Heise 29.08.2026
20:00 Uhr

Top 10: Speicher für Balkonkraftwerk im Test


Wir zeigen die besten Speicher für Balkonkraftwerke. Viele lassen sich inzwischen lokal über Home Assistant ansteuern.

Top 10: Speicher für Balkonkraftwerk im Test

Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.

Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.

Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.

Wir zeigen die besten Speicher für Balkonkraftwerke. Viele Modelle lassen sich inzwischen lokal über Home Assistant ansteuern.

Ein Stromspeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote eines Balkonkraftwerks und senkt dadurch die Stromrechnung deutlich stärker als ein Betrieb ohne Akku, wie unser Ratgeber verrät. Die folgende Bestenliste zeigt die besten Solarspeicher für Balkonkraftwerke.

Viele Hersteller setzen für den Betrieb eines Speichers nach wie vor eine Cloud-Verbindung voraus. Bei Internet- oder Serverstörungen sind die Geräte dann oft nur eingeschränkt nutzbar. Das ändert sich jedoch zunehmend: Immer mehr Hersteller ermöglichen eine lokale Ansteuerung, darunter Zendure, Solakon, Sun Energy XT, Marstek und Hoymiles.

Ein weiterer Entwicklungstrend betrifft die Einspeiseleistung: Während für Balkonkraftwerke weiterhin die Grenze von 800 W (Watt) gilt, überschreiten neuere Stromspeicher diesen Wert teils deutlich. In solchen Fällen sind jedoch eine fachgerechte Abnahme durch einen Elektriker sowie die offizielle Anmeldung der PV-Anlage zwingend erforderlich.

Ein prominentes Beispiel ist der Zendure Solarflow 2400 Pro, der eine Einspeiseleistung von bis zu 2400 W erreicht und PV-Eingangsleistungen von bis zu 3000 W ermöglicht. Im Dreiphasen-Verbundbetrieb – mit je einem Gerät pro Phase – sind sogar Gesamteinspeisungen von 7200 W und ein PV-Anschluss von bis zu 14,4 kWp realisierbar. Ebenfalls leistungsstark präsentiert sich der Sun Energy XT 500 Pro mit abermals 2400 W Einspeiseleistung.

Einen neuen Spitzenwert setzt die Anker Solarbank 4 Pro: Mit einer PV-Eingangsleistung von bis zu 5000 W können daran bis zu zwölf 500-W-Module angeschlossen werden – ein klares Indiz dafür, dass dieses Gerät weit über eine reine Balkonkraftwerk-Lösung hinausgeht. Auch die maximale Einspeiseleistung von 2500 W unterstreicht diese Positionierung.

Damit verschwimmt die Grenze zwischen Balkonkraftwerk und klassischer Photovoltaikanlage zunehmend – für Nutzer ein klarer Vorteil: Der Einstieg bleibt mit einem 800-W-Balkonkraftwerk und maximal 2000 W PV-Leistung denkbar einfach, das System lässt sich bei Bedarf jedoch flexibel zu einer leistungsstarken PV-Anlage erweitern.

Die vorliegende Bestenliste umfasst Lösungen mit genau dieser Ausbaumöglichkeit, aber auch Varianten ausschließlich für den Betrieb eines klassischen Steckersolargeräts – so die offizielle Bezeichnung für Balkonkraftwerke.

Die Wahl des optimalen Speichers hängt – wie beim Balkonkraftwerk selbst – von individuellen Bedürfnissen, örtlichen Gegebenheiten und Preis ab. Wer möglichst viele Solarpanels anschließen und auch während der Dunkelflaute Strom nutzen will, fährt mit Lösungen mit mindestens vier MPP-Trackern und bidirektionalem Laden am besten. Anders als noch vor wenigen Jahren bringen moderne Speicher integrierte Anschlüsse für Solarpanels mit – ein externer Wechselrichter entfällt meist.

