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02.10.2026
15:04 Uhr
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Wegen Blockade von Getreideexport +++ Putin: Ukrainische Angriffe kosten Russland 1 Prozent des BIP +++ Putin droht NATO mit „Einsatz aller Waffen“ +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Kallas spricht mit Leo XIV. über den UkrainekriegDie EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist am Freitag zu einem Gespräch mit Papst Leo XIV. in Rom zusammengekommen. Themen waren laut Kallas der Krieg Russlands gegen die Ukraine, die Lage im Nahen Osten und dringende humanitäre Bedürfnisse sowie die Gefahren einer gesellschaftlichen Polarisierung und der Künstlichen Intelligenz.Wie Kallas weiter über den Online-Dienst Bluesky mitteilte, dankte sie dem Papst für dessen Eintreten für internationales Recht, Multilateralismus und seine „klare Stimme zur Verteidigung der Menschenwürde“.Leo XIV. hatte am Montag bei einem Besuch im französischen Metz für ein geeintes und friedliches Europa geworben und zugleich vor einem Verfall der regelbasierten internationalen Ordnung gewarnt. Europa könne dieser Abwärtsspirale ein Ende setzen, sagte der Papst. Dabei hob er den Pluralismus innerhalb der EU hervor und nannte Völkerrecht und Multilateralismus als geeignete Mittel, um Konflikte aus Vormachtstreben zu unterbinden.
Putin: Ukrainische Angriffe kosten Russland ein Prozent des BIPRusslands Herrscher Wladimir Putin hat zugegeben, dass die Ukraine mit ihren gezielten Angriffen auf die Ölindustrie in Russland der russischen Wirtschaft schadet. In seiner Rede auf dem jährlichen „Waldai“-Forum bezeichnete er das als Ziel der ukrainischen Kriegsführung. „Wurde das Ziel erreicht? Teilweise “, sagte Putin in seiner Ansprache am Donnerstag in Moskau. Der Moskauer Kriegsherr sagte, die ukrainischen Angriffe auf russische Ölanlagen hätten zum Verlust von rund einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts Russlands geführt.Im September mussten aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Raffinerien in Russland ihre Produktion einstellen oder stark drosseln. Die Internationale Energieagentur verzeichnete schon in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 durchschnittlich alle drei Tage einen erfolgreichen Angriff auf eine russische Raffinerie.Als Reaktion auf die ukrainischen Gegenangriffe kündigte Putin an, Ziele in der Ukraine anzugreifen, die seiner Einschätzung nach für die ukrainische Wirtschaft von Bedeutung sind. Putin lehnte in seiner Rede auch den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ab, die gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen einzustellen.
Bürgermeister: Russische Luftangriffe treffen erneut Brücke in KiewRussische Luftangriffe haben nach ukrainischen Angaben erneut die Südbrücke in Kiew getroffen. Dies teilt der Bürgermeister Witali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bereits am Vortag hatten russische Drohnenangriffe auf eine Schule und die Brücke über den Fluss Dnipro Brände in der Hauptstadt ausgelöst.
Ukraine bemüht sich um Beilegung des Streits mit SüdkoreaDie Ukraine arbeitet ukrainischen Medienberichten zufolge an der Beilegung eines diplomatischen Streits mit Südkorea. Der Auslöser für die Unstimmigkeiten zwischen den Ländern war die öffentliche Bekanntgabe der Übergabe von zwei kriegsgefangenen nordkoreanischen Soldaten an Südkorea durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das südkoreanische Präsidialamt fordert eine Entschuldigung und pocht auf eine vereinbarte Geheimhaltung der Aktion. „Ich möchte dies nicht als Zwischenfall bezeichnen. Sagen wir, es ist ein diplomatisches Missverständnis“, sagt Außenminister Andrij Sybiha einem Bericht des Nachrichtenportals nv.ua zufolge. Er hoffe, dass die Situation in naher Zukunft gelöst werde. Nordkorea unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine mit Tausenden Soldaten.
Putin will Donbass in weniger als anderthalb Jahren erobernKremlchef Wladimir Putin hat die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren angekündigt. Zugleich gehe er davon aus, „dass dies angesichts des Vormarsches unserer Truppen viel früher geschehen wird“, sagte Putin beim internationalen Waldai-Diskussionsforum in Moskau. Demnach verbleiben aktuell etwa elf Prozent der Region unter ukrainischer Kontrolle. Er warf zudem Kiew vor, sinnlos Menschen für den Kampf um das ukrainische Staatsgebiet zu opfern. „Wenn der Verlust dieser Gebiete unvermeidlich ist, macht es dann Sinn, daran festzuhalten und dafür Menschen, ihre Sicherheit und ihr Leben zu opfern?“, fragte der Präsident.Putin hatte in der Vergangenheit immer wieder ukrainische Orte wie Swjatohirsk oder Kupjansk für erobert erklärt, die weiterhin zum Teil recht deutlich unter ukrainischer Kontrolle stehen. Zuletzt hatten ukrainische Einheiten im Donezker Gebiet bei Lyman sogar Geländegewinne erzielt und Dutzende Quadratkilometer zurückgeholt. Von festungsartig ausgebauten Städten wie Slowjansk und Kramatorsk sind russische Truppen noch mehr als ein Dutzend Kilometer entfernt. Die Frontlinie ist an vielen Abschnitten seit mehreren Monaten weitgehend unverändert.
