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22.07.2026
08:00 Uhr
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KI verdichtet Arbeitsprozesse und erzeugt mehr Stress. Das neue Sonderheft c’t KI-Wissen 2026 erklärt Ursachen und zeigt Auswege auf.

Künstliche Intelligenz ist inzwischen überall. Sie schreibt Texte, erzeugt Code, bearbeitet Bilder, sortiert Dokumente und soll bald sogar selbstständig einkaufen. Nur folgt daraus noch lange nicht, dass sie Arbeit erleichtert oder gute Entscheidungen trifft. Das neue Sonderheft c’t KI-Wissen 2026 beleuchtet den realen Arbeitsalltag. Was leistet KI in echten Softwareprojekten – welche Kosten und Abhängigkeiten entstehen. Wo hilft KI Fachkräften, und wo belastet sie zusätzlich.
Besonders deutlich zeigt sich die Lücke zwischen Versprechen und Wirklichkeit in der Arbeitswelt. Die große Job-Killer-Welle ist bislang ausgeblieben. Stattdessen geraten Berufseinsteiger unter Druck, während erfahrene Beschäftigte mehr Aufgaben übernehmen und KI-Ergebnisse zusätzlich prüfen müssen. Zeitgewinne führen selten zu einem früheren Feierabend. Meist steigt schlicht der erwartete Output.
Das Heft untersucht, warum Automatisierung Arbeit nicht verschwinden lässt, sondern häufig neu verteilt und verdichtet. Der Soziologe Florian Butollo erklärt im Interview, weshalb technische Fortschritte den Fachkräftemangel nicht beheben und warum Unternehmen Produktivität gern mit höherem Arbeitstempo verwechseln.
Die Beiträge zeigen, wie man geeignete Werkzeuge auswählt, Sprachmodelle als Denkhilfe nutzt und verhindert, dass Bequemlichkeit die eigene Urteilskraft ersetzt. Auch die Schule steht vor diesem Problem: Lernende sollen KI verstehen und einsetzen können, ohne Denken und Schreiben vollständig an sie auszulagern.
Beim Programmieren wird dieser Konflikt besonders greifbar. Vibe-Coding kann Routinearbeit beschleunigen und Ideen rasch in erste Programme verwandeln. Es kann aber ebenso unübersichtlichen Code, hohe Tokenkosten und lange Fehlersuche produzieren.
Die Redaktion begleitet ein Projekt von der Idee bis zur fertigen Anwendung, untersucht, wofür Entwickler KI-Werkzeuge tatsächlich einsetzen, und nimmt den Agenten OpenClaw unter die Lupe. Hinzu kommen Anleitungen zum Betrieb lokaler Modelle und zur Restaurierung alter Familienfotos.
Das Heft blickt über ChatGPT und Claude hinaus auf europäische Anbieter, lokal betriebene Systeme und offene Modelle. Dabei trennt es echte Offenheit von Open-Washing. Veröffentlichte Modellgewichte bedeuten noch nicht, dass ein System nachvollziehbar, veränderbar oder dauerhaft verfügbar ist.
Grundlagenartikel erklären, wie Multi-Agenten-Systeme Arbeit auf mehrere Modelle verteilen, wie AutoML und AutoRL Lernprozesse automatisieren und was von Quantum Machine Learning derzeit tatsächlich zu halten ist.
Spätestens beim Agentic Commerce wird aus einer fehlerhaften Antwort ein handfestes finanzielles Problem. KI-Agenten sollen künftig Produkte suchen, Preise vergleichen und Einkäufe abwickeln. Damit geraten Händler, Plattformen und Zahlungsanbieter in einen Wettlauf um den Zugriff auf die automatisierte Kaufentscheidung.
Das c’t KI-Wissen 2026 gibt es ab sofort als Heft im heise shop und im Handel für 14,90 Euro. Bis einschließlich zum 25. Juli erhalten Sie dies sogar portofrei nach Hause. In digitaler Form erwerben Sie es für 12,99 Euro über den heise shop oder direkt in unseren Android- und iOS-Apps. Das Bundle aus Heft + PDF erhalten Sie für nur 19,90 Euro statt 27,89 Euro. Außerdem bieten wir ein umfangreicheres thematisches Bundle zum deutlich reduzierten Preis an: das gedrucktes Heft + digitale Ausgabe + das Buch "Coding mit KI (2. Aufl.)“ vom Rheinwerk Verlag für insgesamt 54,90 € statt 67,79 €.
(hag)