Heise 08.09.2026
20:00 Uhr

Top 10: Die beste Powerstation im Test – Ecoflow vor Bluetti und Anker


Mobile Solargeneratoren liefern netzunabhängig Strom – unterwegs oder daheim. Wir zeigen die besten zehn Powerstations aus über 60 Tests.

Top 10: Die beste Powerstation im Test – Ecoflow vor Bluetti und Anker

Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.

Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.

Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.

Mobile Solargeneratoren liefern netzunabhängig Strom – unterwegs oder daheim. Wir zeigen die besten zehn Powerstations aus über 60 Tests.

Mobile Solargeneratoren mit internem Akku laden im Gegensatz zu Powerbanks nicht nur Gadgets mit USB-A oder USB-C auf, sondern bieten auch Steckdosen für 12-Volt- und 230-Volt-Verbraucher. Für eine möglichst hohe Flexibilität ist das Laden der Powerstation sowohl per Netzteil als auch mittels Photovoltaik-Panels möglich. Damit bieten sie autarke Stromversorgung fernab des Stromnetzes und bei Stromausfall. Je nach Leistung eignen sich die Geräte etwa für mobiles Arbeiten, Gartenarbeit, Baustelle, Festival oder beim Campingplatz. Neben dem Design und der Akkukapazität unterscheiden sich die getesteten Modelle hauptsächlich bei Ladezeiten, Lautstärke und maximaler Leistung.

In den vergangenen Monaten wurden wir nicht nur von Lesern, sondern auch von Freunden, Kollegen und Nachbarn gefragt: Was ist die beste Powerstation? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Grund hierfür sind einerseits die unterschiedlichen Ansprüche an einen mobilen Stromspeicher, andererseits ist die Produktkategorie auch noch vergleichsweise neu.

Das lässt sich aus unserer Sicht nicht wirklich eindeutig sagen – Nachdem wir um die Vielschichtigkeit des Themas wissen, stellen wir zunächst die Frage nach individuellen Faktoren:

Da das Antworten auf diese Fragen gar nicht so leicht fällt, haben wir unsere besten tragbaren Powerstations zusammengestellt, die Solargeneratoren aller Preis- und Leistungsklassen enthalten und verschiedenste Ansprüche berücksichtigen. Neben unseren eigenen Favoriten aus mittlerweile fast 60 Einzeltests zeigen wir außerdem, worauf es bei der Wahl des besten Modells ankommt.

Unser Testsieger ist die Ecoflow Delta Pro 3, die für 2229 Euro eine Leistung von 4000 W und eine Kapazität von 4 kWh bietet. Die Bluetti Pioneer Na mit ihrem kälteresistente Natrium-Ionen-Akku mit 2 kWh ab 999 Euro ist unser neuer Technologiesieger. Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die ebenfalls extrem leistungsstarke Aferiy P310, die nur rund 1395 Euro kostet. Ein neuer Preistipp ist die äußerst kompakte Anker Solix C300 mit 300 W und USV-Funktion ab 185 Euro. Hier sind Leistung und Kapazität zwar stark beschränkt, für viele Anwendungen ist die Mini-Powerstation trotzdem ideal.

Die Ecoflow Delta Pro 3 ist eine schicke Premium-Powerstation, die kaum Wünsche offen lässt – für einen Preis von 2229 Euro aber auch erwartbar. Leistung und Kapazität sind mit 4 kW und 4 kWh enorm, die Verarbeitung ist erstklassig und die Ausstattung üppig. Wem der interne Stromspeicher nicht ausreicht, der kann Zusatzakkus oder das Notstromaggregat von Ecoflow anschließen.

Aferiy liefert mit der P310 mit 3600 W und 3,84 kWh eine leistungsfähige und ausdauernde Powerstation, die mit einer hervorragenden Effizienz, einem – außer bei hoher Leistungsabgabe – leisen Betrieb und einem mit 1395 Euro aktuell günstigen Preis überzeugt.

Die Bluetti Pioneer Na für 999 Euro ist eine der spannendsten Powerstations ihrer Klasse, weil sie nicht einfach nur bekannte LiFePO4-Technik neu verpackt. Sie bringt Natrium-Ionen-Zellen in ein alltagstaugliches, robustes und leistungsstarkes Gerät. Genau das macht sie besonders: Die Pioneer Na ist kein reines Datenblatt-Experiment, sondern eine Powerstation, die sich im Alltag vertraut bedienen lässt und gleichzeitig eine neue Akkuchemie nutzbar macht.

Die Anker Solix C300 ist ideal für alle, die eine kompakte, leise und leistungsfähige Powerstation für Reise, Camping oder das Homeoffice suchen. Mit zwei 140-Watt-USB-C-Ports lädt sie Notebooks so schnell wie kaum ein Konkurrent in dieser Größenklasse. Die 288 Wh reichen für Kleinverbraucher, Beleuchtung oder mehrere Notebook-Ladungen. Dank LiFePO4-Akku, fünf Jahren Garantie und App-Steuerung ist die C300 auch langfristig ein guter Begleiter. Ab rund 185 Euro bekommt man ein durchdachtes Paket ohne echte Schwächen im Kernbereich.

Möchte man die Powerstation nicht nur als mobile Steckdose nutzen, sondern auch als Speicher für ein Balkonkraftwerk verwenden, kamen bislang nur wenige Geräte infrage.

