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12.09.2026
02:26 Uhr
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Kreml: Dialog könnte „in absehbarer Zeit“ fortgesetzt werden +++ Putin warnt vor europäischen Soldaten in Ukraine: Würde „Krieg gegen Russland“ bedeuten +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Ukraine soll Tanklaster nahe AKW Saporischschja angegriffen habenDer Chef des staatlichen russischen Atomenergiekonzerns, Alexej Lichatschow, wirft der Ukraine einen Angriff auf Diesel-Lastwagen nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja vor. Dabei seien zwei russische Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden, erklärt Lichatschow. Die Ukraine gefährde damit gezielt die Sicherheit der von Russland besetzten Anlage. Treibstoff ist für Generatoren wichtig, die die Kühlung der Reaktoren bei einem Ausfall der externen Stromversorgung sichern. Der Angriff hat Lichatschow zufolge am Freitag stattgefunden, die Vorwürfe äußert der Rosatom-Chef am Sonntag. Beide Seiten werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, die Sicherheit des größten europäischen Atomkraftwerks zu gefährden.
Russland: China und Indien bieten Vermittlung an Chinas Staatschef Xi Jinping und der indische Ministerpräsident Narendra Modi bieten russischen Angaben zufolge ihre Vermittlung für Friedensgespräche zur Ukraine an. Der russische Präsident Wladimir Putin begrüße diese Bereitschaft, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die drei Politiker nehmen am Wochenende am BRICS-Gipfel in Delhi teil.
Zwei Tote in Russland nach ukrainischen AngriffenInfolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind zwei Menschen in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet worden. Eine Drohne sei in einen Baum gestürzt, wodurch ein nahe stehendes Auto mit vier Insassen beschädigt worden sei, teilte der Bürgermeister der Stadt Nischnekamsk, Radmir Beljajew, bei Telegram mit. Zwei der Insassen seien ums Leben gekommen, die anderen beiden seien schwer verletzt worden. Vier weitere Menschen wurden Beljajew zufolge verletzt, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Industrieobjekte und zivile Objekte seien beschädigt worden. In einem nicht näher genannten Unternehmen sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht worden sei.
Libyen dementiert angebliche Erlaubnis für ukrainische Nutzung von StützpunktLibyens Regierung hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Das Verteidigungsministerium erklärte, es habe „Kenntnis von den in einem Presseartikel enthaltenen Behauptungen erhalten“. Es weise „kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung“ dieses Stützpunkts ermöglichen würde. Der US-Sender CNN hatte unter Berufung auf ukrainische Kreise berichtet, dass seit Ende 2025 ukrainische Drohnenbediener im Nordwesten Libyens im Einsatz seien. Anderen von CNN zitierten Kreisen zufolge dient der internationale Armeestützpunkt in Misrata als „Startpunkt“ für Drohnen gegen die Schattenflotte russischer Öltanker in der Region. Im Gegenzug würden örtliche Streitkräfte ausgebildet.Anfang März hatte die libysche Hafen- und Seeschifffahrtsbehörde mitgeteilt, dass sich an Bord des russischen Tankers „Arctic Metagaz“ mehrere Explosionen ereignet hätten. Der Tanker befand sich damals rund 240 Kilometer nördlich der libyschen Hafenstadt Sirte. Laut den libyschen Behörden transportierte das Schiff Flüssiggas (LNG), das für Ägypten bestimmt war. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff von der libyschen Küste mit Drohnen attackiert zu haben. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.
Ukrainische Tennisspielerin: Wohnung durch Angriff zerstörtDas Apartment der ukrainischen Tennisspielerin Dajana Jastremska in Odessa ist nach ihren Angaben durch einen russischen Angriff zerstört worden. Die 26-Jährige veröffentlichte bei Instagram Bilder und Videos, die ein brennendes Haus zeigen. „So sieht die „russische Welt“ aus: Ein direkter Treffer eines Kalibr-Marschflugkörpers“, schrieb Jastremska dazu.Das Einzige, was übrig geblieben sei, sei ein Handtuch aus Roland Garros von den French Open. „Ein Stück Tenniswelt überlebte eine russische Rakete. Unser Zuhause nicht“, schrieb sie.