Kiew verkündet ersten Einsatz eigener ballistischer RaketeDie Ukraine hat nach eigenen Angaben erstmals eine selbst entwickelte taktische ballistische Rakete des Typs FP-7 im Krieg mit Russland eingesetzt. „Der erste Kampfeinsatz. Ich danke für das Ergebnis“, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken mit. Die nächste Aufgabe sei die Ausweitung der Raketenproduktion. Zum Ziel machte der Staatschef keine Angaben, veröffentlichte aber ein Video eines nächtlichen Raketenstarts.Die ukrainische Rüstungsfirma Fire Point hatte zuvor die ersten Kampfeinsätze für ihre ballistische Rakete mehrfach verschoben. Anfänglich wurden von der Unternehmensführung erste Raketenschläge auf die russische Hauptstadt Moskau für den Sommer angekündigt. Vor wenigen Tagen ruderte die dem Selenskyj-Umfeld zugeschriebene Firma zurück und kündigte einen ersten Einsatz für das Herbstende an. Moskaus Zentrum ist gut 450 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.Mit der Entwicklung einer eigenen ballistischen Raketenwaffe möchte Kiew mit Moskau Waffengleichheit herstellen. Im Krieg verwendete Kiew ballistische Raketen mit geringer Reichweite aus alten sowjetischen Beständen.
Putin droht NATO mit „Einsatz aller Waffen“Der russische Präsident Wladimir Putin hat für den Fall einer „Bedrohung“ der russischen Exklave Kaliningrad mit dem Einsatz des gesamten militärischen Arsenals Russlands gedroht. Militärmanöver und die Festsetzung russischer Schiffe stellten eine Eskalation dar, sagte Putin am Donnerstag auf dem jährlichen „Waldai“-Forum in Moskau. Sollte eine „Bedrohung“ für Kaliningrad entstehen, werde Russland den Einsatz aller Waffen in seinem Arsenal in Erwägung ziehen. In diesem Fall sei es unvermeidlich, dass die Nutzung aller verfügbaren Mittel auf die Tagesordnung rücke. Russland wolle niemanden einschüchtern oder angreifen, werde aber auf „Aggressionen“ reagieren. Putin sagte zudem, Russland plane nicht, irgendein Land in Europa anzugreifen, weder im Jahr 2030 noch im Jahr 2050.Putin nahm das Wort Atomwaffen nicht in den Mund. Da Russland aber Atomwaffen besitzt, würden auch sie gemäß seiner Definition im Fall der Fälle zum Einsatz kommen können. Am Montag hatte Russlands Botschaft in Brüssel der NATO mit dem Einsatz des gesamten Waffenarsenals gedroht, sollte das Militärbündnis versuchen, Kaliningrad zu isolieren. Am Dienstag hatte die Vertretung des Landes in Irland auch vom möglichen Einsatz von Nuklearwaffen gesprochen. Die stark militarisierte russische Exklave liegt an der Ostsee und ist ansonsten von den NATO-Staaten Polen und Litauen umgeben.Zu westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine äußerte sich Putin ebenfalls. Angriffe auf westliche Waffenlieferanten, die Rüstungsgüter für die Ukraine produzieren, seien nicht geplant, behauptete Putin. Die Lage sei zwar eine „Bedrohung“, aber bisher behalte Russland das lediglich im Blick, sagte Putin. Eine größere „Bedrohung“ sei, dass westliche Staaten der Ukraine Satellitendaten für Angriffe auf Russland zur Verfügung stellten, sagte er.