Der Zendure Solarflow 2400 Pro erfüllt als Testsieger genau diese Anforderungen: Er bietet vier integrierte MPP-Tracker und unterstützt dynamische Stromtarife (Ratgeber) von Rabot Energy, Tibber und weiteren Anbietern. So lässt sich der Speicher auch im Winter oder bei schlechtem Wetter wirtschaftlich laden und zur Senkung der Stromkosten nutzen. Bei einem Stromausfall versorgt er Verbraucher mit bis zu 2400 W. Aktuell ist Zendure Solarflow 2400 Pro inklusive Versand bei Netto für 769 Euro erhältlich. Mit einem Preis von 320 Euro pro kWh ist die Zendure-Lösung in der Standardausstattung mit 2,4 kWh nicht gerade günstig. Immerhin sinkt der Preis pro kWh im Set mit einer Zusatzbatterie AB3000L auf 227 Euro.

Als Technologiesieger überzeugt die neue Anker Solarbank 4 Pro mit 5 kWh Kapazität, 5000 W PV-Eingang und bis zu 2500 W Einspeiseleistung. Mit diesen Leistungsdaten ist sie für ein Balkonkraftwerk überdimensioniert. Wer aber eine kleine PV-Anlage mit bis zu zwölf 500-W-Panels plant, liegt mit der Solarbank 4 Pro genau richtig. Aktuell ist der neue Anker-Stromspeicher für 1448 Euro (Ebay) erhältlich, pro kWh sind das relativ teure 319 Euro.

Als Preis-Leistungs-Sieger verfügt der Zendure Solarflow 800 Plus nur über zwei MPPTs und verzichtet auf eine Notstromsteckdose. Dafür ist der Speicher mit einem kWh-Preis von 172 Euro (Ebay) sehr günstig.

Wer statt eines nachrüstbaren Akkus gleich ein komplettes Set sucht, bekommt die meisten Top-10-Speicher auch im Bundle mit Wechselrichter und Photovoltaik-Modulen. Einige Beispiele, geordnet nach Platzierung in der Bestenliste.

Zendure liefert mit dem Solarflow 2400 Pro einen leistungsfähigen Speicher, der nicht nur für ein Balkonkraftwerk geeignet ist, sondern auch für herkömmliche PV-Anlagen. Aktuell ist Zendure Solarflow 2400 Pro inklusive Versand für 753 Euro erhältlich. Mit einem Preis von 314 Euro pro kWh ist die Zendure-Lösung relativ teuer. Immerhin sinkt der Preis pro kWh im Set mit einer Zusatzbatterie AB3000L auf 236 Euro. Damit ist die Zendure-Lösung günstiger als die Anker Solarbank 4, für die man pro kWh etwa 319 Euro zahlen muss.

Anker bietet mit der Solarbank 4 Pro einen Stromspeicher, der für ein klassisches Balkonkraftwerk mit zwei PV-Panels überdimensioniert ist. Wer sie voll ausreizen möchte, sollte sie als PV-Anlage anmelden. Dann kann man sie mit bis zu 12 Solarpanels betreiben und profitiert von der maximalen Einspeiseleistung von 2500 Watt. Für diesen Einsatzzweck gibt es derzeit kaum eine bessere Alternative.

Für ein klassisches Balkonkraftwerk mit zwei Modulen ist der Solarflow 800 Plus eine klare Kaufempfehlung. Für den Speicher sprechen eine hochwertige, ausgereifte Hardware, ein hervorragender Wirkungsgrad, eine schnelle Smart-Meter-Regelung, umfangreiche lokale Automatisierungs- und Steuerungsmöglichkeiten sowie der mit 172 Euro pro kWh günstige Einstieg.

Mit einem Speicher steigt die Eigenverbrauchsquote des vom Balkonkraftwerk erzeugten Stroms deutlich, wodurch sich langfristig höhere Einsparungen ergeben als bei einer Mini-PV-Anlage ohne Speicher. Wie schnell sich die Investition amortisiert, zeigen konkrete Zahlen im Artikel Balkonkraftwerk & Amortisation: Gewinn maximieren mit der richtigen Auswahl.

