SZ 10.06.2026
16:10 Uhr

(+) Fifa-Präsident: Infantino liebt den Fußball. Aber Geld liebt er noch mehr


Die Gier des WM-Ausrichters hat ein neues Stadium erreicht. Es wird nicht nur der Weltmeister ermittelt, sondern auch die Frage verhandelt, wie lange die Völker diesem Volkssport noch treu bleiben.

(+) Fifa-Präsident: Infantino liebt den Fußball. Aber Geld liebt er noch mehr
Es ist  offensichtlich, dass Infantino keine Skrupel in die Quere kommen, wenn er den Fußball für noch höhere Umsätze schröpft. Ton Molina/Getty Images

Aus Sicht der Fifa muss es ein GAU gewesen sein, der größte anzunehmende Unfall. In der vorigen Woche unterlief dem Veranstalter der an diesem Donnerstag beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft ein technischer Fehler, der das Undenkbare auslöste: Die Fifa machte Geschenke statt Profit. Die Panne ermöglichte Fans, kostenlos Eintrittskarten für die Turnierspiele zu ordern. 60 Besteller nutzten die Gelegenheit und wähnten sich als glückliche Menschen – bis die Fifa das Versehen erkannte. Sie hätte jetzt großherzig sein können. Sie hätte sagen können: unser Fehler, unser Pech. Und weil es ja nur um 60 Besteller ging und nicht um 60 000, hätte sie diesen Bestellern ihr Glück lassen können. Aber sie zog es vor, die Gratis-Tickets schleunigst zu stornieren.

Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia sollte bei der WM pfeifen, doch ihm wird die Einreise in die USA verweigert. Die Fifa? Bedauert das. Dabei gibt es unzählige Probleme mit der Gastunfreundlichkeit des WM-Gastgebers.

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