SZ 12.10.2026
10:00 Uhr

(+) Deutsche Post: Briefporto steigt um gut 20 Prozent


Die Deutsche Post darf ihre Preise so stark erhöhen wie nie zuvor. Der Grund: Die Deutschen verschicken immer weniger Briefe.

(+) Deutsche Post: Briefporto steigt um gut 20 Prozent

Schon die bislang letzte Portoerhöhung im Januar 2025 fiel so drastisch aus wie nie zuvor. Doch zum Jahreswechsel steht nun eine weitere, noch stärkere Anhebung bevor: Die Bundesnetzagentur erlaubt der Deutschen Post, die Preise um gut 20 Prozent hochzusetzen. Die Bonner Behörde reguliert den Briefmarkt und hat am Montag eine entsprechende Entscheidung veröffentlicht. Die neuen Portopreise gelten dann wieder 24 Monate lang. Hauptgrund für den üppigen Zuschlag sei, dass die Deutschen weniger Briefe verschickten, sagt Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur: „Wenn die Kosten unter anderem aufgrund der zunehmenden Digitalisierung auf weniger Briefe zu verteilen sind, steigen die Preise.“ Müller zufolge hatte die DHL-Tochter Deutsche Post eine noch stärkere Anhebung gefordert, was aber seine Behörde abgelehnt hat.

Der staatliche Postdienst stellt von 2026 an die Briefzustellung ein und konzentriert sich aufs Paketgeschäft. Auch in Deutschland sinken die Briefmengen – aber es gibt einen entscheidenden Unterschied.

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