Für viele Anwender ist die lokale Steuerung des Speichers entscheidend – damit der Akku auch bei einem Ausfall der Hersteller-Cloud voll funktioniert. Eine lokale Ansteuerung etwa über Home Assistant bieten die Lösungen von Zendure, Solakon, Sun Energy XT, Marstek und Hoymiles. Auch für die Solarbank 4 Pro hat Anker eine Integration für Home Assistant veröffentlicht. Mit einer lokalen Ansteuerung wartet auch die Jackery Solarvault 3 Pro auf.

Weitere Hersteller wie Ecoflow planen laut Marktinformationen ebenfalls eine lokale Ansteuerung. Eine Home-Assistant-Integration existiert zwar bereits, ist aber von der Cloud abhängig.

Als Faustregel gilt: Für ein Balkonkraftwerk mit vier Panels und einer maximalen Solarleistung von 2000 W empfiehlt sich ein Speicher mit 4 kWh Kapazität. Bei Standard-Balkonkraftwerken mit zwei Solarmodulen genügen Modelle mit 2 kWh.

Statt starrer Zeitpläne mit festen Einspeisewerten empfiehlt sich für den Speicherbetrieb eine dynamische Einspeisung, die die Leistung anhand des realen Verbrauchs regelt. Dafür wird ein Smart Meter wie der Shelly Pro 3EM benötigt, der mit allen gängigen Speichern kompatibel ist und sich zudem – anders als viele herstellereigene Smart Meter – problemlos in Home Assistant einbinden lässt. Der Shelly Pro 3EM muss von einer qualifizierten Fachkraft in der Stromverteilung installiert werden. Alternativ kommen IR-Leseköpfe wie der Everhome Eco Tracker infrage, die sich selbst am Stromzähler anbringen lassen. Diese Variante eignet sich vor allem für Eigenheimbesitzer, da Zählerräume in Wohnanlagen – meist im Keller gelegen – selten eine Netzwerkverbindung ermöglichen.

Sämtliche Modelle dieser Bestenliste unterstützen eine dynamische Einspeisung mithilfe eines Smart Meters. Dadurch wird der erzeugte PV-Strom größtenteils selbst genutzt, und die Anlage arbeitet netzdienlich, da keine unkontrollierte Einspeisung mehr erfolgt. Dynamisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Speicher die Einspeiseleistung kontinuierlich an die aktuellen Verbrauchswerte anpasst (weitere Informationen im Ratgeber Balkonkraftwerk mit Nulleinspeisung: Shelly Pro 3EM & andere Smart Meter).

Inzwischen existieren Lösungen, die die Grenze zwischen Standard-Balkonkraftwerken und großen PV-Anlagen auflösen. Sun Energy XT (ehemals Sunlit) bietet mit der Speicherlösung BK215 und der Erweiterungseinheit B215 ein System mit bis zu 8,6 kWh Kapazität an. In Verbindung mit dem optional erhältlichen bidirektionalen Wechselrichter EV3600 unterstützt die Speicherlösung sogar das Laden eines Elektroautos. Dies funktioniert auch autark im Inselbetrieb, allerdings nur mit bis zu 3,7 kW Ladeleistung. Für reine Elektroautos mit Batteriekapazitäten von teils über 100 kWh ist das zwar knapp bemessen, für Hybridfahrzeuge reicht die Leistung jedoch für eine Teilladung. Verteilt auf zwei Tage lassen sich die meisten Hybridfahrzeuge vollständig aufladen. Bei Anschluss an einen Starkstromanschluss steigt die Ladeleistung auf bis zu 11 kW.

