Details nannte das saudische Verteidigungsministerium nicht. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am Morgen neue Angriffe mit Raketen und Drohnen aus Iran.Iran dementierte den Angriff auf Saudi-Arabien nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Dieser stehe in keinem Zusammenhang mit der Islamischen Republik. „Die saudische Regierung sollte sich bemühen, die Herkunft der Angriffe aufzudecken“, hieß es. 

20 Menschen in Iran wegen angeblicher Zusammenarbeit mit Israel festgenommenDas meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft der Provinz West-Aserbaidschan im Nordwesten des Landes. Den Festgenommenen werde vorgeworfen, Daten über die Standorte militärischer und sicherheitsrelevanter Einrichtungen Irans an Israel übermittelt zu haben. Israel ‌hat eine neue Phase seiner Angriffe auf Iran eingeleitet ‌und zielt dabei auf Sicherheitskontrollpunkte. Es stütze sich dabei auf Hinweise von Informanten vor Ort, hatte eine mit der israelischen Militärstrategie vertraute Person in der vergangenen Woche Reuters gesagt.

Israels Norden unter Raketenbeschuss aus Iran und LibanonLaut der israelischen Armee sind Raketen von Iran aus auf Israel abgefeuert worden. Nach Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zu Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen. Anschließend berichtete das israelische Nachrichtenportal „ynet“, auch aus Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden. Ein Teil davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden und der Rest in offenen Gebieten eingeschlagen. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. In der Nacht hatte es in verschiedenen Orten in Israel Einschläge gegeben.Auch die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue großangelegte Angriffswelle in Iran gestartet. Es sei Infrastruktur des iranischen Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. 

Washington zieht Personal aus Oman abDas US-Außenministerium ordnet ⁠die Ausreise von nicht essenziellen Regierungsmitarbeitern und deren Familienangehörigen aus dem Oman an. Als Grund nennt die Behörde Sicherheitsrisiken im Zuge des andauernden Krieges der USA und Israels ‌gegen Iran. 

Sechs tote US-Soldaten bei Absturz im IrakDas US-Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben sechs bei einem Flugzeugabsturz im Irak getötete US-Soldaten ⁠identifiziert. Ein feindlicher oder versehentlicher Beschuss sei nicht die Ursache gewesen, hieß es. Die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, eine von Iran unterstützte Miliz, hatte dagegen erklärt, sie habe das Flugzeug abgeschossen. Zunächst hatte das US-Militär den ‌Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder bestätigt und nach den beiden anderen suchen lassen. Die Soldaten waren an Bord eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135, das zur Unterstützung von US-Angriffen auf Iran im Einsatz war. ‌An dem Absturz war dem Militär ‌zufolge ein weiteres Flugzeug beteiligt. Die Untersuchung des Vorfalls dauert an.

Trump droht mit weiteren Angriffen auf iranische Insel KhargDie USA könnten die Insel „nur zum Spaß noch ein ‌paar Mal treffen“, hat Donald Trump in einem Interview mit dem Sender NBC News gesagt. Die bisherigen Angriffe hätten den größten Teil der Insel „total ‌zerstört“. Der US-Präsident zeigte sich ‌zugleich offen für eine Verhandlungslösung zur Beendigung des Konflikts. Er sei jedoch noch nicht bereit, ein Abkommen mit Iran zu schließen, da „die Bedingungen ​noch nicht gut genug sind“. Berichte ⁠über den Tod des neuen obersten Führers  Modschtaba Khamenei nannte Trump „ein Gerücht“.

Nach Angriff ⁠auf Raffinerie Lanaz ⁠in nordirakischer Stadt Erbil ​bleibt Betrieb ausgesetztEin durch den Drohnenangriff ‌ausgelöster Brand sei inzwischen unter Kontrolle, teilten Vertreter des Ministeriums für Bodenschätze ​der kurdischen Regionalregierung mit. Der Betrieb ​bleibe ausgesetzt, bis das Ausmaß des Schadens begutachtet sei.

