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07.09.2026
14:17 Uhr
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Während die ersten Hochrechnungen aus Sachsen-Anhalt kommen, ringt Charlotte Knobloch bei der Premiere eines Films über den Holocaustüberlebenden Albrecht Weinberg um Worte.

Charlotte Knobloch, 92, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.
Sven Hoppe/dpa
Es scheint an diesem Abend des 6. September 2026 kurz, als gäbe es zwei Deutschlands. Aus dem einen Deutschland, das vom Münchner Rio-Kino viele Hundert Kilometer entfernt liegt, kommen die ersten Meldungen, dass fast 44 Prozent der Wähler in Sachsen-Anhalt für die dort als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD gestimmt haben; also jene Partei, deren früherer Bundesvorsitzender Alexander Gauland sagte: „Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“
Über 200 Jahre erkämpfte Deutschland sich ein demokratisches Grundgesetz – dann gab man es her, weil einige glaubten, die Regierung Hitler sei nur ein kurzer Spuk. Was ein Blick bis in die Zeit Goethes uns über die Gegenwart lehrt.
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