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26.09.2026
03:30 Uhr
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Irans Außenminister: Entscheidung liegt bei den USA +++ UN verurteilt Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien +++ Dubai stellt Flugverkehr nach Iran ein +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Saudi-Arabien: Koalition fängt zwei auf Riad gerichtete Drohnen abDie von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben zwei auf die Hauptstadt Riad gerichtete Drohnen der pro-iranischen Huthi-Rebellen abgefangen. Auf der Plattform X teilt das Bündnis mit, es überwache weitere Bedrohungen durch Raketen und Drohnen. Der saudische Zivilschutz gab in der Nacht zunächst Warnungen für die Städte Chamis Muschait und Abha heraus, nicht jedoch für Riad.
Irans Außenminister: Entscheidung liegt nun bei den USAIran hat den USA nach eigenen Angaben einen „konkreten“ Sieben-Tage-Plan zur Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus vorgelegt. Nun liege die Entscheidung bei den USA, sagt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi vor Journalisten bei den Vereinten Nationen in New York: „Wenn die notwendigen Bedingungen erfüllt sind, kann die Meerenge wieder geöffnet und der normale Schiffsverkehr innerhalb von sieben Tagen wiederhergestellt werden. Die Entscheidung liegt nun bei den Vereinigten Staaten.“ Die Schritte, die die USA gehen müssten, seien nicht neu. „Sie sind alle bereits in der Absichtserklärung enthalten“, sagt er und bezieht sich dabei auf die Absichtserklärung, die Iran und die USA im Juni vereinbart hatten.
UN verurteilt Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien einstimmigDie anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf Saudi-Arabien sind einstimmig vom UN-Sicherheitsrat verurteilt worden. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten „aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden“, hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen. In der vom amtierenden Ratsvorsitzenden, Frankreichs Botschafter Jérôme Bonnafont, verlesenen Erklärung kritisierten die 15 Ratsmitglieder auch die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthis auf Handelsschiffe im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab. Der Sicherheitsrat rief zu „konkreter Zusammenarbeit“ mit der international anerkannten Regierung im Jemen auf, um zu verhindern, dass die Huthis „Waffen und anderes Material, technische Unterstützung, Ausbildung sowie Finanzmittel“ erhielten. Saudi-Arabien habe ein „Recht auf Selbstverteidigung“.
Iran droht Nachbarn nach US-Sanktionen gegen FlugsektorNach der Einschränkung zahlreicher Flugverbindungen durch US-Sanktionen hat Iran seinen Nachbarstaaten gedroht. „Entweder ist das Fliegen in der Region für alle frei oder für niemanden“, schrieb Mohammed Mochber, Berater des obersten Führers, auf der Plattform X. Die Kooperation mit den USA bei der „Umsetzung feindseliger Maßnahmen“ werde dem iranischen Volk im Gedächtnis bleiben. Seine Drohung ließ Mochber darüber hinaus unkonkret.Irans internationaler Luftverkehr ist nach neuen US-Sanktionen weitgehend isoliert. Mehrere Staaten haben inzwischen ihre Kooperation mit iranischen Airlines eingestellt oder verweigern gar die Erlaubnis, den Luftraum zu nutzen. Ab dem Hauptstadtflughafen Imam-Chomenei in Teheran fliegen nur noch wenige iranische Airlines nach Russland, China oder die Türkei. Hintergründe zu den Sanktionen und ihren Folgen können Sie bei Iran-Korrespondentin Friederike Böge nachlesen:
Kolumbien bricht Beziehungen zu Iran abKolumbien hat die diplomatischen Beziehungen zu Iran abgebrochen. Die Regierung begründet den Schritt unter anderem mit mutmaßlichen Verbindungen Teherans zu internationalen Terrorgruppen und zu „narcoterroristischen“ Organisationen in Kolumbien, mit Menschenrechtsverletzungen sowie Angriffen Irans auf Golfstaaten und der Blockade der Straße von Hormus. Zugleich erklärte Bogotá die iranischen Revolutionsgarden zur Terrororganisation. Der Bruch ist Teil einer außenpolitischen Kehrtwende unter dem neuen rechtsgerichteten Präsidenten Abelardo de la Espriella, der demonstrativ die Nähe zu Israel und den Vereinigten Staaten sucht und die Sicherheitszusammenarbeit mit Washington bereits deutlich ausgebaut hat. Schon im Wahlkampf hatte De la Espriella angekündigt, die Beziehungen zu autoritär regierten Staaten wie Kuba und Nicaragua zu überprüfen.
Dubai stellt Flugverkehr nach Iran einDie Vereinigten Arabischen Emirate wollen auf ihrem Flughafen in Dubai vorerst keine Flüge aus und nach Iran mehr zulassen. Das gab die dortige Luftfahrtbehörde unter Verweis auf amerikanische Sanktionen bekannt. Iranische Passagiere verlieren damit eines ihrer wichtigsten Drehkreuze für Flüge weltweit. Andere Länder wie Aserbaidschan, Oman und Indien hatten sich zuvor bereits dem amerikanischen Druck gebeugt und den Flugverkehr mit Iran eingestellt. Am Donnerstag musste zudem ein Flug aus Teheran nach Duschanbe umkehren, nachdem Turkmenistan der Fluggesellschaft laut iranischen Angaben die Überflugrechte verweigert hatte.
Pakistan: Angriff afghanischer Taliban an der Grenze abgewehrtPakistanische Sicherheitskräfte haben nach Angaben aus Sicherheitskreisen einen Angriff afghanischer Taliban an der gemeinsamen Grenze abgewehrt. Im Gulistan-Sektor seien mehrere Taliban-Kämpfer getötet worden, heißt es den Kreisen zufolge. Derzeit komme es immer wieder zu Schusswechseln, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters mehrere damit vertraute Personen. Die Grenztruppen seien in Alarmbereitschaft.
Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan planen Krisentreffen nach Huthi-AngriffenNach Angriffen der jemenitischen Huthis auf Saudi-Arabien planen das Land, die Türkei und Pakistan ein Dringlichkeitstreffen ihrer Generalstabschefs. Dabei solle über Möglichkeiten zur Unterstützung der Regierung in Riad im Rahmen eines gemeinsamen Verteidigungsabkommens beraten werden, teilt das saudische Außenministerium mit. Zudem bekräftigen die drei Staaten dem Ministerium zufolge das Recht Saudi-Arabiens, nach der UN-Charta Maßnahmen zur Selbstverteidigung zu ergreifen.
Peseschkian: Iran zur Herausgabe hochangereicherten Urans bereitDer iranische Präsident Massud Peseschkian hat seine grundsätzliche Bereitschaft zur Herausgabe des hochangereicherten Urans im Besitz seines Landes erklärt. Auf die Frage, ob Iran dazu bereit sei, sagte er dem US-Sender Fox News: „Ja, im Rahmen des Völkerrechts, auf der Grundlage des Atomwaffensperrvertrags, werden wir uns an alles halten, wozu wir verpflichtet sind.“ Der Atomwaffensperrvertrag verbietet die Weiterverbreitung von Nuklearwaffen.Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verfügt die Islamische Republik über etwa 440 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von etwa 60 Prozent. Laut IAEA würde die Menge für mehrere Atomwaffen ausreichen, wenn der Reinheitsgrad noch etwas weiter erhöht würde. Die Inspektoren der IAEA haben derzeit keinen Zugang zu den mehr als 20 bekannten Standorten des iranischen Atomprogramms.
Britischer Außenminister: Großbritannien warnt Iran vor feindseligen HandlungenGroßbritannien warnt Iran einem Medienbericht zufolge vor feindseligen Handlungen. Der britische Außenminister Ed Miliband sagt seinem iranischen Amtskollegen Abbas Aragtschi bei einem Treffen, Großbritannien werde „keine Einschüchterung, Drohungen oder feindselige Aktivitäten auf britischem Boden“ von Gruppen tolerieren, die mit Iran in Verbindung stehen, wie der Sender Sky News berichtet.
Iranischer Präsident: USA müssen über Kriegsende entscheidenDie USA müssen dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian zufolge über ein Ende des Krieges mit Iran entscheiden. Er sagt in einem Interview des US-Fernsehsenders Fox News auf die Frage nach einem möglichen Kriegsende noch in diesem Jahr: „Es ist Amerika, das entscheiden muss, ob es dies beenden will oder nicht.“
Macron: Frankreich will Truppen nach Saudi-Arabien schickenFrankreich wird Truppen und Verteidigungssysteme nach Saudi-Arabien entsenden, um die für den Energietransport wichtige Hafenstadt Janbu am Roten Meer zu schützen. „Wir werden militärische Mittel, das heißt Soldaten, Radarsysteme und Verteidigungssysteme, entsenden, um diesen Ort zu schützen“, sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag in einem Fernsehinterview. Es gehe aber nicht darum, sich in Konflikte einzumischen. Macron versicherte der Bevölkerung angesichts hoher Energiepreise, Frankreich verfüge vor dem Winter über ausreichende Gas- und Ölvorräte. Ein mögliches US-Exportverbot für Diesel nannte Macron „katastrophal“ für die Welt und die US-Wirtschaft. Die Rohölpreise waren zuletzt gestiegen, da die alternative Route für saudische Ölexporte über Janbu von den von Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen mit Raketen angegriffen worden war.
Iranisches Passagierflugzeug muss wegen Sanktionen umkehrenNach der Ankündigung neuer US-Sanktionen gegen Irans Luftfahrtsektor ist ein iranisches Passagierflugzeug zur Umkehr gezwungen worden. „Da Turkmenistan den iranischen Fluggesellschaften keine Genehmigung zum Überflug seines Luftraums erteilt hatte, konnte der Flug Teheran-Duschanbe nicht am Zielort landen“, berichtete die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf einen Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde. Ein von iranischen Medien verbreitetes Video zeigte eine Durchsage im betroffenen Flug. „Wir haben sogar versucht, unsere Flugroute in der Luft zu ändern und über den Luftraum eines anderen Landes nach Tadschikistan einzufliegen“, sagt darin der Pilot. Wann der Flug diese Woche genau erfolgte, blieb zunächst unklar.US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt. Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen.
Emirate sanktionieren Irans größte staatliche BankDie Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate hat Irans größtem staatlichen Finanzinstitut, Bank Melli, die Geschäftstätigkeit in dem Golfstaat weitestgehend untersagt. Die Bank dürfe in den Emiraten keine Finanztransaktionen aus Iran oder nach Iran mehr abwickeln, erklärte die Notenbank. Dies gelte auch für Überweisungen und die Finanzierung von Handelsgeschäften. Dubai und die übrigen Emirate waren für Iran zuletzt eine sehr wichtige Drehscheibe für Finanz- und Handelsgeschäfte. Die Zentralbank der Emirate wirft Bank Melli Verstöße gegen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismus und der Verbreitung von Waffen vor. Mit der Sanktionierung des Instituts durch den US-Verbündeten erhöht sich im andauernden Konflikt zwischen den USA und Iran der wirtschaftliche Druck auf die Islamische Republik weiter.