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19.09.2026
12:13 Uhr
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Fest lief bislang größtenteils störungsfrei +++ Neue Dirndl-Trends in diesem Jahr +++ Promis ziehen weiter ins Käferzelt +++ Wiesn-Sanitäter melden mehr als 300 Patienten +++ Verfolgen Sie den ersten Wiesn-Tag im Liveblog.

Wiesn-Gast verliert beim Armdrücken – Armbruch Arm dran, weil sein Arm schwächer war, ist nun ein Berliner Wiesn-Gast. Der 25-jährige Hauptstädter zog beim Armdrücken auf dem Oktoberfest den Kürzeren und brach sich dabei den Arm, wie die Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz mitteilten. „Aktuell kümmern wir uns im Akutraum um den armen Kerl“, teilte das Aicher-Team mit – und verwies auf das Fußballergebnis vom Vortag: „Gestern sieben Gegentore gegen die Bayern, heute ein Armbruch auf der Wiesn: Für Berlin läuft's in München gerade nicht rund.“ Der FC Bayern hatte am Vorabend des Oktoberfest-Beginns dem 1. FC Union Berlin mit einem 7:0 kräftig eingeschenkt.Der Wechsel der Sportart auf dem Oktoberfest habe leider keine Trendwende gebracht, schrieb das Aicher-Team weiter. „Wir wünschen gute Besserung! Für die nächste Revanche empfehlen wir nur Daumen drücken.“
Über 300 Patienten versorgt – das Einsatz-Ranking des TagesInsgesamt hat der Sanitätsdienst rund 300 Patientinnen und Patienten versorgt. Dabei kam es am häufigsten zu den folgenden Einsätzen:Platz 1: Kreislaufprobleme wie Synkope/KollapsPlatz 2: AlkoholintoxikationPlatz 3: Chirurgische Verletzungen an den Extremitäten wie Schnittwunden
Pfiats Eich! Die Wiesn-Reporterinnen haben sich abseits vom Oktoberfest niedergelassen und verabschieden sich in den Feierabend. Wir wünschen ein friedliches Oktoberfest!
Polizei: Einzug und Wiesn verliefen bislang störungsfrei Die Polizei erfasste bis zum späten Nachmittag rund 55.000 Besucher. Knapp 400 Einsatzkräfte arbeiteten an diesem sonnigen Samstag auf der Theresienwiese. Nur die Festzelte waren zum Teil schon mittags überfüllt, doch auch dort findet sich mit ein wenig Wartezeit noch ein Platz.
Wiesn-GugelhupfEs gab dann doch noch eine Kaffee-Pause. Beim Gugelhupf-Tasting im „Wiesn Gugelhupf“ konnten wir unseren klaren Favoriten küren:Schoko-Banane – saftig und schokoladigZwetschge – wie Stuten, nur noch viel besser Marmor – solide Mohn – leider zu trocken
Wiesn-Trends: „Kurze Dirndl sind so out“„Ab 60cm und drunter geht gar nicht.“ Silina und ihre Freundinnen Judith, Noreen und Lilli sind sich einig: Lange Röcke am Dirndl sind dieses Jahr angesagt. Außerdem seien helle Farben und Samt im Trend, sagen die Frankfurterinnen. Und Dirndl mit Schnürung sind natürlich auch schon wieder veraltet. Lillis blaues Samt-Dirndl mit Reißverschluss ist dementsprechend „on point“.„Ach, aber das Wichtigste ist natürlich immer, dass man sich wohlfühlt“, ergänzt Judith, und alle nicken.
Erster alkoholbedingter Notfall des TagesUm kurz vor 16:00 Uhr gab es die erste Alkoholintoxikation: Ein 19-jähriger Festbesucher hat das Wiesnbier unterschätzt – so sehr, dass er nicht mehr stehfähig war. Seine Freunde alarmierten die Sanitäter. Aktuell wird zudem abgeklärt, ob auch eine Erkrankung damit zu tun haben könnte. Der junge Mann wird derzeit weiter untersucht und erhält bei Bedarf eine CT-Untersuchung sowie Medikamente.
Immer mehr Zelte vorübergehend geschlossenEinige Zelte gewähren wegen Überfüllung keinen Einlass mehr. Am Schützenfestzelt, im Schottenhamel und im Käferzelt können vorübergehend keine weiteren Gäste eingelassen werden, heißt es dort. Immer wieder kommt es zu solchen Einlassstopps. Die ersten Schilder dieser Art hat unsere Reporterin Anaïs Muschter bereits um 10 Uhr morgens fotografiert.
80 Meter über der Wiesn mit dem „Jules-Verne-Tower“„Wenn wir sterben, dann wenigstens zusammen“, sage ich aufmunternd zu dem Fahrgast neben mir, der dem Sicherheitsmann mit nervösem Blick dabei zusieht, wie er seinen Sicherheitsgurt schließt. „At least I don’t go to heaven alone“, erwidert der etwas zittrig. Schon heben die Zweiersitze weiter vom Boden ab. Nach wenigen Sekunden fliegen wir mit rasanten 65 Stundenkilometern 80 Meter über der Wiesn. Die Luft ist besser, der Ausblick fantastisch. Aber die Freude währt nur kurz, denn nach 1:30 Minuten fangen die Sitze wieder an, sich dem Erdboden zu nähern. In Windeseile werden die Sicherheitsgurte gelöst. Mit wackligen Beinen steige ich aus. Jetzt eine Mass Bier wäre schön.
Alte und neue Drindl-Trends Geschnürte, kürzere und bunte Dirndl waren noch vor ein paar Jahren gefragt. Jetzt sind die Trachten länger und haben Knöpfe oder Reißverschlüsse. Auch kleine Rüschenärmel und Spitze sind in.Die Freundinnen gehen seit Jahren auf die Wiesn, immer wieder kommen neue Personen mit. Das Fest bringt Menschen zusammen, schwärmen sie.
Der neue Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Lahav Shani, hat zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Wiesn-Auftakt gefeiert. Er freue sich auf die Musik im Festzelt, versicherte er. Aber ob er dem Mix aus Schlagern, Blasmusik und Party-Hits wirklich etwas abgewinnen kann? „Privat höre ich Beethoven“, verriet er der dpa.
Schokoerdbeeren für 7,50 Euro? Die Preise auf der Wiesn steigen überall, auch die Maß Bier wird jedes Jahr teurer. Das wird auch „Wiesnflation“ genannt, dieses Jahr liegen die Preise pro Maß zwischen 14,80 und 15,90 Euro. Da der Liter Wasser allerdings nur ein paar Euro weniger kostet, kann man auch direkt beim Bier bleiben.
In welches Zelt sollte ich gehen?Spätestens am Abend stehen die Gäste in allen großen Zelten zu Hits wie „Sweet Caroline“ oder dem „Fliegerlied“ auf den Bänken. Beim jüngeren Partypublikum beliebt ist das Hacker-Festzelt, im Hofbräu ist das Publikum etwas internationaler. Das Marstall-Zelt gilt als etwas gediegener, während im Löwenbräu gern die Fans vom TSV 1860 feiern. In der Bräurosl lädt die Gay Community am ersten Wiesnsonntag zum Gay Sunday ein, Prominente gehen gern in die Käfer Wiesn-Schänke. Mit einem klaren kulinarischen Schwerpunkt präsentieren sich die Ochsenbraterei und die Fischer-Vroni. In der Augustiner Festhalle wird das Bier noch aus dem Holzfass gezapft, das Zelt ist tagsüber auch bei Familien beliebt.