So ist etwa die genannte Oukitel BP2000 trotz einer Anschlussmöglichkeit nur sehr bedingt geeignet. Auch die Bluetti AC200Max ließe sich mit entsprechendem Wechselrichter als Speicher einsetzen – smart oder effizient ist aber auch diese Lösung nicht.

Als BKW-Speicher boten sich am ehesten das System von Ecoflow mit bedarfsgerechter Einspeisung per WLAN-Steckdose an. Zusammen mit dem Wechselrichter Ecoflow Powerstream (Testbericht) können hier schon lange Powerstations des Herstellers als Speicher genutzt werden. Mit einem entsprechenden Kabel funktionieren etwa Ecoflow Delta 3 Pro, Delta 2, Delta 2 Max und Delta Pro als BKW-Speicher. Ein Anschluss ohne den speziellen Wechselrichter war allerdings nicht möglich. Wer bereits eine kompatible Powerstation besitzt, bekommt hier eine praktikable und bezahlbare Alternative zu klassischen Speichersystemen.

Inzwischen bietet der Hersteller Bluetti eine neue Möglichkeit, mit der sich praktisch alle Powerstations als Speicher nutzen lassen. Der Balco Transfer Hub (Testbericht) hat zwar ebenfalls einige Einschränkungen bei Nutzung von Speichern anderer Hersteller, aber der Ansatz ist gut.

Die verwendeten Akkus in den mobilen Stromspeichern unterscheiden sich nicht nur in Hinblick auf ihre Kapazität und damit auch Gewicht und Größe, sondern auch bei der Batterie-Technologie. Günstige und ältere Powerstations haben meist Li-Ionen-Akkus (Lithium-Ionen). Modernere tragbare Powerstations haben dagegen überwiegend Lithium-Eisenphosphat-Akkus, die auch LiFePO4- oder Lithium-Eisen-Batterie genannt werden. Ihr Vorteil ist eine höhere Sicherheit und eine deutlich höhere Lebensdauer. So verspricht eine Lithium-Ionen-Batterie mindestens noch 80 Prozent der Nennkapazität nach etwa 500 bis 1000 Ladezyklen. LiFePO4-Akkus sollen diese Kapazität auch nach 3000 bis 3600 Zyklen bieten. Wer das Gerät zum täglichen Einsatz oder als Insellösung verwenden will, sollte auf die langlebigen Akkus achten.

Noch recht neu sind kälteresistente Natrium-Ionen-Akkus, die etwa in der Bluetti Pioneer Na zum Einsatz kommen. Diese sind zwar vergleichsweise schwer, bieten aber ebenfalls eine hohe zu erwartende Lebensdauer. Bluetti etwa gibt bis zu 4000 Zyklen mit noch 80 Prozent der Nennkapazität an.

Bei der Ladegeschwindigkeit an der Steckdose sind die Unterschiede ebenfalls gravierend – hier kommt es aber weniger auf die Technologie an. Während eine günstige tragbare Powerstation trotz niedriger Kapazität Ladezeiten von etwa fünf bis neun Stunden haben, sind Solargeneratoren mit Schnellladefunktion bereits nach etwa einer Stunde zu 80 Prozent aufgeladen.

Auch beim Laden per Photovoltaik sind die Unterschiede enorm. Grund hierfür sind die Leistung der Solarmodule im Vergleich und die Begrenzung der maximalen Ladeleistung. Zwar vertragen einige Solargeneratoren wie die Jackery Explorer 2000 Pro und die Ecoflow Delta 3 Pro auch 1200 Watt und mehr, die Regel ist das allerdings nicht. Insbesondere günstigere Modelle laden meist nur mit einigen Hundert Watt und benötigen so teils mehrere Tage, bis sie von der Sonne vollgeladen sind. Wer die Powerstation ausschließlich per Photovoltaik versorgen will, muss deshalb unbedingt auf ausreichend Eingangsleistung achten. Die Explorer 2000 Pro mit 2160 Wh war im Test nach weniger als drei Stunden vollgeladen. Wichtig außerdem: Die Solarpanels sind nur in seltenen Bundle-Angeboten im Kaufpreis enthalten. Günstige Solarmodule liefern oft auch deutlich weniger Dauerleistung (Watt) als angegeben. Welche Panels in den Tests am besten abgeschnitten haben, zeigt der Artikel Top 10 Solarpanels: Die besten Photovoltaik-Module für Powerstations.

Abgesehen von der Ladeleistung unterscheiden sich Powerstations durch ihr Netzteil zum Aufladen, das intern oder extern ausgeführt sein kann. Externe Netzteile müssen zusätzlich transportiert werden und kosten Platz. Der Vorteil: Bei einem Defekt ist der Austausch einfach möglich. Interne Netzteile sind immer dabei und in der Regel stärker. Geht es kaputt, muss man das ganze Gerät reparieren oder austauschen. Und weil es eben immer an Bord ist, erhöht es Gewicht und Größe der Powerstation.

Über Standardanschlüsse wie einen USB-A-Anschluss, einen USB-C-Ausgang sowie 230-Volt-Steckdosen oder 12-Volt-Zigarettenanzünder-Buchsen verfügen praktisch alle Powerstations. Manche Modelle bringen zusätzlich 12 Volt per Rundsteckverbinder oder kabellose Ladepads mit Qi zum Nachladen des Smartphones mit. Für die 230-Volt-Verbraucher gibt es zwar häufig, aber nicht immer echte Schuko-Steckdosen. Chinesische Hersteller liefern häufig Powerstations mit internationalen Anschlüssen. Die sind zwar auf den ersten Blick flexibler, geben den Steckern aber weniger zuverlässigen Halt.

