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07.03.2026
21:41 Uhr
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Netanjahu: Israel setzt Angriffe auf Iran fort +++ Großbritannien bereitet Einsatz von Flugzeugträger vor +++ Royal Navy bereitet laut Bericht HMS Prince of Wales vor +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Modschtaba Chamenei, der als Nachfolger seines Vaters Ali Chamenei gehandelt wird, soll ein milliardenschweres Immobilienimperium dirigieren, zu dem Hotels in Deutschland zählen. Unterstützt wird er von den Revolutionsgarden, die Irans Wirtschaft und Finanzwelt dominieren. Vahid Salemi/AP/Dpa
Kuwait meldet Angriffe mit Drohnen und Raketen Kuwait ist in der Nacht auch mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Die Luftabwehr habe drei in den Luftraum eingedrungene Geschosse abgefangen und zerstört, teilte die Armee des am Persischen Golf gelegenen Landes auf der Plattform X mit. Kurz zuvor waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits Treibstofftanks des internationalen Flughafens von Kuwait Ziel von Drohnenangriffen geworden. Nähere Angaben gab es zunächst nicht. Die Armee erklärte, zivile Einrichtungen seien durch Trümmerteile infolge des Einsatzes der Luftabwehr beschädigt worden. Kuwait sei von einer „Welle feindlicher Drohnen“ sowie von Raketen angegriffen worden, hieß es.
Chinas Außenminister: „Ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen\"Chinas Außenminister Wang Yi hat den US-israelischen Angriff auf Iran kritisiert. Macht gebe einem kein Recht, und die Welt dürfe nicht zum „Gesetz des Dschungels“ zurückkehren, sagte Chinas Chefdiplomat in Peking am Rande des dort tagenden Nationalen Volkskongresses. China fordere eine Feuerpause und ein Ende des Krieges. „Dies ist ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen, und der für keine der beteiligten Seiten Vorteile hat“, sagte Wang.China hatte den Angriff schon zuvor verurteilt, ein Ende der Militäroperationen und Sicherheit in der Straße von Hormus zum Wohl der Weltwirtschaft gefordert. Wang hatte sich nun bei dem alljährlichen Pressetermin während des Volkskongresses öffentlich dazu geäußert. Dieser bietet Journalisten die seltene Gelegenheit, ihre Fragen an den Minister zu richten.Ohne die USA zu erwähnen, forderte Wang außerdem, die Souveräntität von Ländern in Nahost zu wahren, den Einsatz von Gewalt zu vermeiden, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und Konflikte dort politisch zu lösen. Revolutionen zu planen und Regimewechsel anzustreben, sei unpopulär, sagte Wang.
Iranischer Sicherheitschef: USA wollen „grundlegende Auflösung“ IransDer iranische Sicherheitschef Ali Laridschani hat den USA und Israel vorgeworfen, den Zerfall Irans anzustreben. Ihr Ziel sei „die grundlegende Auflösung Irans“, sagte Laridschani in einem am Samstag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die USA versuchten, in Iran ein ähnliches Szenario wie in Venezuela zu wiederholen, sagte der Sicherheitschef. „Sie dachten, es würde wie in Venezuela laufen: Sie würden zuschlagen, die Kontrolle übernehmen und dann wäre alles vorbei. Aber jetzt sitzen sie in der Falle“, fügte er hinzu.„Ich denke, das größte Problem der Amerikaner ist, dass sie den Kontext Westasiens, insbesondere Irans, nicht verstehen“, sagte Laridschani. Er warnte die USA abermals davor, iranische Kurden gegen Teheran aufzuwiegeln. „Die Streitkräfte haben diesen Gruppen (den Kurden) klar gesagt: 'Wenn ihr einen Fehler macht, werden wir euch zur Rechenschaft ziehen'“, sagte Laridschani.
Australien erwägt Hilfe für von Iran angegriffene StaatenAustralien erwägt, Länder beim Schutz vor iranischen Angriffen zu unterstützen. „Wir wurden um Hilfe gebeten, und wir werden das sorgfältig prüfen“, sagte Außenministerin Penny Wong am Sonntag. Eine Beteiligung an Offensivaktionen gegen Iran schließe sie jedoch aus. Die Hilfe könne den Schutz vor Drohnen- und Raketenangriffen umfassen.
Israels Armee: Angriff auf Al-Quds-Kommandeure in BeirutIsraels Armee hat nach eigenen Angaben in der libanesischen Hauptstadt Beirut einen „präzisen Angriff“ auf Kommandeure der Al-Quds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden durchgeführt. Die Kommandeure des sogenannten Libanon-Korps hätten Terroranschläge auf Israel vorbereitet, teilte die Armee in der Nacht mit.Nach libanesischen Angaben hatte Israels Militär gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in Beirut angegriffen. Nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. In der Mitteilung der israelischen Armee wurden keine Angaben zum genauen Ort des Angriffs gemacht. Es hieß nur, dass Teheran die Zivilbevölkerung im eigenen Land wie auch in Libanon als menschliche Schutzschilde zur Vorbereitung von Terrorakten missbrauche.
