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24.09.2026
16:15 Uhr
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Drohnen könnten von Schiffen im Mittelmeer starten +++ Polen: Feuer in Starlink-Station war „Sabotage“ +++ Ukraine: Sechs Tote bei russischem Angriff auf Bauernhof +++ Ukraine und Finnland schließen Abkommen zur Drohnen-Produktion +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

EU setzt russische Journalistin Fedorova auf die SanktionslisteDie Europäische Union hat die ehemalige Chefredakteurin des russischen Staatssenders RT in Frankreich, Xenia Fedorova, auf die Sanktionsliste gesetzt. Fedorova unterstütze bei ihren fortlaufenden Medienauftritten die Politik der russischen Regierung, die die „Demokratie und die Stabilität in der Union“ gefährde und bedrohe, heißt es in der Begründung des Rats der EU-Länder. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sprach in diesem Zusammenhang am Donnerstag im Onlinedienst X von „feindlichen Manövern gegen unsere Demokratie“.
Ukrainer nach Messerangriff in Polen festgenommen Bei einem Messerangriff in einem Kloster in Südostpolen ist am Donnerstag ein Mann getötet worden. Vier weitere Personen seien schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Beamten nahmen einen 31 Jahre alten ukrainischen Staatsbürger als mutmaßlichen Täter fest. Er soll vor Beginn des Gottesdienstes in dem Benediktinerinnen-Kloster in Jarosław eine Frau und vier Männer mit einem Messer attackiert haben. Die Verletzten seien umgehend in Krankenhäuser gebracht und zum Teil notoperiert worden.Der Staatsanwaltschaft der Woiwodschaft Karpatenvorland zufolge überlebte einer der Verletzten, ein Priester, den Angriff nicht. Er sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Bei der Tatwaffe soll es sich um ein Küchenmesser handeln. Über den Tathergang und das Motiv des Tatverdächtigen gab die Behörde keine Auskunft. Das Kloster liegt nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und unterstützt seit vielen Jahren Kriegsflüchtlinge aus dem Nachbarland.Der Angriff fällt in eine Zeit zunehmender Spannungen zwischen Polen und Ukrainern. War die Hilfsbereitschaft in Polen unmittelbar nach dem russischen Überfall sehr groß, hat sich das Verhältnis inzwischen abgekühlt. In den vergangenen Wochen waren zudem dutzende Ukrainer in mehreren Städten Polens Opfer von Übergriffen polnischer Staatsbürger geworden.Nationalkonservative Politiker wie Polens Präsident Karol Nawrocki hatten wiederholt Respekt von der Ukraine verlangt. Der rechtsextreme Politiker Grzegorz Braun verlangte am Donnerstag, eine vermeintliche „Ukrainisierung Polens“ zu stoppen. PiS-Parteichef Jarosław Kaczyński forderte, den Vorfall genauestens zu untersuchen. „Die Sicherheit der Menschen in Polen muss absolute Priorität des Staates haben“, schrieb er auf der Plattform X.
Ausnahmezustand in russischer Region KrasnodarWegen ukrainischer Drohnenangriffe auf die Infrastruktur für den Getreideexport hat der Gouverneur der südrussischen Agrarregion Krasnodar den Ausnahmezustand ausgerufen. Die massiven Attacken auf die Anlagen hätten den Hafenbetrieb lahmgelegt und die Schifffahrt im Schwarzen Meer gestört, teilte Gouverneur Weniamin Kondratjew laut der Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag mit. Durch den Ausnahmezustand können betroffene Betriebe finanzielle Entschädigungen erhalten.
