SZ 05.07.2026
14:48 Uhr

(+) Der Kampf um Seltene Erden: Rohstoff-Wettlauf mit deutschen Hemmschuhen


Wirtschaft und Militär hängen von Seltenen Erden und Lithium ab. Der Politikwissenschaftler Jakob Kullik rät, hier robuster gegen Chinas Vormachtstellung vorzugehen. Doch zu welchem Preis?

(+) Der Kampf um Seltene Erden: Rohstoff-Wettlauf mit deutschen Hemmschuhen
Das Leichtmetall Lithium ist ebenso begehrt wie Seltene Erden und wird oft damit verwechselt. Gewinnung von Lithium-Salzen in der Atacama-Wüste von Chile. John Moore/Getty Images

Alle wollen und brauchen Seltene Erden. Aufgrund ihrer elektromagnetischen Eigenschaften, die für die Elektromobilität, die Informations- und Kommunikationselektronik, für Windkraftanlagen, Klimatechnik und auch für militärische Güter wichtig sind, ist die Nachfrage enorm. Der promovierte Politologe Jakob Kullik, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Technischen Universität Chemnitz, zitiert die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen mit den Worten: „Lithium und Seltene Erden werden bald wichtiger sein als Öl und Gas.“ Die Internationale Energieagentur schätzt den Bedarf für 2040 auf das 1,6-Fache im Vergleich zu 2024. Kulliks populärwissenschaftliches Buch „Seltene Erden“ gibt einen fundierten Einblick in die Geschichte dieser Rohstoffe, in den weltweiten Markt und in die internationale Politik, die diesen Markt bestimmt.

Was aus Chinas Boden geholt wird, sind nicht nur Rohstoffe. Seltene Erden sind geopolitische Munition, mit der Peking jetzt die Welt erpresst. Der Wettbewerbsvorteil: absolute Gleichgültigkeit gegenüber Natur und Bevölkerung.

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