Die Todesstrafe ist eine Hinrichtung durch staatliche Stellen nach einer entsprechenden Verurteilung, also das Töten durch den Staat. 54 Länder weltweit praktizieren die Todesstrafe noch, 145 Staaten hingegen haben sie nach einer Zählung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International abgeschafft. Im vergangenen Jahr gab es demnach 2707 bestätigte Hinrichtungen in 17 Ländern, die höchste Zahl seit 1981. Allerdings geht Amnesty von einer enormen Dunkelziffer aus. So dürften allein in der Volksrepublik China mehrere Tausend Menschen exekutiert worden sein, aber die Zahlen werden als Staatsgeheimnis betrachtet. Nach China gab es die meisten Hinrichtungen in Iran (mindestens 2159) und Saudi-Arabien (mindestens 356). In den USA wurden im vergangenen Jahr 47 Delinquenten exekutiert, die meisten mit der Giftspritze. Weitere verbreitete Tötungsmethoden weltweit sind Hängen, Erschießen, Köpfen und Vergasen. In den meisten Demokratien wird die Todesstrafe nicht mehr vollstreckt. Die großen Ausnahmen sind außer den USA noch Japan und Taiwan. In Europa ist die Abschaffung der Todesstrafe Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Europarat. In der Bundesrepublik Deutschland wurde sie 1949 im Grundgesetz verboten.