Weiter geht es mit dem LC-Display zur Statusanzeige. Zwar zeigen alle Geräte im Vergleich die Restladung und die aktiven Ausgänge an, allerdings sind einige günstige oder ältere Modelle hier nicht sehr genau. Da gibt es im schlimmsten Fall eine sehr grobe Auflösung in Form von 20-Prozent-Blöcken auf der Anzeige statt eines Prozentwerts. Aus- und Eingangsleistung werden zwar häufig, aber nicht immer angezeigt. Moderne und gut ausgestattete Geräte zeigen gar eine ungefähre Restlaufzeit oder können per App bedient werden. Wenn man an einer schwach abgesicherten Steckdose laden möchte, sollte die Ladeleistung nicht hoch oder zumindest reduzierbar sein.

Wer seinen mobilen Stromspeicher als USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) einsetzen will, hat nur eine begrenzte Auswahl an Geräten. Eine Pass-Through-Funktion zur Schonung des Akkus und kurze Umschaltzeiten sind hier entscheidend.

Ein integriertes Zubehörfach ist zwar sehr praktisch, aber keinesfalls kaufentscheidend. Gleiches gilt für eine integrierte Notleuchte. Anders sieht es bei Transportmöglichkeiten aus. Griffe sind immer vorhanden. Ist der Stromspeicher riesengroß und entsprechend schwer, sollte es integrierte Rollen geben.

Die entscheidende Frage vor dem Kauf lautet: Was möchte ich damit betreiben? Konkret geht es um die angegebene Dauerleistung in Watt. Dieser Wert entscheidet, ob ein Gerät tatsächlich an der Powerstation funktioniert. Das hängt ganz vom geplanten Einsatzzweck ab. Wer lediglich unterwegs die Laufzeit des Notebooks verlängern, die Akkus von E-Bike, Drohne und Kamera nachladen oder ein paar Lampen betreiben möchte, der kommt auch mit geringer Leistung von wenigen Hundert Watt an der 230-Volt-Steckdose aus. Da solche eher leistungsschwachen Powerstations allesamt mit wenig Kapazität daherkommen, sind die Geräte normalerweise auch gleich besonders kompakt und leicht.

Für moderate Verbraucher wie Eiswürfelbereiter, Office-Ausstattung oder leichtes Werkzeug darf es dann gerne etwas mehr sein. Unser PC-Arbeitsplatz etwa begnügt sich im Normalbetrieb mit 100 bis 140 Watt aus der Schuko-Dose. Beim Hochfahren der angeschlossenen Verbraucher schießt die Leistungsaufnahme aber kurzzeitig auf über 700 Watt. Grund hierfür ist der Laserdrucker, der sich einen hohen Anlaufstrom gönnt. Während des Druckens steigt der Verbrauch auf immerhin über 400 Watt. Wer etwas sucht, was die meisten Alltagssituationen meistert, sollte in einen Bereich ab etwa 1000 Watt zielen.

Zum Vergleich: Für starke Verbraucher wie Werkzeug oder Küchengeräte sind auch 1000 Watt deutlich zu wenig. Hier funktionieren zwar Kühlschrank, TV & Co., für Tischgrill, Wasserkocher, Kochplatte, Heißluftfritteuse und Ähnliches müssen es aber mindestens 1800 bis 2000 Watt sein. Manchmal reicht aber auch das nicht. Unsere Kappsäge mit einer Leistungsangabe von 1800 Watt verursacht einen kurzfristigen Einschaltstrom von bis zu 3500 Watt. Hier kommen nur die leistungsstärksten Modelle infrage, die man auch für das Laden von E-Autos nutzen kann.

Sollen vorwiegend USB-Verbraucher mit USB-A-Ports und QC 3.0 oder per USB-C-Ausgang mit PD versorgt werden, muss auch hier die Leistung der USB-Anschlüsse ausreichen, damit man das eigentliche Netzteil zu Hause lassen kann. Zwar leisten viele Powerstations 60 bis 100 Watt, bei vielen Modellen stehen aber nur maximal 18 Watt zur Verfügung. Das reicht zwar, um das Handy wieder aufzuladen – aber nicht für den Laptop. Alle Geräte zeigen auf einem LC-Display den Ladezustand an, manche auch den aktuellen Verbrauch respektive die Ladeleistung.

Wer weiß, wie viel Leistung er benötigt, sollte die Nutzungsdauer planen, um sich ein Bild über die benötigte Kapazität zu machen. Von sehr überschaubaren internen 155 Wh der Xmund PS-6 bis zu den 5120 Wh der Oukitel Abearl P5000 gibt es für jede Anwendung passende Kapazitäten.

Neben den Verbrauchern muss man im Schnitt 15 Prozent Umwandlungsverlust einkalkulieren. Am niedrigsten sind die Verluste beim Einsatz der 12-Volt-Ausgänge und bei leistungshungrigen 230-Volt-Verbrauchern. Hier können bis über 90 Prozent der Nennkapazität genutzt werden. Niedrige Lasten an der 230-Volt-Dose führen zu Wandlungsverlusten von 20 Prozent und mehr.