Kreml: Noch keine Entscheidung über Treffen von Putin und Trump Über ein mögliches Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump im Dezember gibt es dem Kreml zufolge noch keine Entscheidung. Es sei verfrüht, über eine Tagesordnung zu sprechen, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. US-Außenminister Marco Rubio hatte erklärt, die USA hätten Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Miami im US-Bundesstaat Florida eingeladen, bei dem ein Treffen mit Trump möglich sei. Russland schätze die Einladung und werde über eine Antwort befinden, sagt Peskow. Er bekräftigt zudem die russische Position, wonach Moskau eine Friedenslösung und keinen vorübergehenden Waffenstillstand anstrebe. Trump versucht seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar vergangenen Jahres, im Ukrainekrieg zu vermitteln.
Selenskyj kontert auf die Frage, wann er nach Moskau reisen wird – „Auf einer Rakete“Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf Russlands Vorschlag eines Treffens mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau mit Sarkasmus und einem Fluch reagiert. Auf die wiederholte Frage eines Reporters des russischen Staatsfernsehens, wann er denn nach Moskau komme, antwortete er: „Auf einer Rakete, verdammt!“. Ukrainische und russische Medien teilten den Clip von Selenskyjs Besuch in New York vielfach in den sozialen Netzwerken. Vor allem das kaum hörbare russische Schimpfwort „bljad“ – freundlich mit „verdammt“ übersetzt – sorgte für Aufsehen in den Medien beider Länder. In Russland wird das Wort zensiert. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, die als Teil der Moskauer Delegation an der UN-Generalversammlung in New York teilnimmt, sagte, er habe wohl Angst, das ihn ein tödliches Schicksal ereile. Sie verwies auch auf das von Selenskyj benutzte Schimpfwort, das allen vor Augen führe, wer Selenskyj wirklich sei.Der ukrainische Präsident hatte sich am Rande der UN-Generalversammlung in New York auch mit US-Präsident Donald Trump getroffen, um über eine Lösung in dem seit mehr als viereinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg zu sprechen. Ergebnisse gab es erwartungsgemäß keine. Selenskyj betont immer wieder, dass er sich mit Putin treffen wolle, um über eine Lösung in dem Konflikt zu sprechen. Der Kremlchef zeigt sich zwar ausdrücklich bereit dazu, betont aber, dass er zu einem Treffen nur in Moskau bereit sei. Selenskyj lehnt das ab.
Tschechische Kampfjets zu Patrouillenflug über Polen aufgestiegen Tschechische Kampfjets vom Typ JAS-39 Gripen sind in der Nacht zu einem Patrouillenflug über Polen aufgestiegen. Dies teilt die tschechische Armee auf dem Kurzmitteilungsdienst X mit. Ein Einsatz von Waffen war demnach nicht notwendig, die Flugzeuge kehrten zu ihrem Heimatstützpunkt zurück.
Minister: Feuer in Starlink-Station in Polen war „Sabotage“Die polnische Regierung hat einen Brand in einer Starlink-Station in Polen am Mittwochabend als Sabotage eingestuft. „Das Feuer hatte das Kraftwerk und den Generator erfasst“, sagte Polens Vizeregierungschef Krzysztof Gawkowski. „Es ist klar, dass dieser Sabotageakt bewusst darauf abzielte, die Station außer Betrieb zu setzen, wodurch die Internetverbindung unterbrochen und der Internetzugang für verschiedene Institutionen, darunter das ukrainische Militär, gestört wurde.“ Durch die Brandschatzung waren die Stromversorgung und der Notstromgenerator der in Zentralpolen gelegenen Anlage zerstört worden.Gawkowski sagte, es sei noch nicht geklärt, wer für das Feuer verantwortlich sei, doch „viele Anzeichen deuten darauf hin, dass dies mit Russlands neuer Angriffsdoktrin im Einklang steht“. Zwar sei die Anlage inzwischen wieder funktionstüchtig, doch müsse man anerkennen, dass man es hier wohl mit einem Element der hybriden Kriegsführung zu tun habe. Der Unternehmer Elon Musk hatte Starlink 2022 in der Ukraine aktiviert, was dem ukrainischen Militär erheblich bei der Verteidigung hilft. Polen trägt einen großen Teil der Starlink-Kosten für die Ukraine.Seit Russlands Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 befindet sich Polen zudem in erhöhter Alarmbereitschaft, weil es direkter Nachbarstaat, aber auch Drehkreuz für Hilfs- und militärische Lieferungen an Kiew ist. Seitdem verzeichnet Polen zunehmend ungewöhnliche Ereignisse im eigenen Land, darunter Brandstiftungen in Einkaufszentren und Firmen, aber auch Sabotageakte an Bahnlinien.
