FAZ 08.09.2026
10:55 Uhr

Nach Tod im Dezember: Rob Reiner posthum mit Emmy geehrt


Der amerikanische Filmemacher und seine Frau waren vor neun Monaten in ihrer Villa getötet worden. Nun wurde Rob Reiner in Los Angeles mit dem bedeutenden Fernsehpreis ausgezeichnet.

Nach Tod im Dezember: Rob Reiner posthum mit Emmy geehrt

Der amerikanische Schauspieler und Filmemacher Rob Reiner ist neun Monate nach seiner Ermordung mit einem Emmy geehrt worden. Bei der Preisverleihung in Los Angeles zeichnete die Academy of Television Arts & Sciences der Verstorbenen am vergangenen Wochenende für seine Gastrolle in der Serie „The Bear: King of the Kitchen“ aus. Der Achtundsiebzigjährige spielte in der vierten Staffel den Berater Albert Schnurr, der das Restaurant The Original Beef beim Ausbau der Marke unterstützte. Als Reiners Name bei der Gala im Peacock Theater verlesen wurde, erhob sich das Publikum von den Sesseln und ehrte den Schauspieler mit lang anhaltendem Beifall. In der Vergangenheit hatte Reiner schon zwei Emmys für seinen Part als „Meathead“ in der Serie „Es bleibt in der Familie“ gewonnen. Der New Yorker, als Filmemacher bekannt für Produktionen wie „Harry und Sally“ sowie „Misery“, war im vergangenen Dezember mit tödlichen Schnittverletzungen neben seiner ebenfalls getötete Ehefrau Michele in der gemeinsamen Villa im Viertel Brentwood in Los Angeles gefunden worden. Gegen seinen Sohn Nick Reiner wurde inzwischen Mordanklage erhoben.