Ukraine verliert weiteres MiG-29-KampfflugzeugDie ukrainische Luftwaffe hat ein weiteres Kampfflugzeug im Krieg gegen Russland verloren. Die MiG-29 sei während eines Kampfeinsatzes durch eine russische Rakete abgeschossen worden, teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit. Der Pilot habe noch den Schleudersitz ausgelöst, den Absturz jedoch nicht überlebt. Zuvor habe der Pilot einen Angriff an einem ungenannten Frontabschnitt geflogen.Nach offiziellen Angaben verlor die ukrainische Luftwaffe zwei weitere MiG-29-Kampfflugzeuge im Juni und August bei Kampfeinsätzen. Unbestätigten Berichten zufolge gingen Maschinen dieses Typs auch durch russische Luftschläge auf ukrainische Luftwaffenstützpunkte verloren. Nach Einschätzung von Fachleuten des in London ansässigen International Institute for Strategic Studies verfügte die Ukraine noch Ende 2025 über 14 MiG-29 sowjetischer Bauart.Zuletzt hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj bis Jahresende die Lieferung von drei weiteren F-16-Kampfflugzeugen aus Belgien in Aussicht gestellt. Laut einem kürzlich erschienenen Bericht des „Wall Street Journal“ hat Kiew jedoch ein Problem bei der Wartung der Jets aus US-amerikanischer Produktion, wodurch nur wenige einsatzbereit sind.
Moskau weist ungarische Diplomaten ausFast einen Monat nach der Ausweisung von zehn russischen Diplomaten aus Ungarn weist nun das Außenministerium in Moskau Vertreter des EU-Mitgliedsstaates aus. Die Gruppe ungarischer Diplomaten der Botschaft in Moskau und der Generalkonsulate in St. Petersburg und Kasan müsse Russland binnen der nächsten zwei Wochen verlassen, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Eine konkrete Zahl der Betroffenen nannte die Behörde nicht. Das ungarische Außenministerium teilte auf seiner Facebook-Seite mit, dass es die Ausweisung seiner Diplomaten zur Kenntnis nehme.Das Ministerium in Moskau teilte mit, einem Vertreter der ungarischen Botschaft sei ein deutlicher Protest gegen die grundlose und unfreundliche Ausweisung russischer Diplomaten übermittelt worden. Das Außenministerium hatte bereits unmittelbar nach dem Schritt der ungarischen Regierung am 8. September eine harte Reaktion angekündigt, aber sich damit bis jetzt Zeit gelassen.Ungarn hatte ohne nähere Angaben erklärt, dass die Russen wegen Aktivitäten ausgewiesen würden, „die für Diplomaten gemäß der Wiener Konvention inakzeptabel“ seien. Russische Diplomaten sehen sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, auch für die Geheimdienste ihres Landes tätig zu sein.
Drohnen treffen Schule, Brücke und Atomforschungsanlage in KiewRussische Drohnen haben in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Schule, eine Brücke und eine Atomforschungsanlage getroffen. „Die russischen Bastarde greifen weiter das Leben unseres Landes, ukrainische Kinder, unsere Schulen an“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag auf der Plattform X. Nur weil alle Schüler und Lehrer rechtzeitig in einen Schutzraum gingen, habe es keine Verletzten gegeben.Einem Bericht des Nachrichtenportals „Hromadske“ zufolge war der Drohneneinschlag am Donnerstagvormittag nicht der erste Einschlag in der Schule. Der Großteil der Schüler nimmt demnach aufgrund der ständigen Gefahr durch russische Luftangriffe online am Unterricht teil.Weiter gab es in Kiew zwei Drohneneinschläge nahe einem Stützpfeiler der Südbrücke über den Fluss Dnipro. „Derzeit ist der Verkehr der U-Bahn und des öffentlichen Nahverkehrs über die Brücke eingestellt“, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Das Bauwerk werde von Fachleuten überprüft. In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigten einen Drohneneinschlag in unmittelbarer Nähe eines fahrenden U-Bahn-Zuges.Außerdem hat eine russische Drohne nach ukrainischen Angaben das Gelände einer Atomforschungsanlage in Kiew getroffen und dabei einen Brand ausgelöst. Bei dem Angriff am Mittwoch habe es keine Verletzten gegeben, der Brand sei zudem gelöscht worden, teilte die ukrainische Atomaufsichtsbehörde am Donnerstag mit. Der kleine Reaktor, der seit 2022 außer Betrieb ist, sei nicht beschädigt, und es sei keine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden.
Estland verbietet Transit von russischem GetreideEstland hat den Transit von russischem und belarussischem Getreide durch sein Staatsgebiet verboten. Dies teilte Außenminister Margus Tsahkna am Donnerstag auf der Plattform X mit. Insidern zufolge nutzen russische Unternehmen inzwischen verstärkt Terminals in Ostsee- und Arktishäfen für den Getreideexport, die eigentlich für Düngemittel, Kohle und andere Güter ausgelegt sind. Hintergrund sind ukrainische Drohnenangriffe, die den Seetransport über das Schwarze Meer beeinträchtigt haben. Tsahkna erklärte, Estland werde Russland nicht dabei unterstützen, seinen Handel trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten. Das baltische Land werde weder zur Finanzierung des russischen Krieges beitragen noch die Aggression der Führung in Moskau begünstigen. Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands.
