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30.05.2026
20:07 Uhr
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Der Regisseur, der die 13-jährige Nastassja Kinski nackt ausstellte, spielt der Schauspielerin die Verantwortung für Zensur im Kino zu. Dass es dafür Beifall gibt von der sich sonst so empfindsam gebenden Branche: Man fasst es nicht.

Nastassja Kinski drehte 1974 mit Wim Wenders ihren ersten Film. Dafür, wie sie darin bis heute als entblößtes Kind zu sehen ist, möchte Wenders seinem 29-jährigen Ich keinen Vorwurf machen, das weiß man jetzt. LOIC VENANCE/AFP
Es war nicht überraschend, dass Wim Wenders in seiner Preisrede für die Ehren-Lola am Freitagabend auf seinen Film „Falsche Bewegung“ zu sprechen kam. Er konnte nicht anders, zu viele Medien hatten in den Stunden vor der Preisverleihung darüber berichtet, wie Wenders die Schauspielerin Nastassja Kinski seit Jahren abtropfen lässt mit ihrem Wunsch, in diesem Film nicht mehr als entblößte 13-Jährige zu sehen zu sein.
Beim Deutschen Filmpreis 2026 kann man einen nachdenklichen Wim Wenders und viele starke Frauen erleben, außerdem eine umjubelte Senta Berger. Es ist ein Abend der kleinen Pannen und der großen Emotionen.
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