Soll die mobile Powerstation zur Notstromversorgung eines Haushaltes eingesetzt werden, lohnt ein Blick auf die Modelle mit erweiterbarem Akku. Hier dient die eigentliche Powerstation als Hauptgerät, an welches zusätzliche Akku-Module angeschlossen werden, um die Kapazität zu erhöhen. Mit entsprechenden Zusatz-Akkus sind Kapazitäten von zu 20 kWh und mehr möglich.

Eine hohe Kapazität wirkt sich direkt auf Größe und Gewicht aus. Wer viel Strom benötigt, muss mit entsprechend hohem Gewicht rechnen. Statt einer tragbaren Powerstation in Größe eines Schuhkartons reden wir dann schnell von Abmessungen einer ausgewachsenen Kühlbox – ohne Solarmodule versteht sich.

Zwar ist die Leistung bei „großen“ Powerstations ebenfalls meist höher als bei kleinen Modellen. Die handliche EF Ecoflow River 2 leistet dank Boost-Funktion trotz der geringen Abmessungen zwischen 600 und 1600 Watt. Das ist ideal, wenn man etwa kurz starkes Elektrowerkzeug betreiben möchte und mobil sein will. Für eine dauerhafte Nutzung bei hoher Last sind die kleinen Powerstations aber ungeeignet: Hier wäre der interne Akku bereits nach 15 bis 30 Minuten leer gesaugt.

Wer bereits auf der Suche nach einer USV für Router oder auch Kühlschrank ist, sollte sich unseren Preistipp ansehen. Die sehr kompakte Anker Solix C300 leistet immerhin bis zu 300 Watt und hat eine integrierte USV-Funktion. Um eine Kompressor-Kühlbox einen Nachmittag am See zu betreiben, ist der kleine Speicher ebenfalls mehr als ausreichend gerüstet.

Wer seine Powerstation stationär benutzt, kann in die Vollen gehen und auch XL-Modelle wie die Ecoflow Delta 3 Pro, die Zendure Superbase V6400 oder die Oukitel Abearl P5000 mit einem Gewicht von über 50 Kilogramm einsetzen. Soll der Stromspeicher allerdings mobil genutzt werden, sollte man genau überlegen, wie viel man tatsächlich tragen möchte. Von der Rucksack-tauglichen Flashfish P66 mit einer Größe von 29 × 20 × 21 Zentimetern und einem Gewicht von 3,2 Kilogramm bis hin zur 55 × 30 × 49 Zentimetern großen P5000 mit 51 Kilogramm ist hier für jeden Geschmack etwas dabei.

Wird die Powerstation beim Campen im Zelt oder innerhalb der Wohnung genutzt, sollte die Lautstärke während des Betriebs möglichst niedrig sein. Dass die Lüftung der Geräte während des Schnellladevorgangs deutlich zu hören ist, ist dabei ja noch verständlich. Warum die Lüfter der riesigen Oukitel Abearl P5000 aber schon ohne Last alle paar Minuten hochdrehen, bleibt uns ein Rätsel. Gerade bei niedriger Last sollte eine passive Kühlung ausreichen, ganz so wie bei der Ugreen Power Roam 1200 oder bei der sehr speziellen DJI Power 1000. Zweitere ist zwar super leise, kann aber nur mithilfe von Adaptern an Solarpanels angeschlossen werden und benötigt weitere Adapter, um die Schnellladefunktion für DJI-Drohnen zu nutzen.

Die beste Powerstation bietet alle gewünschten Anschlüsse, ausreichend Leistung und Kapazität für die geplante Anwendung. Sie ist dabei möglichst leicht, lädt schnell auf und kostet wenig. Bei häufiger oder täglicher Nutzung sollte man auf langlebige LiFePO4-Akkus oder Natrium-Ionen-Akkus achten. Formfaktor und die Entscheidung für ein internes oder externes Netzteil bleiben Geschmackssache.

Die eierlegende Wollmilchsau kann es somit nicht geben, denn je nach Anspruch sind hier unterschiedliche Faktoren kaufentscheidend. Während sich einige Ausstattungsmerkmale wie USB-C-Anschlüsse oder Ports für Solarmodule noch auf den ersten Blick erschließen, ist für andere Punkte wie die Lautstärke der Lüfter unbedingt ein ausführlicher Praxistest nötig.

Kleine Stromspeicher für USB-Verbraucher zeigen wir in der Top 10: Die beste Powerbank im Test – Testsieger kostet 22 Euro und der Top 10: Die beste Mini-Powerbank für Handy & Co. im Test – günstig & kompakt. Geht es um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, lohnt ein Blick auf unsere Top 5: Die besten Steckdosen-USVs – Schutz für Daten und Geräte bei Blitzschlag & Stromausfall.

Philipp Sussmann von 08.09.2026

Die Ecoflow Delta Pro 3 ist ein echtes Kraftpaket unter den Powerstations. Mit 4096 Wh Akkukapazität, 4000 W Leistung und vielseitigen Anschlüssen meistert sie praktisch jede Herausforderung. Wir haben sie getestet.