Die vereinfachten Regeln zur Anmeldung eines Steckersolargeräts beim Marktstammdatenregister gelten grundsätzlich nur für eine Einspeiseleistung bis 800 W. Ein Anschluss per Schukostecker ist außerdem ausschließlich bis zu einer PV-Modulleistung von 960 Wp normgerecht. Wer die maximale PV-Leistung von 2 kWp für Balkonkraftwerke ausnutzen möchte, schließt seine Anlage normgerecht über einen Festanschluss oder eine Wieland-Steckdose an.

Eine PV-Anlage mit einer PV-Leistung von über 2 kWp oder gilt nicht mehr als Balkonkraftwerk, ebenso eine Anlage mit einer höheren Einspeiseleistung als 800 W. Wer eine solche Anlage in Betrieb nehmen möchte, benötigt in jedem Fall einen Fachbetrieb (4.4), der die Anlage abnimmt. Anschließend muss sie beim Netzbetreiber sowie im Marktstammdatenregister angemeldet werden.

Wer ein Balkonkraftwerk betreibt, möchte die Stromkosten senken. Zusätzliches Sparpotenzial ergibt sich durch die Wahl des günstigsten Stromanbieters. Spätestens nach einer Preiserhöhung durch den bisherigen Lieferanten lohnt sich ein Wechsel, da Neutarife meist spürbar günstiger ausfallen. Gleiches gilt für Gastarife, wofür ebenfalls ein Vergleichsangebot im heise Tarifvergleich bereitsteht.

Für alle, die den Anbieterwechsel nicht selbst organisieren möchten, bieten sich Wechselservices wie Remind.me an. Der Dienst übernimmt kostenlose Wechsel zwischen Strom- und Gasanbietern, spricht vorab eine Empfehlung aus und überlässt die Entscheidung dem Kunden. Remind.me vergleicht über 12.000 Tarife und meldet sich automatisch, sobald ein Vertragswechsel sinnvoll ist.

Ein Stromspeicher mit bidirektionaler Lademöglichkeit lässt sich in Kombination mit einem dynamischen Stromtarif – etwa von Rabot Energy (mit Code RABOT120 gibt es 120 Euro nach einem Jahr ausgezahlt, bei sechs Monaten 60 Euro mit dem Code RABOT60) oder von Tibber – besonders profitabel einsetzen. Auf diese Weise kann der Speicher während der Dunkelflaute im Winter oder bei schlechtem Wetter zu günstigen Konditionen geladen und bei hohen Strompreisen entladen werden. Aufgrund der doppelten Stromumwandlung sollte der Preisunterschied jedoch deutlich über 20 Prozent liegen, damit sich das Vorgehen rechnet. Weitere Details dazu liefert der Ratgeber Balkonkraftwerk & dynamischer Stromtarif: Speicher im Winter profitabel laden.

Stromspeicher für Balkonkraftwerke werden leistungsfähiger und günstiger. Steckersolargeräte mit Speicher können sich je nach Stromverbrauch und Anschaffungskosten bereits nach wenigen Jahren amortisieren. Für eine maximale Ersparnis ist allerdings eine bedarfsgerechte Einspeisung mithilfe eines Smart Meters wie des Shelly Pro 3EM nötig (siehe dazu den Ratgeber Nulleinspeisung). Dadurch arbeitet die Anlage zugleich netzdienlich, da sie an sonnigen Tagen keine Spitzen ins Netz abgibt, sondern den Überschuss im Speicher puffert. Sämtliche Modelle dieser Bestenliste unterstützen diesen Betriebsmodus – entweder über den Shelly Pro 3EM, über Smart Meter des Speicherherstellers oder über einen IR-Lesekopf.