Ukraine: Sechs Tote bei russischem Angriff auf Bauernhof Bei einem russischen Angriff auf einen Landwirtschaftsbetrieb in einem Dorf in der nordukrainischen Region Charkiw werden sechs Menschen getötet. Zudem werden acht Landarbeiter verletzt, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilte.
Nordkoreanische Kriegsgefangene in Südkorea eingetroffen Nach monatelangen Verhandlungen sind zwei von der Ukraine gefangen genommene nordkoreanische Soldaten nach Südkorea gebracht worden. Der südkoreanische Abgeordnete Yoo Yong-won, der die beiden Männer während eines Ukraine-Besuchs 2025 persönlich getroffen und sich seither für ihre Überstellung eingesetzt hatte, erklärte auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, sie seien bereits vor einigen Tagen sicher in Südkorea angekommen.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte während seiner Rede bei der UN-Generaldebatte in New York am Vortag erklärt, die Ukraine habe zwei nordkoreanische Kriegsgefangene nach Südkorea geschickt.„Diese Männer lebend gefangen zu nehmen, war nicht einfach. Einer von ihnen versuchte, sich das Leben zu nehmen, als er erkannte, dass er gefangen genommen werden würde“, sagte Selenskyj. Er kritisierte zudem die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea: „Auch das ist Wahnsinn. Warum sollten Koreaner in einem Krieg gegen die Ukraine ihr Leben geben? Kim Jong-un benutzt sie wie eine Währung. Und er bekommt dafür etwas zurück.“Nach Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes hat Nordkorea rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine entsandt. Vermutet wird, dass Nordkorea von dem verbündeten Russland im Gegenzug Geld, Militärtechnik und Sicherheitsgarantien erhält.Die beiden nordkoreanischen Soldaten waren nach ukrainischen Angaben im Januar 2025 in der russischen Grenzregion Kursk gefangen genommen worden. Berichten zufolge hatten sie den Wunsch geäußert, nach Südkorea überzusiedeln.Südkorea nimmt nordkoreanische Flüchtlinge nach einer Sicherheitsüberprüfung auf und gewährt ihnen grundsätzlich die südkoreanische Staatsbürgerschaft. Die südkoreanische Regierung hat sich bislang unter Verweis auf Sicherheitsbedenken nicht zum Verbleib der beiden Männer geäußert.
Wadephul wirft Russland gefährliche Eskalation in Europa vorAußenminister Johann Wadephul wirft Russlands Präsident Wladimir Putin angesichts zunehmender hybrider Attacken eine Eskalation der Aggression gegen Europa vor. „Russlands hybride Angriffe gegen diejenigen, die die Ukraine und das Völkerrecht unterstützen, haben eine neue Stufe erreicht“, kritisierte der CDU-Politiker bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York.Wadephul bezog sich auf den von der Bundesregierung Moskau zugeschriebenen Drohnenvorfall am Flughafen Halle/Leipzig Anfang August, der ukrainische Frachtflugzeuge zum Ziel hatte. Russland habe versucht, die Maschinen mit einer mit Sprengstoff präparierten Drohne in die Luft zu sprengen, sagte der Minister. „Dies ist kein Einzelfall von Russlands rücksichtsloser und gefährlicher Eskalation in Europa“, fügte er hinzu. Russland weist jeden Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall von Leipzig zurück.