Kiews Marine berichtet von erstem Gefecht von DrohnenbootenIm vermutlich ersten Zusammentreffen zweier Marine-Drohnen überhaupt hat das unbemannte russische Boot gegen sein ukrainisches Gegenstück nach Kiewer Darstellung den Kürzeren gezogen. Wie die ukrainische Marine auf Telegram mitteilte, habe die Aufklärung eine russische Marine-Drohne in einem nicht genannten Abschnitt des Schwarzen Meeres entdeckt. Eine daraufhin in Marsch gesetzte Marine-Drohne habe sich an das russische Boot heran manövriert und dieses mit seinem überschweren Maschinengewehr beschossen und versenkt.„Dies ist die erste Seeschlacht in der Geschichte zwischen unbemannten Booten“, schrieb die ukrainische Marine zu dem Zwischenfall. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, das Beschuss und Zerstörung eines nicht identifizierbaren Kleinbootes zeigt.Sowohl die Ukraine als auch Russland haben in den vergangenen Monaten unbemannte Marine-Drohnen entwickelt, die zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Bekannt sind bisher unbemannte Sprengboote für Angriffe gegen Schiffsziele sowie Marine-Drohnen mit Sonder-Bewaffnung wie Maschinengewehren oder Raketen. Nach ukrainischer Darstellung sind auch Boote im Einsatz, die unbemannte Fluggeräte mit kurzer Reichweite direkt an die russische Küste heranbringen können.
Kreml schließt Treffen von Putin und Selenskyj bei G-20-Gipfel in Miami aus Russland schließt ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim diesjährigen G-20-Gipfel in den USA aus. „Das ist unmöglich“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Neu Delhi. Er bekräftigte Moskaus Position, dass eine solche Begegnung nur in der russischen Hauptstadt stattfinden könne: „Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenskyj) in Moskau zu treffen.“Selenskyj hatte sich zuvor in einem Interview mit der Deutschen Welle zu einem Treffen mit Putin in Miami bereiterklärt. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G-20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G-20-Staats- und -Regierungschefs statt.
Lawrow spricht sich für Verhandlungen aus – aber gegen FeuerpauseMoskau ist nach den Worten von Russlands Außenminister Sergej Lawrow zu Verhandlungen mit Kiew bereit, nicht aber zu einer gleichzeitigen Feuerpause in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der russischen Regierung mangele es nicht an gutem Willen, sagte er nach Angaben der Staatsagentur Tass am Rande des BRICS-Gipfels in Neu Delhi. „Wir sind nach wie vor zu Verhandlungen bereit, aber für die Dauer der Verhandlungen wird die Militäroperation nicht ausgesetzt.\" Er bekräftigte Moskaus Gesprächsangebot an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. „Wenn er sich treffen möchte – soll er doch kommen“, sagte Lawrow. „Das ist bereits eine enorme Geste des guten Willens unsererseits.“ Die USA bemühen sich aktuell darum, die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew wieder in Gang zu bekommen. Unter anderem wird über einen Dreiergipfel von Putin und Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump spekuliert.
Selenskyj über Putin: Müssen uns treffen und Entscheidungen treffenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin bereit, sollten beide Politiker zu einem G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. „Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen“, sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle. „Es geht nicht um Worte“, sagte Selenskyj in dem Interview, das am Freitag in Kanada geführt wurde. „Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle“, sagte Selenskyj mit Blick auf Putin. „Was zählt, ist das Ergebnis.“Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und Regierungschefs statt. US-Präsident Donald Trump hatte im April gesagt, eine Teilnahme Russlands wäre „wahrscheinlich sehr hilfreich“. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022 haben sich Putin und Selenskyj nicht persönlich getroffen.
Ukraine greift Rüstungsfabrik in Russland anDie Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Fabrik im Wolgagebiet Samara angegriffen. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden, teilte der Generalstab in Kiew mit. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung.Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew schrieb am frühen Morgen bei Telegram lediglich von einem großen ukrainischen Drohnenangriff. Der Bürgermeister der Stadt Toljatti, Ilja Suchich, teilte mit, dass ein Mensch infolge eines massiven Angriffs auf die Stadt ins Krankenhaus gebracht worden sei. Einige mehrstöckige Wohnhäuser seien beschädigt worden.In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine große Rauchwolke in Toljatti zeigen sollen.