Die Ecoflow Delta Pro 3 ist eine leistungsstarke Powerstation, die mit ihrem modernen Design und der enormen Akkukapazität von 4096 Wh beeindruckt. Dank der Erweiterbarkeit auf bis zu 12 kWh durch Zusatzakkus oder Smart Generatoren ist sie für vielfältige Einsatzzwecke geeignet – vom Camping bis hin zur Notstromversorgung zu Hause. Mit einer Leistung von 4000 W (6000 W mit X-Boost) kann die Delta Pro 3 problemlos die meisten Haushaltsgeräte mit Strom versorgen. Ob der relativ hohe Preis von aktuell 2229 Euro (Gutscheincode POWEREBAY10) gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

Die Ecoflow Delta Pro 3 besticht durch ihr schickes und modernes Design. Neben einer hochwertigen Haptik und einer hohen Verarbeitungsqualität wurde hier großes Augenmerk auf die optischen Details gelegt. Neben schicken Gittern vor den Lüftungsöffnungen fallen etwa die seitlichen Zierleisten in Chromoptik und die seitlichen Schweller an der Unterseite auf – beides erinnert an ein schickes und sportliches Auto.

Trotz des hohen Gewichts von 51,5 kg lässt sie sich dank integriertem Teleskopgriff und stabilen Rollen noch verhältnismäßig gut transportieren. Über weite und unebene Strecken wollen wir sie zwar nicht ziehen, kurze Wege sind so aber kein großes Problem – außer es gibt Stufen, dann lohnt es sich zu zweit zu sein.

An Anschlüssen mangelt es wahrlich nicht: Insgesamt stehen vier 230-V-Steckdosen zur Verfügung, die jeweils bis zu 4000 W (Spitzenleistung 6000 W) liefern. Hinzu kommen zwei USB-C-Ports mit 100 W Leistung, die sich zum schnellen Laden von Notebooks, Tablets oder Smartphones eignen. Über die beiden USB-A-Ports können weitere Geräte mit bis zu 12 W geladen werden. Der 12-V-Kfz-Anschluss mit bis zu 120 W ist etwa für Kühlboxen, Kompressoren und andere Camping-Geräte geeignet. Natürlich darf auch ein XT60-Eingang für Solarpanels nicht fehlen. Dieser verträgt bis zu 1200 W und ermöglicht eine rasche Aufladung per Solarenergie – eine derart hohe Solarleistung ist selbst im Bereich der Premium-Powerstations selten.

Hinzu kommen ein Netzwerkanschluss und ein Port zum Anschluss am Wechselrichter Ecoflow Powerstream (Testbericht) oder dem Notstromaggregat Ecoflow Smart Generator (Testbericht). Das dafür benötigte Kabel muss allerdings extra gekauft werden. Für die optional erhältlichen Zusatzakkus zur Erweiterung der ohnehin großzügigen Kapazität stehen zwei weitere Schnittstellen zur Verfügung.

Richtig praktisch finden wir die versenkbare Abdeckung über den hinteren Anschlüssen, die diese vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt. Neben der obligatorischen Ladebuchse befindet sich hier auch ein Sicherungsschalter. Das große Display auf der Vorderseite informiert über alle wichtigen Parameter wie Ladezustand, Restlaufzeit, Aus- und Eingangsleistung. Gesteuert wird die Delta Pro 3 über die übersichtlich angeordneten Taster an der Front oder bequem per App. Diese bietet zudem nützliche Zusatzfunktionen wie eine Akkuschonung oder eine Zeitsteuerung. Schade nur, dass Ecoflow den vorderen Anschlüssen nicht ebenfalls Schutzkappen spendiert hat.

Im Test überzeugt die Delta Pro 3 mit ihrer enormen Leistung bei erträglicher Lautstärke. Selbst stromhungrige Geräte wie Werkzeuge oder Küchenmaschinen versorgt sie mühelos mit Energie. Auch unsere energiehungrige Kappsäge mit einem Anlaufstrom von kurzzeitig über 3600 Watt arbeitet problemlos an der Delta Pro 3. Geräte mit weniger Leistung, etwa Heizlüfter, Fritteuse oder Wasserkocher funktionieren natürlich auch und das sogar gleichzeitig – bis zu einer maximalen Gesamtleistung von kurzzeitig (5 Minuten) 6000 Watt. Wer solch hohe Leistungen bei niedrigen Temperaturen benutzen will, muss den ausgekühlten Akku der Powerstation im Zweifel kurz vorwärmen. Ecoflow empfiehlt hier den fünfminütigen Einsatz eines Verbrauchers mit mindestens 500 Watt. Im Test klappte das prima und die Warnmeldung verschwand.

Klassische Alltagsverbraucher wie unseren PC-Arbeitsplatz mit Notebook, Drucker, zwei zusätzlichen Monitoren, Telefon und Lautsprechern versorgt die Delta Pro 3 im Test über 30 Stunden am Stück – trotz deaktivierter Stromsparfunktion. Die nutzbare Kapazität liegt bei den Messungen bei satten 96 Prozent bei einer Leistung über 2000 Watt. Bei der Nutzung von Verbrauchern mit 500 Watt sind noch rund 95 Prozent nutzbar. In unseren Praxistests mit gemischten Verbrauchern liegt die nutzbare Kapazität mit rund 88 Prozent nur leicht darunter, was noch immer sehr gut ist. Damit gehört die Delta Pro 3 zu den effizientesten Powerstations in mehr als 60 Einzeltests – in der Regel liegt die tatsächlich nutzbare Kapazität bei nur etwa 80 bis 85 Prozent und in Ausnahmefällen sogar noch deutlich darunter.

