Heise 02.09.2026
13:12 Uhr

„Android Drop“: Update bringt Schutz gegen Reiseübelkeit und mehr


Google verteilt ein neues Android-Update mit fünf Funktionen, darunter ein Schutz gegen Reiseübelkeit, Gemini-Erinnerungen und Neuerungen für Google Messages.

„Android Drop“: Update bringt Schutz gegen Reiseübelkeit und mehr

Noch vor dem erwarteten „Pixel Drop“, der Android 17 QPR1 auf Pixelgeräte bringt, liefert Google einen „Android Drop“ für viele Android-Smartphones aus. Das Update enthält fünf neue Funktionen, die laut Google „das Leben ein bisschen einfacher machen“ sollen.

Eines der neuen Features kursiert schon seit einigen Tagen in einschlägigen Blogs, nun hat Google es offiziell angekündigt. Die Funktion namens „Motion Assist“ soll Nutzerinnen und Nutzer beim Autofahren – wohlgemerkt als Beifahrer – gegen Reiseübelkeit schützen. Sie ähnelt dem Feature, das Apple mit iOS 18 schon vor zwei Jahren für das iPhone eingeführt hat.

Die Funktion zeigt dezente Animationen von Blasen auf dem Bildschirm an, die sich mit dem Fahrzeug mitbewegen. „Sie soll dabei helfen, die Diskrepanz zwischen dem, was Ihre Augen sehen, und den Bewegungen des Fahrzeugs auszugleichen.“ Nutzerinnen und Nutzer können die Funktion so einstellen, dass sie sich automatisch bei der Autofahrt aktiviert. Zudem lässt sich ein Button zum Start in die Schnelleinstellungen einfügen. Ferner lassen sich Form, Farbe und Deckkraft der Blasen anpassen. Leider ist für die Nutzung ein Smartphone mit Android 17 Voraussetzung.

Eine weitere neue Funktion richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die dazu tendieren, Dinge zu verlegen. Wie Google erklärt, könne man bald Gemini bitten, sich zu merken, wo man wichtige Gegenstände abgelegt hat. Es speichert deren Standorte dann unter „Mein Gerät finden“ (Find Hub), um sie später einfach wiederzufinden.

Die Funktion erfordert keinen Tracker-Tag, sondern sie eigne sich etwa auch für Dinge wie den Reisepass oder einen Ersatzschlüssel: Ein Sprachbefehl wie: „Hey Google, merk dir im Find Hub, dass ich meinen Reisepass in die Schublade in meinem Schlafzimmer gelegt habe“, optional lässt sich ein Foto hinzufügen. Fragt man später Gemini nach dem Gegenstand, zeigt die App den Standort. Zudem ist er im Reiter „gespeicherte Gegenstände“ aufgelistet. Das Feature setzt Android 16 und neuer voraus. Wann konkret Google die Funktion freischaltet, ist nicht bekannt.

Gemini Live erweitert seinen Funktionsumfang um „Guided Vision“. Dieses Feature liefert sprachliche Beschreibungen dessen, was sich vor einem befindet, so Google. Zu den Anwendungsfällen gehören dem Unternehmen zufolge „das Lesen von Kleingedrucktem auf einem Lebensmitteletikett, das Bestellen aus einer Speisekarte in einem schwach beleuchteten Restaurant oder das Auffinden von Haushaltsgegenständen“.

Sollte die Kamera des Smartphones nicht richtig ausgerichtet sein, leitet eine Sprachansage Nutzerinnen und Nutzer dabei an, den Bildausschnitt anzupassen, die Kamera durch den Raum zu schwenken oder ein Objekt in die Bildmitte zu rücken, damit sie die gewünschten Antworten erhalten, erklärt das Unternehmen.

„Guided Vision“ ist als Barrierefreiheits-Shortcut oder über das TalkBack-Menü verfügbar. Die Funktion wird in Kürze für Smartphones mit Android 9 und neuer in Ländern verfügbar sein, in denen Gemini angeboten wird.

Die Messaging-App Google Messages erhält mit dem Update ebenso Neuerungen: Zum einen sollen sich Einkaufslisten oder Urlaubsnotizen im Chat teilen und aktualisieren lassen, damit alle auf dem gleichen Stand sind. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Gruppe können die Inhalte einsehen, bearbeiten und Ideen hinzufügen, erklärt Google. Auf diese Weise lasse sich „mühelos spontan zusammenarbeiten, ohne zwischen Apps wechseln zu müssen“. Um die Funktion zu nutzen, müsse man in der App auf das Plus-Symbol tippen, um Google Keep in Unterhaltungen zu integrieren. Das Feature soll ab heute in Google Messages eingeführt werden.

Zum anderen können Nutzer einzelnen Chats in Messages individuelle Hintergründe und eigene Farben verpassen. Man könne entweder vorgegebene Hintergrundbilder auswählen oder eigene Fotos verwenden. Die Chat-Themes sind laut Google ab sofort in Google Messages verfügbar.

(afl)