Top-Modelle wie Anker Solix Solarbank 3 und 4, Ecoflow Stream Ultra, Solakon One, SunEnergyXT 500 Pro sowie Zendure Solarflow 800 Pro und 2400 Pro lassen sich zudem über das Stromnetz aufladen. Wirtschaftlich sinnvoll ist das jedoch nur bei Nutzung dynamischer Stromtarife, etwa von Rabot Energy oder Tibber. Auf diese Weise lässt sich der Speicher während der Dunkelflaute im Winter oder bei schlechtem Wetter zu günstigen Tarifen laden und bei hohen Strompreisen entladen. So trägt ein Stromspeicher auch im Winter zur Kostensenkung bei – insbesondere dann, wenn die Windkraft für niedrige Preise bei dynamischen Stromtarifen (Ratgeber) sorgt.

Ein weiteres Bedürfnis vieler Anwender ist der cloudunabhängige Betrieb von Balkonkraftwerk und Speicher. Voraussetzung dafür ist eine lokale Ansteuerung – eine Funktion, die derzeit Zendure, Solakon, SunEnergyXT, Marstek und Hoymiles bieten. Für die Solarbank 4 Pro hat Anker ebenfalls eine Integration für Home Assistant veröffentlicht.

Weitere nützliche Informationen zum Thema bieten folgende Beiträge:

Kai Schmerer von 13.07.2026

Starker Balkonkraftwerk-Speicher mit bis zu 2.400 W Ausgang, 16,8 kWh max., 3.000 W Solar-Eingang und optionaler lokaler MQTT-Steuerung.

Speicherlösungen für Balkonkraftwerke entwickeln sich zunehmend in Richtung klassischer PV-Systeme. Der Zendure Solarflow 2400 Pro ist ein Beispiel für diese Entwicklung. Im Standardbetrieb als Balkonkraftwerk speist das System bis zu 800 Watt ein. Darüber hinaus ermöglicht das Gerät eine maximale Einspeiseleistung von bis zu 2.400 Watt.

Bei Einsatz mehrerer Geräte – jeweils eines pro Phase – lässt sich die Einspeiseleistung auf bis zu 7.200 Watt erhöhen. In diesem Szenario handelt es sich jedoch nicht mehr um ein Balkonkraftwerk, sondern um eine reguläre Photovoltaikanlage, die entsprechend installiert, geprüft und angemeldet werden muss.

Die Basiseinheit verfügt über einen integrierten Akku mit 2,4 kWh Kapazität. Durch Zusatzbatterien des Typs Zendure AB3000L lässt sich die Kapazität auf bis zu 16,8 kWh erweitern. Zudem besteht Kompatibilität zu den älteren Akkus AB1000 und AB2000. Vier MPP-Tracker ermöglichen eine maximale PV-Eingangsleistung von 3.000 Watt. Über die integrierte Notstromsteckdose können zusätzlich bis zu 1.800 Watt eingebunden werden, etwa durch bestehende Balkonkraftwerke mit eigenem Wechselrichter.

Eine lokale Steuerung ist über das MQTT-Protokoll möglich. Dadurch lässt sich das System beispielsweise in Home Assistant integrieren und ohne Cloud-Anbindung betreiben.

Der Aufstellort der Solarmodule beeinflusst die benötigte Kabellänge. Bei einer Installation am Balkongeländer und kurzer Distanz zur Steckdose kann das System in unmittelbarer Nähe der Module positioniert werden. In diesem Fall reichen die mitgelieferten Anschlusskabel sowie das rund drei Meter lange Schuko-Kabel aus.

Bei einer Installation im Garten oder an einem Zaun sind entweder längere Anschlussleitungen für die Module (MC4) oder Verlängerungen für die Stromversorgung erforderlich. Die Komponenten sind zwar für den Außeneinsatz geeignet, sollten jedoch vor direkter Witterung und Sonneneinstrahlung geschützt aufgestellt werden. Ein schattiger Standort wird auch im Handbuch (PDF) empfohlen.

Die Installation erfolgt nach dem üblichen Prinzip von Balkonkraftwerken: Die Solarmodule werden an die vier MPP-Tracker angeschlossen, das Schuko-Kabel mit der Steckdose verbunden.