Mindestens zwei Tote bei neuen russischen Angriffen auf KiewBei neuen russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind mindestens zwei Menschen getötet worden. „Wieder einmal waren Kiew und die zivile Infrastruktur – Wohnhäuser, eine Entbindungsklinik, Energieanlagen und Logistikeinrichtungen – die Hauptziele des Angriffs“, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Es sei „bereits bekannt, dass zwei Menschen getötet wurden“.Nach Angaben von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP waren am Donnerstag mehr als 20 Explosionen zu hören. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor ballistischen russischen Raketen gewarnt, die auf die Stadt und die Region sowie auf die Region Tschernihiw nördlich der Hauptstadt zusteuerten.„Explosionen in Kiew“, schrieb Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. „Die Hauptstadt wird mit ballistischen Raketen angegriffen. Bleiben Sie in den Schutzräumen“, fügte er hinzu. In der ukrainischen Schwarzmeerstadt Odessa meldeten Behörden, dass eine medizinische Einrichtung, eine Bildungseinrichtung sowie Wohngebäude durch russische Angriffe beschädigt worden seien.
Baltische Staaten wollen mehr EU-Unterstützung für die DrohnenabwehrDie drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben die EU zu mehr Unterstützung bei der Abwehr von Drohnen aufgefordert. Der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, er sei gemeinsam mit seinen Kollegen aus den beiden anderen baltischen Ländern an die EU-Kommission herangetreten, um zusätzliche Mittel für gemeinsame Anti-Drohnen-Kapazitäten zu erfragen. Einem Pressebericht zufolge soll es sich bei der Summe um 500 Millionen Euro handeln.Die baltischen Staaten, allesamt Mitglieder der EU und der Nato, handelten „geschlossen, zügig und proaktiv“, erklärte Kaunas weiter. „Indem wir die Grenzen der baltischen Staaten schützen, schützen wir auch die Ostgrenze der Europäischen Union tragen unmittelbar zur Sicherheit unserer Bürger und Europas als Ganzem bei.\" Die in einem Bericht der finnischen Zeitung „Iltalehti“ genannte Summe von einer halben Milliarde Euro bestätigte der Minister nicht.
OpenAI gewährt Ukraine Zugang zu besonders leistungsfähiger KI für CybersicherheitDas US-Unternehmen OpenAI gewährt der Ukraine Zugang zu seinen besonders leistungsfähigen KI-Anwendungen für Cybersicherheit. Die Regierung in Kiew werde in das bislang nur eingeschränkt zugängliche Programm „Daybreak“ aufgenommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Technologie soll dabei helfen, Schwachstellen in Computersystemen aufzuspüren und zu beheben und so insbesondere die zivile Infrastruktur besser gegen Cyberangriffe zu schützen.Die Ukraine ist nach Angaben von OpenAI anhaltenden Cyberangriffen aus Russland ausgesetzt. Im vergangenen Jahr registrierte die zuständige ukrainische Behörde demnach fast 6000 Vorfälle, darunter Angriffe auf Computersysteme von Krankenhäusern sowie auf den Energie- und Telekommunikationssektor.OpenAI hat nach eigenen Angaben bereits der EU-Agentur für Cybersicherheit Enisa sowie mehreren Staaten, darunter Deutschland, Frankreich und Polen, spezielle KI-Modellen für IT-Sicherheit zur Verfügung gestellt.Die Ankündigung des Technologiekonzerns erfolgte am Rande der UN-Generalversammlung in New York.
Russland greift Kongresszentrum in Kiew an Nach Angaben des gut informierten Bloggers Serhij Sternenko hat Russland am Mittwochabend mehrfach das Kongresszentrum “Parkowyj” angegriffen. Es liegt im Zentrum der Stadt unweit des Parlaments und des Stadions von Dynamo Kiew. Seinen Angaben zufolge haben dort auch die wichtigsten Abgeordneten aus der Präsidentenpartei „Diener des Volkes“ ihre Büros.