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05.05.2026
17:43 Uhr
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Der Pavillon der Bundesrepublik auf der Biennale in Venedig lädt ein zu einem pessimistischen Parcours durch die deutsche Geschichte: NS-Ästhetik trifft auf den Sozialblock aus Ostberlin.

Symbiose aus Platten- und Nazi-Bau: der deutsche Pavillon auf der diesjährigen Biennale in Venedig. Andrea Rossetti
Der deutsche Pavillon auf der Biennale in Venedig hat schon viele Gestalten angenommen: Er war das Familien-Spukhaus „Ur“ von Gregor Schneider*, war Kanzlerbungalow, war halb verschüttet wie bei der Biennale-Ausgabe von 2024. Doch so radikal wie dieses Mal war die Transformation noch nie. Am ersten Pressetag der Biennale suchte man zwischen den Bäumen der Giardini nach dem freundlichen Ocker-Ton des unfreundlichen Nazi-Pavillons – und fand eine beschmierte Ruine. Deutschlands Repräsentanz in Venedig: ein Lost Place.
Der Begriff „Dritter Ort“ signalisiert heute gern politische Hochkulturscham. Ursprünglich war er eher ein Aufruf zum Erhalt von Kleingastronomie. Was ist denn da passiert?
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