Wadephul will „partielle Waffenruhe“ für GetreideexportAußenminister Johann Wadephul (CDU) dringt auf eine Lösung, um wieder mehr Getreideexporte sowohl aus der Ukraine als auch aus Russland zu ermöglichen. „Die Welt braucht diese Exporte dringend. Werden sie weiter von Russland verhindert, dann drohen Hunger, Destabilisierung und die resultierenden Fluchtbewegungen, auch nach Europa“, sagte Wadephul dem Portal Web.de. Eine partielle Waffenruhe wäre ein erster Schritt“, sagte der CDU-Politiker. Wegen des russischen Krieges haben beide Länder derzeit Probleme, ihr Getreide über das Schwarze Meer zu verschiffen. „Die russische Regierung muss sehen, dass darunter auch Staaten leiden, zu denen sie ein gutes Verhältnis pflegen will“, sagte Wadephul dazu. Die Beziehungen zum globalen Süden könne Russland eigentlich nicht aufs Spiel setzen wollen. „Ich glaube daher, das Problem der Getreideexporte kann gelöst werden.“Wadephul äußerte sich auch zu seinem jüngsten Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. „Wir hatten einen sehr konkreten Anlass, nämlich den Anschlag am Flughafen Halle/Leipzig“, sagte Wadephul. Er habe noch einmal „ein klares Signal aussenden“ wollen, dass Deutschland so etwas nicht akzeptiere. „Gegen so eine Gefährdung der Sicherheit in unserem Land wehren wir uns.\" Weitere Gespräche mit Russland schloss der Außenminister nicht aus. „Auf der russischen Seite müsste aber ein konstruktiver Ansatz zu erkennen sein“, sagte er. In den Äußerungen Lawrows nach dem Zusammentreffen sei ein solcher nicht zu finden gewesen. „Ich habe kein Interesse daran, weiter zu diskutieren, wenn wir uns auf diesem Niveau bewegen“, sagte Wadephul.
Bulgarien fordert Gespräche mit RusslandBulgarien hat Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs mit Russland gefordert — und dabei auf das nukleare Risiko verwiesen, das von Moskau ausgehe. „Wir müssen anfangen mit Russland zu reden“, sagte der bulgarische Regierungschef Rumen Radev am Mittwoch in Brüssel. „Das Wichtigste ist, die Bedingungen für Frieden vorzubereiten“, fügte er hinzu. Radev warnte, dass die militärische Unterstützung Kiews nicht ausreichen werde, da die Ukraine immer weniger in der Lage sei, sich vor russischen Angriffen zu schützen. „Wir sollten erkennen, dass es Grenzen dafür gibt, einfach nur Waffen zu liefern und zu unterstützen“, sagte er. Frieden werde „durch Diplomatie“ erreicht und „nicht durch Waffenlieferungen“. Radev hatte Bulgariens militärische Unterstützung für die Ukraine nach seinem Wahlsieg im April eingestellt.
Ukrainische Behörden melden nach russischen Angriffen fünf ToteNach massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Energieversorgung sprechen die Behörden mittlerweile von fünf Menschen, die ums Leben gekommen sind. Die Energieinfrastruktur von Kiew und der umliegenden Region sei das Hauptziel der Angriffe mit fast 190 Drohnen und ballistischen Raketen gewesen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. „Ein kombinierter Angriff dieses Ausmaßes hat seit dem Ende der vergangenen Heizperiode nicht mehr stattgefunden“, erklärte Ministerpräsident Serhij Korezkyj.Unter den fünf Todesopfern landesweit sei auch ein Kind, sagte Selenskyj. Russland habe auch in den Regionen Schytomyr, Mykolajiw, Kirowohrad und Riwne kritische Infrastruktur angegriffen. Kiew war am Morgen nach den Luftangriffen wegen Bränden in dichten Rauch gehüllt. Die Rettungsdienste riefen die Anwohner auf, die Fenster geschlossen zu halten. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge wurden zudem Trümmerteile auf dem Gelände einer westlichen Botschaft im Zentrum von Kiew gefunden. Um welche Vertretung es sich handelte, ließ er offen.Die russische Regierung erklärte, die Schläge hätten unter anderem einem Rechenzentrum der ukrainischen Streitkräfte in Kiew sowie Kraftwerken in der Umgebung gegolten. Zudem seien Industrieanlagen im Gebiet Odessa und Hafenanlagen in Ismajil getroffen worden. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden von den eingesetzten Waffen fünf Raketen und 155 Drohnen abgefangen. Selenskyj sagte, die Ukraine habe in den vergangenen Tagen neue Ausrüstung zur Luftverteidigung erhalten. Er dankte den Partnerländern und bat zugleich um mehr Schutz für den Winter.