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01.09.2026
06:08 Uhr
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Verschiedene Funktionen von Exchange Online waren am Montagabend MESZ beeinträchtigt. Eine Untersuchung von Microsoft liefert Hinweise auf die mögliche Ursache.

Microsoft hat am Montagabend eine Untersuchung zu einer Störung bei Exchange Online eingeleitet. Zuvor hatten zahlreiche Nutzer auf Probleme beim Zugriff und beim E-Mail-Versand bei dem cloudbasierten E-Mail-Dienst hingewiesen. „Wir untersuchen derzeit Berichte über Probleme mit Exchange Online“, schrieb Microsoft am frühen Montagabend in einem Post auf der Plattform X. „Wir haben festgestellt, dass es bei verschiedenen Exchange-Online-Funktionen zu Funktionseinschränkungen kommen kann. Wir werten derzeit die Telemetrie- und Diagnosedaten des Dienstes aus, um die Ursache des Problems einzugrenzen.“ Weitere Informationen liefere das Microsoft-Admin-Center in dem Beitrag EX1464935. Worauf ein User den Sinn dieses Tipps in seiner Antwort anzweifelt: „Ich kann mich nicht einmal anmelden, wie würde mir das helfen!?!“. Am Dienstagmorgen erholt sich der Dienst, allerdings zeigt der Microsoft-365-Status noch zahlreiche weitere gestörte Dienste an. Als Ursache benennt das Unternehmen nun eine Konfiguration der Kern-Authentifizierung, die mehrere Microsoft-365-Dienste nutzen, die zu den beobachteten Problemen führt.
Laut dem Onlineportal Cyber Security News begann der Vorfall, der im Microsoft-365-Admincenter unter der Kennnummer EX1464935 protokolliert wurde, am Montag um 17:53 Uhr MESZ. In dem X-Post wird Exchange Online als einziger betroffener Dienst genannt, allerdings scheinen auch Microsoft-365-Workloads wie Outlook und Teams Probleme zu bereiten.
Microsoft selbst listete eine Reihe von Problemsymptomen auf, wie das IT-Security-Portal Bleeping Computer meldet. Darunter fielen Verzögerungen oder Fehler beim Senden oder Empfangen von E-Mails sowie Authentifizierungsfehler beim Zugriff auf Exchange Online-Dienste. Zudem gab es Schwierigkeiten beim Zugriff auf oder bei der Ausführung von Aktionen innerhalb der Exchange-Verwaltungsumgebungen sowie zeitweilig auftretende Ausfälle, die den Betrieb von Postfächern und die Workflows zur Nachrichtenzustellung beeinträchtigen.
Man habe „ein Problem mit einer Authentifizierungskomponente identifiziert, das zu den Beeinträchtigungen beiträgt“, schrieb Microsoft in dem X-Beitrag um 19:42 Uhr MESZ. „Um dieses Problem zu beheben, haben wir eine Abhilfestrategie entwickelt und wenden diese derzeit auf einen Teil der Infrastruktur an, um ihre Wirksamkeit zu testen. Sobald wir bestätigt haben, dass dadurch die Beeinträchtigungen behoben werden, werden wir die Lösung in größerem Umfang anwenden.“
Derzeit ist unklar, wann die Störung behoben sein wird. Wir aktualisieren die Meldung, sofern neue Erkenntnisse vorliegen und Microsoft das Problem beseitigt hat.
Um 21:05 deutscher Zeit schrieb Microsoft: „Wir stimmen unsere Behebungsstrategie im Zuge unserer internen Tests weiterhin fein ab. Darüber hinaus haben wir bestätigt, dass sich das Problem mit der Authentifizierungskomponente über Exchange Online hinaus auch auf andere Dienste auswirkt. Weitere Informationen zu anderen Auswirkungsszenarien finden Sie unter: MO1465074. Da Exchange Online weiterhin der am stärksten betroffene Dienst ist, stellen wir auch weiterhin Updates über EX1464935 bereit.“
Am Dienstagmorgen zeigt die Microsoft-365-Statusseite noch immer viele gestörte Dienste und Einschränkungen, während der reine Mail-Empfang und -Versand mit Exchange online wieder läuft. Dort ist etwa noch mit Einschränkungen beim Kalender zu rechnen, wie Microsoft schreibt. Das Backlog an Mails wird demnach noch abgearbeitet. Auslöser war laut Microsoft eine Konfiguration der von mehreren Diensten genutzten Kern-Authentifizierung.
(akn)