SZ 03.07.2026
15:20 Uhr

(+) Entertainerinnen in den Neunzigern: „Klug und schön ging nicht, klug und lustig auch nicht“


Ein neuer Dokumentarfilm über Unterhaltungskünstlerinnen im Fernsehen zeigt den lange geduldeten Sexismus in der Branche. Gaby Köster, Esther Schweins und Kolleginnen warnen: „Alles, was von uns erkämpft wurde, geht wieder zurück.“

(+) Entertainerinnen in den Neunzigern: „Klug und schön ging nicht, klug und lustig auch nicht“
„Es hat sich ausgelächelt“, sagt Esther Schweins, eine der Protagonistinnen in „Was haben wir gelacht“. Der Dokumentarfilm hatte beim Filmfest München Weltpremiere. Basis Berlin Filmproduktion/ZDF/Thomas Lütz

Es gebe drei Arten von Humor, heißt es einmal im Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“: den Humor nach oben, in Form von Witzen gegen Chefs oder Politiker etwa. Den Humor gegen die eigene Person, der meist in Form von Selbstironie daherkommt. Und den Humor nach unten, gegen Schwächere, Fremde oder Minderheiten. In „Was haben wir gelacht“ geht es um das Frauenbild im deutschen Fernsehen der Neunzigerjahre, als Witze nach unten auf dem Tagesprogramm standen. Als Männer wie Harald Schmidt, Thomas Gottschalk oder Stefan Raab als Humor-Instanzen galten und Frauen – die größte Minderheit von allen – wenig zu lachen hatten.

In Block 10 des KZ Auschwitz wurden jüdische Frauen und Männer zwangssterilisiert – ein Verbrechen, für das nie jemand verurteilt wurde. Alice Brauner hat es verfilmt. Zur Uraufführung wird eine Seelsorgerin im Saal sein.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: