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19.09.2026
21:22 Uhr
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Iran: Bedingungen für Kriegsende an die USA übermittelt +++ Teheran fordert Einstellung der Kämpfe und Aufhebung der Seeblockade +++ Saudi-Arabien ruft Luftalarm aus – Explosionen in Riad +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iranisches Militär warnt USA vor neuen AngriffenDas iranische Militär warnt die USA vor neuen Angriffen auf das Land. Das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, erklärte laut der Nachrichtenagentur Fars, alle Stützpunkte und Interessen der USA in der Region würden ohne jegliche Einschränkung oder Rücksichtnahme Angriffen ausgesetzt sein. Alle Länder in der Region, die einen Angriff der USA unterstützten, würden als Komplizen betrachtet. Sie könnten keine Zurückhaltung oder Nachsicht erwarten.Das Militär beruft sich auf unbestätigte Berichte über ein Treffen von US-Vertretern in einem europäischen Land, bei dem Vereinbarungen über abermalige Angriffe auf Iran getroffen worden sein sollen. Einige arabische Länder in der Region sollen grünes Licht gegeben haben.
Tote und Verletzte im WestjordanlandKurz vor Beginn des höchsten jüdischen Feiertags eskaliert die Gewalt im Westjordanland. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, Soldaten hätten einen Palästinenser getötet, der versucht habe, sie mit einem Auto zu rammen. Zudem kam laut Polizei ein Israeli durch Schüsse ums Leben. Israels Polizei und Militär suchen eigenen Angaben zufolge nach dem mutmaßlich palästinensischen Schützen. Offiziellen israelischen Angaben zufolge schoss er aus einem Auto heraus auf israelische Siedler und flüchtete anschließend.Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete unterdessen zwei verletzte Palästinenser nach einem Siedlerangriff im Westjordanland. Ein Mann sei am Kopf durch einen Stein verletzt worden, ein weiterer habe eine Stichwunde im Bein erlitten. Am Sonntagabend beginnt Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag. An Feiertagen nehmen die Spannungen im Westjordanland häufig noch einmal zu.
Iran: Straße von Hormus erst nach Erfüllung von Forderungen wieder aufIran will die Straße von Hormus erst wieder öffnen, wenn seine Bedingungen erfüllt und die Zusagen der USA umgesetzt wurden. Dies erklärte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf laut der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Fars. Iran müsse sowohl kämpfen als auch verhandeln. Teheran werde militärische Gewalt einsetzen, um seine Feinde zurückzudrängen. Iran werde auch Diplomatie nutzen, um die auf dem Schlachtfeld errungenen Erfolge zu festigen, sobald der richtige Zeitpunkt gekommen sei.
USA warnen vor Eskalation im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und HuthiDie USA haben vor einer Eskalation des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und den von Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen gewarnt. Die militärischen Auseinandersetzungen könnten „rasch eskalieren“, erklärte das amerikanische Außenministerium am Samstag (Ortszeit) in einer Reisewarnung, in der unter anderem auf Angriffe auf zivile Flughäfen verwiesen wurde. US-Staatsangehörige, die sich noch nicht in der Region aufhalten, sollten Reisen dorthin daher „ernsthaft überdenken“.
Huthi-Rebellen melden Angriffe auf Aramco-Anlage und Riad Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert, unter anderem in der saudischen Hauptstadt Riad. Ein Huthi-Sprecher teilte mit, die Gruppe habe Dutzende ballistische Raketen und Drohnen gegen „sensible Ziele“ in Riad sowie auf Anlagen des saudischen Ölkonzerns Aramco in der Hafenstadt Yanbu am Roten Meer abgefeuert. Die Angriffe hätten mehrere größere Brände ausgelöst. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.Der Mitteilung zufolge waren die jüngsten Attacken eine Reaktion auf mehr als 700 saudische Luftangriffe im Jemen. Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen in ihrem langwierigen Konflikt mit der Huthi-Miliz. Seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg gerät das Land immer wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland.Augenzeugen hatten zuvor von einem Brand eines Treibstofftanks am internationalen Flughafen von Riad berichtet, der den Flugverkehr vorübergehend unterbrochen hatte. Eine offizielle Stellungnahme zur Ursache des Brandes gab es zunächst nicht. Auch die saudische Regierung äußerte sich bislang nicht zu den Vorfällen.
