SZ 07.10.2026
16:08 Uhr

(+) Debatte: Es geht um Politik, nicht um Herkunft


Die Linke wolle den politischen Umsturz mithilfe von Migranten erreichen, liest man dieser Tage in bürgerlichen Zeitungen. Ein Protest gegen die Ethnisierung des Arguments.

(+) Debatte: Es geht um Politik, nicht um Herkunft

Im Schatten des 7. Oktober gibt es eigentlich wichtigere Themen als die Frage, ob die Spitzenpolitikerin der Berliner Linkspartei, Elif Eralp, Mitglied in der „Rote Hilfe“ war. Entscheidender wäre, über die Nähe ihrer Partei zu jenen Gruppen zu reden, die sich unter dem Banner der „Palästina-Solidarität“ versammeln. Schon die Parolen, mit denen diese in vielen Städten ausgerechnet zum Jahrestag des palästinensischen Massakers an Kibbuzniks und Festivalbesuchern für ihre Demonstrationen mobilisieren, zeugen weder von Frieden noch von Versöhnung. Sie zeugen vom Willen zu einem globalen „Volkskrieg“ gegen den jüdischen Staat. Wer die antisemitischen Semantiken dieser Propaganda nicht erkennt, hat sich offensichtlich nie mit der Thematik befasst und nicht nur in Berlin lässt die Linkspartei jeden Abstand zu diesem Milieu vermissen.

Der Kinofilm „The Social Reckoning“ erzählt von den Enthüllungen der „Facebook Files“. Ein meisterlicher Politthriller alter Schule – nur die Whistleblowerin Frances Haugen wird leider zum rehäugigen Angsthäschen.

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