Beim Nachladen an der Steckdose ist der Wandlungsverlust dann etwas höher. Hier liegt die Effizienz im Test bei rund 82 Prozent, was immerhin durchschnittlich ist. Die Lautstärke fällt angesichts der enormen Leistung erfreulich niedrig aus. Zwar ist die Powerstation unter Last hörbar, aber zumindest bis etwa 2000 Watt nicht störend laut mit 30 dB(A). Bei mehr Leistung drehen dann auch irgendwann die Lüfter weiter auf und wir messen bis zu 52 dB(A). In der Praxis ist das aber weniger schlimm, da die angeschlossenen Verbraucher in der Regel weit mehr Lärm verursachen. Um die Geräuschentwicklung bei hoher Last überhaupt messen zu können, mussten wir die Verbraucher dementsprechend weit entfernt aufstellen und mit einem langen Verlängerungskabel arbeiten.

Beeindruckend und in der Praxis äußerst praktisch ist die Schnellladefunktion: Per Netzteil ist der riesige Akku in nur knapp einer Stunde zu 100 Prozent geladen. Schnell sind zwar auch andere, die haben allerdings weniger Kapazität an Bord und benötigen mindestens 90 Minuten. Und auch per Solarpanel lässt sich die Delta Pro 3 zügig laden – um die volle Leistung zu erreichen, sind hier allerdings mindestens drei 400-Watt-Panels nötig.

Die integrierte USV-Funktion arbeitet im Test tadellos und sorgt für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung von etwa Router, Server oder 3D-Drucker. Bei einem Stromausfall schaltet die Delta 3 Pro blitzschnell von Passthrough auf den internen Akku um und angeschlossene Verbraucher arbeiten einfach weiter, als wäre nichts geschehen.

Mit einem regulären Preis ab 2400 ist die Ecoflow Delta Pro 3 kein Schnäppchen. Inzwischen ist der Preis auf 2229 Euro (Gutscheincode POWEREBAY10) gefallen. Dafür bekommt man dann aber ein extrem leistungsfähiges und vielseitiges Gerät, das mit Zusatzakkus auf bis zu 12 kWh erweitert werden kann. Günstigere Alternativen mit weniger Leistung gibt es natürlich – wer die Power der Delta Pro 3 aber wegen der maximalen Leistung und der Kompatibilität mit Benzin-Inverter und Balkonkraftwerk kauft, findet aktuell keine bessere Alternative.

Die Ecoflow Delta Pro 3 ist das teure und extrem schicke Kraftpaket für alle, die maximale Leistung und einen großen Akku benötigen. Egal, ob als mobiler Stromlieferant beim Camping, als Stromspeicher für die Werkstatt, als Backup bei Stromausfällen oder als Speicher für das Balkonkraftwerk – die Delta Pro 3 meistert unterschiedlichste Aufgaben mit Bravour.

Leistung, Verarbeitung und Ausstattung sind absolut top. Einzige Wermutstropfen sind der happige Preis und das enorme Gewicht. Wer das verkraften kann, erhält mit der Delta Pro 3 eine der besten Powerstations am Markt. Wenn auch minimal weniger Leistung und Kapazität ausreichen, lohnt sich der Blick auf die ältere Ecoflow Delta Pro der ersten Generation.

Kai Schmerer von 08.09.2026

Die Powerstation Aferiy P310 lässt sich mit zwei Erweiterungs-Akkus auf eine Kapazität von 11,5 kWh ausbauen. Was sie sonst noch kann, zeigt der Test.

Die Aferiy P310 ist eine leistungsstarke Energiestation, die mit einer Dauerleistung von 3600 Watt nahezu alle Haushaltsgeräte zuverlässig mit Strom versorgen kann. Ihre Kapazität beträgt in der Basisversion 3,84 kWh. Durch den Anschluss von bis zu zwei Erweiterungs-Akkus des Typs P310B lässt sich die Gesamtkapazität stufenweise auf 7,68 kWh oder sogar 11,5 kWh erhöhen. Damit bietet die Station auch bei längeren Stromausfällen – wie dem 60-stündigen Ausfall in Berlin im September – eine verlässliche Notstromversorgung für die wichtigsten Verbraucher. Wie gut die Aferiy P310, die auch einen USV-Modus bietet, in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.

Neben der Powerstation sind im Lieferumfang ein AC-Ladekabel, ein Solar-Ladekabel (XT90 auf MC4), eine Kabelaufbewahrungstasche, eine Abdeckung und ein Benutzerhandbuch enthalten. Das gedruckte Handbuch, das zudem als PDF vorliegt, ist mehrsprachig und erläutert auch auf Deutsch die wichtigsten Funktionen der Powerstation.

Der Aferiy P310 kommt mit einem schlichten, zweifarbigen Design in Schwarz und Grau. Trotz eines Gewichts von 41 kg ist der Transport denkbar einfach: Integrierte Rollen und ein praktischer Teleskopgriff ermöglichen ein bequemes Bewegen der Powerstation.

Im Bedienbereich befindet sich ein Bildschirm, der alle wichtigen Betriebsdaten auf einen Blick anzeigt. Dazu zählen die aktuelle Ein- und Ausgangsleistung, der Ladezustand des Akkus, die verbleibende Lade- oder Betriebszeit sowie die Frequenz der Wechsel- und Gleichstromausgänge. Zusätzlich zeigen kleine Symbole bestimmte Betriebszustände wie WLAN, Temperatur, Stromeingang et cetera an.

Die Kühlung der Powerstation übernehmen leistungsstarke Lüfter im oberen Gehäusebereich, die für eine aktive Luftzirkulation und eine stabile Betriebstemperatur sorgen.