Mehrere Tote nach russischen Angriffen in der UkraineBei russischen Angriffen sind in der Nacht mindestens vier Menschen in der Ukraine getötet worden. In Saporischschja kamen nach Behördenangaben eine Frau und ein Mann bei einem Drohnenangriff ums Leben. Mindestens eine weitere Person wurde demnach verletzt. Es sei ein Wohngebiet getroffen worden. In Odessa am Schwarzen Meer wurden nach Angaben der Militärverwaltung mindestens 17 Menschen verletzt. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Auf von Behörden veröffentlichten Fotos war ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen. In der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih wurde dem Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, zufolge ein Mensch bei einem Angriff auf einen Betrieb getötet. Zwei weitere seien dabei verletzt worden.Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte die Angriffe. Attackiert worden seien in Saporischschja und Krywyj Rih Unternehmen der Metallindustrie, die Produkte für militärische Zwecke herstellten, hieß es. In der Region Odessa seien Objekte der Hafeninfrastruktur und ein wichtiges Objekt der Verkehrsinfrastruktur für die Entladung und Lagerung militärischer Güter. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Putin: Europäische Soldaten in der Ukraine würden „Krieg gegen Russland“ bedeutenDer russische Präsident Wladimir Putin hat die Europäer vor einer Entsendung von Soldaten in die Ukraine gewarnt. \"Derzeit sagen sie, dass sie erwägen, wie sie Soldaten auf ukrainisches Territorium schicken können“, sagte Putin am Freitag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen bei einem Indien-Besuch mit Blick auf europäische Staats- und Regierungschefs. „Das bedeutet einen Krieg gegen Russland.“Putin sagte in Neu Delhi, wo er an einem Gipfel der Brics-Staaten teilnimmt, zudem, Russland würde europäische Länder nicht „bedrohen“ und habe auch nicht die Absicht, dies zu tun. „Warum würden wir? Niemand versteht, dass wir keinen Grund haben, in einen Konflikt mit Europa zu treten.“ Europäische Politiker würden den Bevölkerungen ihrer Länder mit einer „erfundenen Bedrohung aus Russland“ Angst einflößen, sagte Putin.Russland hatte im Februar 2022 eine großangelegte Militäroffensive gegen die Ukraine gestartet. Während westliche Staaten die Ukraine unterstützen, hat Moskau einen Einsatz von europäischer Soldaten in dem angegriffenen Land als rote Linie bezeichnet, die nicht überschritten werden dürfe.
Selenskyj fordert von USA „strenge“ Sanktionen gegen RusslandDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, ab sofort „strenge“ Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um der russischen Waffenproduktion zu schaden. „Es müssen ab sofort Sanktionen verhängt werden. Diese Sanktionen müssen streng sein“, sagte Selenskyj am Freitag auf einem internationalen Forum in Kiew. „Ich verstehe manchmal nicht, warum Entscheidungen nicht schnell getroffen werden können“, fügte der Präsident hinzu.Selenskyj betonte, es müssten umgehend „Maßnahmen zur Begrenzung der Produktion von ballistischen Raketen und damit verbundenen Waffen“ ergriffen werden. Die US-Regierung müsse entschlossene Entscheidungen treffen – „die persönlichen Entscheidungen von Präsident Trump“, fügte er hinzu. Bei einem Besuch in Kanada am Donnerstag hatte Selenskyj erklärt, er plane Ende September ein Treffen mit Trump in New York. Am vergangenen Wochenende waren die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in einem neuen diplomatischen Vorstoß zu Beendigung des Ukraine-Kriegs erst nach Moskau und dann nach Kiew gereist.
Ukrainer ermittelt wegen mutmaßlicher Tötung von Kriegsgefangenen Die Justiz der Ukraine ermittelt wegen der mutmaßlichen Tötung zweier ukrainischer Kriegsgefangener durch russische Soldaten. Der Fall solle sich Anfang September an der Front bei der ostukrainischen Stadt Dobropillja ereignet haben, teilte die Staatsanwaltschaft für das Gebiet Donezk auf Telegram mit. Die zwei Soldaten der ukrainischen Nationalgarde seien bei einem Kampfeinsatz von russischen Besatzungstruppen gefangen genommen worden. Dann sollen sie von den russischen Soldaten erschossen worden sein. Ermittelt werde wegen eines möglichen Kriegsverbrechens. Die Behörde machte keine Angaben, woher ihre Informationen zu dem Fall stammen. Ein veröffentlichtes Foto legt nahe, dass es Drohnenaufnahmen gibt. Es gibt immer wieder Berichte, dass die russische Armee ukrainische Gefangene tötet, die sich bereits ergeben haben. Die ukrainische Justiz geht nach früheren Zählungen mehr als 260 möglichen Verdachtsfällen nach. Die Ukraine verteidigt sich seit viereinhalb Jahren gegen eine russische Invasion.