Teheran: Bedingungen für Kriegsende über Qatar an die USA übermitteltIran hat den USA über Vermittler in Qatar seine Bedingungen für ein Kriegsende übermittelt und wartet auf eine Antwort von US-Präsident Donald Trump. Das berichtet der Sender Al Jazeera. Zu den Forderungen zählen die Einstellung der Kämpfe an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder sowie die Aufhebung der Seeblockade, sagte der iranische Sicherheitschef Mohsen Resai dem Sender. Die Gespräche mit Qatar und Pakistan dauerten an. Zudem wolle die Regierung in Teheran, dass der Krieg zwischen Saudi-Arabien und den Huthis im Jemen beendet wird. Er glaube, dass auch die Huthis ein Abkommen anstreben.
Mann in Iran wegen Vorwurfs der Spionage für Israel hingerichtetIn Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Hossein Pedaran habe Informationen über iranische Raketenstellungen in der Provinz Isfahan an den israelischen Geheimdienst Mossad weitergegeben, teilte das Justizportal Misan mit, ohne Details zur Festnahme des Mannes und zum Prozess gegen ihn zu nennen. Menschenrechtsorganisationen zufolge ist Iran nach China das Land, in dem die meisten Todesurteile vollstreckt werden. Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen und der französischen Organisation Gemeinsam gegen die Todesstrafe (ECPM) wurden in Iran 2025 mindestens 1639 Menschen hingerichtet – so viele wie seit 1989 nicht mehr.
UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-AngriffeDer UN-Sicherheitsrat hat die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien scharf verurteilt. Die 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums erklärten ihre Solidarität mit dem Königreich, welches das Recht auf Selbstverteidigung habe, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die von Iran unterstützten Rebellen forderten sie auf, die militärische Eskalation unverzüglich einzustellen.Der Sicherheitsrat verurteilte zudem die Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer und in der Meerenge und forderte „praktische Zusammenarbeit“, auch mit der jemenitischen Regierung, um den Zugang der Huthis zu Waffen und anderem militärischem Inventar zu unterbinden. Die Staaten verurteilten auch die militärische Eskalation im Jemen selbst „auf das Schärfste“ angesichts von Berichten über Tote, Verletzte und mehr als 125.000 Vertriebene.
Saudi-Arabien ruft Luftalarm aus – Explosionen in RiadInmitten des Konflikts mit den Huthi-Rebellen im Jemen hat Saudi-Arabien für die Hauptstadt Riad Luftalarm ausgerufen. „Das Gebiet ist einer feindlichen Luftbedrohung ausgesetzt“, hieß es in einer Nachricht, die Bewohner Riads erhielten. In der saudi-arabischen Hauptstadt waren daraufhin zwei Explosionen zu hören.Später am Tag berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP von schwarzem Rauch und Flammen in der Nähe des internationalen Flughafens von Riad. „In Richtung des Flughafens haben wir schwarzen Rauch und Feuer gesehen“, erklärten demnach zwei Bewohner Riads. Andere Anwohner berichteten zudem von Explosionen. Ein AFP-Journalist beobachtete, wie Feuerwehrleute in der Nähe des Flughafens versuchten, einen brennenden Tank mit dem Logo des sudiarabischen Ölriesen Aramco zu löschen. Die Website \"Flightradar24\" meldete größere Schwierigkeiten am Flughafen. Es gebe Flugstreichungen und Verspätungen.Die Huthi hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither Ziele in dem Königreich und Schiffe im Roten Meer angegriffen. Nach einer Blitzoffensive übernahm die Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab.
Ex-US-Sicherheitsberater wirft Trump in Iran massive Versäumnisse vorDer frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, wirft US-Präsident Donald Trump im Krieg gegen Iran massive Versäumnisse vor. „Trump entscheidet, ohne die Folgen zu bedenken, ohne mögliche Szenarien durchzuspielen. Das hat ihn in eine Lage gebracht, aus der er heute keinen Ausweg weiß“, sagte Bolton mit Blick auf den Krieg im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks. „Die entscheidende Frage ist, welches Ziel man mit militärischer Gewalt verfolgt.“Bolton warf Trump zudem mangelhafte Informationspolitik vor. Der Republikaner habe weder die US-Bevölkerung noch den Kongress von der Notwendigkeit eines Militäreinsatzes in Iran überzeugt. Er habe weder die NATO noch die Golfstaaten informiert, auch nicht Japan oder Südkorea. Und vor allem habe er nicht mit dem Widerstand in Iran zusammengearbeitet. „Der ist sehr verbreitet, wenn auch schlecht organisiert“, sagte Bolton. Trump hätte die Opposition fragen können, ob sie Geld, Kommunikationsmittel oder Waffen benötigte. „Menschen im Land könnten das Regime weiter destabilisieren, bis es sich nicht mehr halten kann.“