Ein besonderes Plus an Benutzerfreundlichkeit bietet die individuelle Steuerung der Ausgänge. Jede Anschlussgruppe – ob USB oder AC – lässt sich separat über eine eigene Taste ein- und ausschalten. So müssen Geräte nicht physisch getrennt werden, um sie vom Strom zu nehmen.

Insgesamt hinterlässt der Aferiy P310 einen sehr wertigen Eindruck. Die Verarbeitungsqualität ist durchweg hochwertig und bietet in jeder Hinsicht ein überzeugendes Gesamtbild.

Für eine maximale Flexibilität verfügt die Powerstation über 13 verschiedene Ausgänge. Dazu zählen drei Schuko-Steckdosen (AC), ein leistungsstarker USB-C-Port mit 100 Watt Ladeleistung, drei weitere USB-C-Anschlüsse mit je 20 Watt sowie zwei USB-A-Ports mit Quick-Charge 3.0. Für den Einsatz in Fahrzeugen oder mit speziellen Geräten stehen zudem ein Zigarettenanzünder-Ausgang (12V/10A), zwei DC5521-Anschlüsse (12V/3A) und ein hochstromfähiger XT60-Port (12V/25A) zur Verfügung.

Alle Ladeanschlüsse der Aferiy P310 sind praktisch an der Geräterückseite unter einer schützenden Klappe zusammengefasst. Oberhalb dieser Klappe befindet sich eine vielseitige LED-Arbeitsleuchte mit 3 Watt Leistung. Über einen separaten Schalter lässt sich das Licht nicht nur ein- und ausschalten, sondern auch zwischen verschiedenen Betriebsmodi wechseln: Dauerlicht, Blinkmodus und SOS-Funktion stehen zur Auswahl. Diese Integration macht die Powerstation zu einem rundum praktischen Begleiter für Camping, Notfälle oder Arbeiten in dunklen Umgebungen.

Für die solare Aufladung steht ein leistungsstarker XT90-Eingang zur Verfügung, der einen Spannungsbereich von 12 bis 160 Volt und Ströme von 20 bis 25 Ampere unterstützt. So sind Solarladeleistungen von bis zu 2.000 Watt möglich. Zusätzlich kann die Station konventionell über den Kfz-Anschluss mit bis zu 120 Watt (12 V/10 A) geladen werden. Letztere Möglichkeit ist aber aufgrund der Akku-Kapazität nicht wirklich sinnvoll. Daher vermissen wir auch nicht ein entsprechendes Ladekabel im Lieferumfang.

Über den AC-Eingang lässt sich die Station mit bis zu 2.200 Watt netzseitig laden. Die Eingangsleistung kann dabei bequem über einen Drehregler an der Vorderseite in fünf Stufen gesteuert werden (400, 800, 1.200, 1.600 oder 2.200 Watt).

Eine besondere Stärke des Systems ist die Kombinierbarkeit der Ladequellen: Durch gleichzeitige Nutzung von AC- und Solareingang sind kombinierte Ladeleistungen von bis zu 4.200 Watt möglich, was eine zügige Aufladung ermöglicht. Allerdings haben wir die Solarladung in Verbindung mit PV-Modulen aufgrund der herrschenden Dunkelflaute während der Testphase nicht überprüft.

In der Praxis dauert eine Vollladung über den AC-Eingang mit maximalen 2.200 Watt etwas mehr als zwei Stunden. Erfreulich ist das gezielte Kühlverhalten: Anfänglich laufen die Lüfter nur intermittierend und springen nicht sofort dauerhaft an. Erst im fortgeschrittenen Ladeverlauf ab etwa 50 Prozent Ladezustand – insbesondere bei höheren Umgebungstemperaturen – arbeiten die Lüfter durchgängiger und erreichen einen Geräuschpegel von etwa 46 dB(A).

Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit des pass-through charging: Die Powerstation kann problemlos gleichzeitig geladen und entladen werden, was eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ermöglicht.

Die Lautstärke im Betrieb variiert je nach Belastung. Bis zu einer Leistungsabgabe von 1000 Watt hört man von der P310 so gut wie gar nichts. Gelegentlich springt der Lüfter an, bleibt aber angenehm leise. Anders sieht es bei Volllast mit einer Leistungsabgabe von 3600 Watt aus. Für diesen Test haben wir die Powerstation die Batterie eines Hybrid-Fahrzeugs laden lassen. In diesem Szenario machen sich die Lüfter deutlich bemerkbar. Mit dem Smartphone haben wir eine Lautstärke von etwa 65 dB(A) direkt am Gerät gemessen.

Die nutzbare Kapazität liegt im Test je nach Leistungsabgabe zwischen 89 und 92 Prozent – das sind Top-Werte. Beim Laden der Powerstation müssen wir circa 9 Prozent mehr Energie aufbringen, als wir später wieder zur Verfügung gestellt bekommen. Das kann sich ebenfalls sehen lassen. Insgesamt gehen also durch das Laden und Entladen etwa 20 Prozent Energie durch Umwandlungsverluste verloren.

Die Aferiy P310 kann optional über die App „Bright EMS“ gesteuert werden – interessanterweise dieselbe App, die auch für die Fossibot F3600 Pro verwendet wird. Dies legt die Vermutung nahe, dass beide Powerstations auf einer gemeinsamen technischen Basis, vermutlich der des Herstellers Sydpower aus Shenzhen, aufbauen.