Drei iranische Fußballerinnen verzichten auf Asyl in AustralienDrei weitere Mitglieder des iranischen Frauenfußball-Nationalteams haben Australien wieder verlassen. Das teilte der australische Innenminister Tony Burke mit. Demnach hätten die drei Frauen entschieden, in ihr vom Krieg stark beeinträchtigtes Heimatland zurückzukehren.Das Schicksal des iranischen Teams hatte in dieser Woche für großen Wirbel gesorgt. Nach ihrem Ausscheiden bei Asien-Cup hatten zunächst fünf Spielerinnen Asyl in Australien beantragt. Eine weitere Spielerin und ein Mitglied aus dem Betreuerstab folgten dem Schritt kurz vor der Abreise am Mittwoch, eine der Frauen änderte aber in letzter Minute noch ihre Meinung. 

Israelische Bodentruppen töten Dutzende Hizbullah-Milizionäre Israelische Bodentruppen haben bei Kämpfen im Südlibanon einem Bericht der Zeitung „Times of Israel“ zufolge Dutzende Milizionäre der irantreuen Hizbullah getötet. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden. Die Einsätze hätten bereits vergangene Woche in der Region von Rab El Thalathine westlich der israelisch besetzten Golanhöhen begonnen. In dem Ort sollten militärische Anlagen der Hizbullah zerstört und Bewaffnete der Miliz vertrieben werden, schrieb die Zeitung.Die Armee bestätigte zudem, dass das Nordkommando seine Vorbereitungen fortsetze, um in der kommenden Woche zusätzliche Truppen aufzunehmen. Es gehe unter anderem um die 98. Division mit zwei Kampfbrigaden und zusätzlichen Pionierbataillonen sowie um die Golani-Brigade. Nach Darstellung des Nachrichtenportals „Axios“ will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hizbullah zu zerschlagen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte erneut ein Ende der gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hizbullah. 

Schweiz lehnt zwei Überfluggesuche der USA abDie Schweiz hat nach eigenen Angaben zwei Überfluggesuche der USA im Zusammenhang mit dem Irankrieg abgelehnt. Drei weitere Gesuche seien genehmigt worden, teilt die Schweizer Regierung mit. Sie begründete die Ablehnungen mit der Neutralität des Landes. Demzufolge seien Überflüge von Konfliktparteien verboten, die einem militärischen Zweck dienten. Erlaubt seien hingegen humanitäre und ​medizinische Transporte sowie Flüge ohne Konfliktbezug. 

Irans Außenminister äußert sich zu Khamenei Nach US-Angaben über eine Verletzung des neuen obersten Führers Irans hat der Außenminister des Landes betont, dass es „kein Problem“ bei Modschtaba Khamenei gebe. „Es gibt kein Problem mit dem neuen obersten Führer“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag dem US-Sender MS Now. „Er erfüllt seine Pflichten gemäß der Verfassung und wird dies auch weiterhin tun.“ US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag erklärt, Khamenei sei „verletzt und wahrscheinlich entstellt“.Medienberichten zufolge wurde Modschtaba Khamenei am ersten Tag des Iran-Krieges am 28. Februar bei einem Luftangriff auf Teheran verletzt, bei dem sein Vater Ayatollah Ali Khamenei getötet wurde. Modschtaba Khamenei wurde daraufhin am 8. März als Nachfolger seines Vaters zum politischen und geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt.Nach seiner Ernennung hatte er am Donnerstag seine erste Botschaft veröffentlicht. Diese trug er jedoch nicht persönlich vor und trat auch nicht in der Öffentlichkeit auf, sondern sie wurde von einer Journalistin im Staatsfernsehen verlesen. Dass sich der 56-jährige nicht öffentlich äußerte, löste Spekulationen über seinen Verbleib aus.

Türkei prüft Widersprüche bei RaketenabschüssenDie Türkei prüft laut Außenminister Hakan Fidan Widersprüche zwischen iranischen Angaben und vorliegenden technischen Daten zu den Raketen, die auf die Türkei abgefeuert wurden. Der Iran habe jede Verantwortung zurückgewiesen, sagt Fidan bei einer Pressekonferenz. Die türkischen Behörden verfügten über technische Daten zu den auf ​die Türkei abgefeuerten Raketen und würden die Unstimmigkeiten gegenüber iranischen Vertretern zur Sprache bringen.