Zwei Rückholflüge aus Nahost in Hannover gelandetZwei Tui-Flüge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit gestrandeten Touristen an Bord sind in der Nacht in Hannover gelandet. Nach Unternehmensangaben handelte es sich um die ersten Rückholflüge, die der Reisekonzern mit eigenen Flugzeugen organisiert hat. Demnach flogen die Maschinen vom Flughafen Al-Ain mit technischem Zwischenstopp im griechischen Heraklion nach Hannover. Den Angaben nach landeten sie dort gegen 22.20 Uhr und 23.35 Uhr. Tui-Chef Sebastian Ebel sprach vor Ort von Erleichterung und Freude bei den Gästen. „Ich glaube, wenn man aus so einem Gebiet kommt und dann wieder hier die europäische Sicherheit spürt – das ist schon etwas Tolles.“ Insgesamt waren 250 Pauschalreisende an Bord der beiden Flugzeuge. Unter ihnen waren auch Menschen etwa aus Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Polen und dem Vereinigten Königreich.
Libanon: Israelischer Angriff auf Hotel in Beirut – Tote und VerletzteDie israelische Armee hat nach libanesischen Angaben gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in der Hauptstadt Beirut angegriffen. Nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. Die Hintergründe des nächtlichen Angriffs waren zunächst unklar. Von den israelischen Streitkräften gab es zunächst keine Mitteilung zu dem Vorfall.
Saudi-Arabien und Kuwait melden AngriffeSaudi-Arabien und Kuwait sind abermals Ziel von Angriffen geworden. Das saudische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X mit, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. In Kuwait wurden Treibstofftanks des internationalen Flughafens des Landes Ziel von Drohnenangriffen, wie das Verteidigungsministerium auf X bekanntgab. Die Streitkräfte seien zur Abwehr der „Welle feindlicher Drohnen“ im Einsatz gewesen. Nähere Angaben machten die beiden Golfstaaten nicht.
Trump will Kurden nicht in Irankrieg einbindenUS-Präsident Donald Trump hat die Einbindung von Kurden in den Irankrieg ausgeschlossen. Kurdische Kämpfer in der Region seien bereit dazu, aber er habe ihnen gesagt, dass er das nicht wolle, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten. Die USA hätten eine gute Beziehung zu den Kurden, „aber wir wollen den Krieg nicht komplizierter machen, als er ohnehin schon ist“, sagte Trump.
Israel setzt Angriffe in Libanon fortDie israelische Armee setzt ihre Angriffe auf die von Iran unterstützte Hizbullah-Miliz in Libanon auch in dieser Nacht fort. In den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut werde Infrastruktur der Miliz bombardiert, schrieb die Armee auf Telegram. Kurz zuvor hatte sie nach eigenen Angaben in Reaktion auf einen Raketenbeschuss aus Libanon eine Abschussanlage der Schiiten-Miliz attackiert und zerstört.
Trump macht Teheran für Angriff auf Schule in Iran verantwortlich US-Präsident Donald Trump hat Teheran für den Angriff auf eine Schule in Iran mit womöglich mehr als 150 Toten verantwortlich gemacht. „Auf Grundlage dessen, was ich gesehen habe, wurde dies von Iran getan“, sagte der US-Präsident am Samstag an Bord seiner Präsidentenmaschine zu Journalisten. Die „New York Times“ hatte am Freitag berichtet, dass wahrscheinlich die USA für den Angriff verantwortlich seien. Dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben.
Trump nimmt Leichen von getöteten US-Soldaten in Empfang Unter den Augen von US-Präsident Donald Trump sind am Samstag die Leichen der sechs im Irankrieg getöteten US-Soldaten in die Vereinigten Staaten überführt worden. Trump salutierte, als die mit US-Flaggen bedeckten Särge aus einem Militärflugzeug ausgeladen und an ihm vorbeigetragen wurden. An der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware nahmen auch US-Vizepräsident JD Vance und seine Frau Usha, Pentagon-Chef Pete Hegseth, US-Generalstabschef Dan Caine sowie First Lady Melania Trump teil. Die sterblichen Überreste der Soldaten wurden anschließend in eine Leichenhalle gebracht. Dort sollen sie offiziell identifiziert und für die Beisetzung vorbereitet werden. Die getöteten Soldaten – fünf Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 54 Jahren – waren Reservisten, die einer Einheit aus dem US-Bundesstaat Iowa angehörten. Sie wurden am Sonntag bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet.
Trump an Starmer: „Brauchen euch nicht mehr“US-Präsident Donald Trump äußert sich spöttisch über den britischen Premierminister Keir Starmer. „Das Vereinigte Königreich, unser einstiger großer Verbündeter, vielleicht sogar der größte von allen, erwägt nun ernsthaft, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu entsenden“, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Das ist in Ordnung, Premierminister Starmer, wir brauchen sie nicht mehr – aber wir werden uns daran erinnern. Wir brauchen keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligen, wenn wir sie bereits gewonnen haben!“ Starmer hatte bereits vor einigen Tagen Kritik von Trump zurückgewiesen und erklärt, er stehe zu seiner Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und Israels nicht unterstützt zu haben. Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben. „Es ist meine Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse Großbritanniens ist“, hatte Starmer dazu gesagt.