Die App bildet alle wesentlichen Funktionen der Station digital ab. Nutzer können damit alle Ausgänge sowie die LED-Leuchte schalten, den aktuellen Ladezustand und Energiefluss einsehen sowie Lade- und Entladegrenzen festlegen. Zusätzlich lassen sich Standby-Zeiten für die Station und das Display konfigurieren.

Allerdings bleibt die App in einem Punkt hinter den Möglichkeiten zurück: Sie bietet keine Aufzeichnung oder Historie vergangener Lade- und Entladevorgänge, was für eine detaillierte Nutzungsanalyse wünschenswert wäre.

Die Powerstation Aferiy P310 mit 3840 Wh und 3600 Watt Leistung kostet bei Amazon 1395 Euro. Der Versand ist aktuell kostenlos. Damit ist die Aferiy P310 etwas günstiger als die nahezu baugleiche Fossibot F3600 Pro, die derzeit 1399 Euro kostet.

Aferiy liefert mit der P310 eine leistungsfähige und ausdauernde Powerstation, die mit einer hervorragenden Effizienz, einem – außer bei hoher Leistungsabgabe – leisen Betrieb und einem mit 1395 Euro aktuell günstigen Preis überzeugt. Die P310 ist zwar mit 41 kg sehr schwer, lässt sich aber dennoch dank Rollen und Teleskopgriff leicht transportieren. Das Ein- und Ausladen in einen Pkw erfordert allerdings viel Kraft. Aferiy bietet neben der Standardgarantie von 24 Monaten eine Verlängerung der Garantiezeit um fünf auf sieben Jahre. Hierfür muss man die P310 registrieren.

Konrad Dichtl von 09.03.2026

3 kWh Kapazität, 2.400 W Leistung und schnelles Laden: Wir testen die Bluetti Elite 300 auf Effizienz, Solarleistung und Praxistauglichkeit.

Bluetti positioniert die Elite 300 bewusst als Gegenentwurf zum klassischen „3-kWh-Klotz“. Unter dem Motto „More Power, Less Bulk“ soll sie eine der kompaktesten und leichtesten Powerstations ihrer Klasse sein.

Tatsächlich bietet die Station 3014 Wh Kapazität, wiegt aber nur rund 2 kg mehr als viele typische 2-kWh-Geräte. Dieser Gewichtsvorteil ist vor allem bei mobilen Anwendungen relevant, bei denen Größe und Masse den Einsatzbereich bestimmen.

Mit 2400 W Dauerleistung und kurzfristig bis zu 4800 W richtet sich die Elite 300 an mehrere Szenarien: Home-Backup bei Stromausfällen, Off-Grid-Set-ups, Camping- oder Wohnmobilinstallationen sowie Werkstatt- und Baustellenbetrieb. Bluetti versucht damit, die Lücke zwischen klassischen mobilen Powerstations und stationären Heimspeichern zu schließen.

Auch bei der Lebensdauer setzt der Hersteller auf starke Zahlen. Die verbaute LiFePO₄-Batterie soll 6000 Ladezyklen bis 80 % Restkapazität erreichen. Bluetti gewährt zusätzlich fünf Jahre Garantie, was derzeit über dem Marktdurchschnitt vieler Powerstations liegt.

Für längere Lagerzeiten empfiehlt das Handbuch (PDF), den Akku bei etwa 40 bis 60 % Ladezustand aufzubewahren, das Gerät vollständig auszuschalten und alle Kabel zu trennen. Zudem sollte der Speicher etwa alle sechs Monate einmal vollständig geladen und entladen werden. Diese Empfehlung entspricht den allgemeinen Eigenschaften von Lithium-Batterien, deren Alterung sowohl durch Nutzung als auch durch Zeit und Temperatur beeinflusst wird.

Die Powerstation wird gut gepolstert geliefert. Im Karton befinden sich neben dem Gerät lediglich ein etwa 1,5 Meter langes Schuko-Ladekabel, eine kleine Erdungsschraube sowie ein kurzes Informationsblatt. Der Lieferumfang ist damit bewusst funktional gehalten.

Das Gehäuse wirkt robust und hochwertig verarbeitet. Die integrierten Tragegriffe erleichtern den Transport des rund 26 kg schweren Systems deutlich. Materialqualität, Passgenauigkeit und Oberflächen vermitteln insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck.

Bei den Anschlüssen bietet die Elite 300 eine solide Auswahl für mobile und stationäre Anwendungen. Neben klassischen 230-Volt-Steckdosen stehen mehrere Gleichstromanschlüsse zur Verfügung, darunter ein leistungsstarker 12-Volt-XT60-RV-Port mit bis zu 30 Ampere, ein klassischer Zigarettenanzünderanschluss sowie moderne USB-Ports. Besonders hervorzuheben ist der USB-C-Port mit bis zu 140 W Power Delivery, der selbst leistungsstarke Laptops direkt versorgen kann.

Wichtig ist jedoch ein Detail der internen Architektur: Der XT60-RV-Port und der Zigarettenanzünderanschluss sind elektrisch parallel geschaltet und teilen sich ein gemeinsames 30-Ampere-Gesamtlimit. Wird beispielsweise über den Zigarettenanzünder bereits ein größerer Verbraucher betrieben, reduziert sich entsprechend die maximal verfügbare Leistung des RV-Ports. In der Praxis spielt das vor allem bei Camper-Installationen eine Rolle.