SZ 12.10.2026
15:25 Uhr

(+) Autoindustrie: Rückzug nach Europa


In China ist für die europäischen Autohersteller kaum noch etwas zu holen. Jetzt wollen sie zumindest ihren Heimatmarkt schützen. Doch sind sie damit nicht längst zu spät?

(+) Autoindustrie: Rückzug nach Europa
Präsident in der Ente: Emmanuel Macron im neuen Citroën 2CV auf dem Pariser Autosalon.
Thibault Camus/AP/dpa

François Provost kam gleich zur Sache: „Die Zeiten sind nicht einfach, wir sind mit neuen Wettbewerbern konfrontiert.“ Wer das ist, sagte der Chef des französischen Automobilkonzerns Renault nicht. Aber wer an diesem Montag auf dem Pariser Automobilsalon unterwegs ist, sieht es sofort: die chinesischen Hersteller. Sie machen sich breit – gleich neben den Marken der Renault-Gruppe hat BYD einen noch relativ bescheidenen Stand, gegenüber von Mercedes ist Zeekr positioniert, neben dem Stand von Smart präsentiert Denza seine Fahrzeuge. BMW hat mit seiner kurzfristigen Absage im Juli in Frankreich Irritationen ausgelöst, aber es fand sich sofort jemand, der den Platz einnahm: Aito, ein Joint Venture der beiden Firmen Seres und Huawei, das erst vor fünf Jahren gegründet wurde.

Auch bei der VW-Tochter Audi sollen die Kosten weiter sinken, es droht ein neuer Stellenabbau. Die Verunsicherung in der Belegschaft ist groß. Wie hart wird es den Autobauer diesmal treffen?

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