Die Zendure-App stellt verschiedene Betriebsmodi zur Verfügung. Der Modus „Zenki“ nutzt algorithmische Auswertung von Verbrauchsdaten, Stromtarifen, Wetterinformationen und Ladezustand, um die Energieflüsse zu steuern.

Die Nutzung dynamischer Stromtarife setzt in der Regel eine intelligente Messeinrichtung voraus, die in vielen Haushalten nicht vorhanden ist. Dadurch ist das netzseitige Laden des Speichers für viele Anwendungen eingeschränkt relevant.

Praxisrelevanter sind folgende Betriebsmodi:

Im Testbetrieb mit einem Shelly Pro 3EM passt der Solarflow 2400 Pro die Einspeiseleistung dynamisch an den aktuellen Verbrauch an. Die Reaktionszeit liegt typischerweise zwischen drei und fünf Sekunden.

Eine vollständig konstante Nulleinspeisung wird jedoch nicht erreicht. Die Werte bewegen sich meist im Bereich von etwa -5 bis +5 Watt, mit gelegentlichen Abweichungen darüber hinaus. Dieses Verhalten ist auch bei vergleichbaren Systemen zu beobachten.

Von den 2400 Wh des Akkus haben wir bei einer Einspeiseleistung von 800 Watt und einer Entladegrenze von 10 Prozent, etwa 2350 Watt entnommen, was einer ausgezeichneten Effizienz von knapp 98 Prozent entspricht. Beim Laden des Speichers über die Steckdose, was für Anwender mit einem dynamischen Stromtarif interessant sein kann, muss der Strom allerdings zweimal umgewandelt werden. Dabei haben wir Ladeverluste von etwa 13 Prozent gemessen. Wer also einen dynamischen Stromtarif nutzt, sollte das Laden der Batterie per Steckdose nur dann nutzen, wenn der Preisunterschied zwischen hohem und niedrigem Tarif größer als 20 Prozent ausfällt.

Zudem sollte man die Effizienzwerte im Auge behalten. Die Effizienz bei der Einspeisung ist wie üblich abhängig von der Höhe der Einspeiseleistung. Wird weniger als 800 Watt eingespeist, sinkt die Effizienz. Bis zu einer Einspeiseleistung von 500 Watt liegt sie aber noch über 97 Prozent. Mit 200 Watt sind es aber nur noch 93 Prozent und mit 150 Watt noch knapp 91 Prozent, während sie bei 100 Watt nur noch knapp 85 Prozent beträgt.

Die Effizienzwerte sollte man also bedenken, wenn der Speicher per AC geladen wird, und man durch Nutzung eines dynamischen Stromtarifs davon profitieren möchte. Denn die Verluste bei der Einspeisung addieren sich zu den Umwandlungsverlusten von AC zu DC. Oder anders ausgedrückt. Bei einem Ein-Personen-Haushalt mit einer durchschnittlichen Leistungsabgabe von 100 Watt pro Stunde dürfte sich das Laden per Netzstrom kaum lohnen, da die Umwandlungsverluste insgesamt größer sind als der Unterschied zwischen günstigstem und teuerstem Preis pro kWh.

Wer nicht die Zendure-App für den Betrieb von Solarflow 2400 Pro verwenden möchte, kann nach der Inbetriebnahme des Speichers das MQTT-Protokoll aktivieren. Das System überträgt anschließend Betriebsdaten und Steuerbefehle an einen MQTT-Broker. In Verbindung mit Home Assistant ist damit eine lokale Steuerung ohne Cloud-Anbindung möglich. Für eine vollständige Integration von Zendure Solarflow 2400 Pro ins Energy-Dashboard von Home Assistant sind allerdings einige Anpassungen vorzunehmen.

Diese entfallen, wenn man die offizielle Zendure-Integration nutzt. Über den Zendure-Manager stehen dann auch verschiedene Betriebsoptionen wie Smarte Steuerung (Nulleinspeisung) zur Verfügung.