SZ 30.03.2026
16:54 Uhr

(+) Besuch in Deutschland: Merz und al-Scharaa sprechen über Rückkehr von 80 Prozent der Syrer


Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa erhält in Berlin viel Zuspruch von der Bundesregierung. Flüchtlingshelfer befürchten das Aufflammen einer „zynischen Rückführungsdebatte“.

(+) Besuch in Deutschland: Merz und al-Scharaa sprechen über Rückkehr von 80 Prozent der Syrer

Bundeskanzler Friedrich Merz will die Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat erheblich vorantreiben. „Wir brauchen deshalb eine verlässliche Rückführungsoption, eine Kooperation mit Syrien, insbesondere und zuallererst für diejenigen, die unsere Gastfreundschaft missbrauchen“, sagte Merz bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa im Kanzleramt. Er habe den Präsidenten gebeten, vorrangig die kleine Gruppe straffällig gewordener Syrer zurückzunehmen. „Aber in der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre, das ist der Wunsch von Präsident al-Scharaa gewesen, sollen rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren.“

Zehn Millionen Dollar Kopfgeld wollten die USA für ihn zahlen. Nun gilt Syriens Machthaber Ahmed al-Scharaa plötzlich als Hoffnungsträger. Am Montag besucht er Berlin – eine diplomatische Gratwanderung mit Absturzgefahr.

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